Die Concordia-Schule in Schildgen soll erweitert werden. Foto: Thomas Merkenich

Die CDU-Fraktion kritisiert die Kommunikation der Verwaltung bei Pläne zum Neubau der offenen Ganztagsschule (OGS) an der Concordiaschule in  Schildgen. Die Eltern seien empört, die Schulleitung befürchte eine deutliche Verschlechterung der Betreuung der Kinder.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der CDU

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach wendet sich entschieden gegen voreilige Pläne zum Neubau der offenen Ganztagsschule (OGS) an der Concordiaschule in  Schildgen. Schon in einer Woche soll der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft einen Grundsatzbeschluss zum OGS Neubau fassen, ohne dass wesentliche Impulse von Eltern und Lehrerschaft in diese Planung eingegangen wären.

„Die Kommunikation zwischen Verwaltung und der Schulgemeinschaft inklusive der Schulleitung ist offenbar mangelhaft“, kritisiert der Schildgener Ratsherr Harald Henkel. Es könne nicht sein, dass Eltern, Schüler und Lehrer intensiv in die Vorplanungen miteinbezogen würden, im Ergebnis aber ein Konzept vorgelegt werde, das nicht mit den Betroffenen abgestimmt sei. 

In ihrer Kritik bezieht sich die CDU-Fraktion auf ein Schreiben der Schulleitung der Gemeinschaftsgrundschule an die zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus. Darin beklagt der Schulleiter nicht nur die mangelnde Abstimmung mit Lehrkräften, Eltern und Schülerschaft.

Vor allem werde die vorliegende Planung des Rathauses die künftige Bildung und Betreuung der Kinder in Schildgen sogar noch „deutlich verschlechtern“, heißt es in der Mail. Denn das pädagogische Konzept der Schulgemeinschaft werde – entgegen der Behauptungen aus dem Rathaus – durch die vorliegende Planung eben nicht umgesetzt. 

„Es ist unverständlich, dass die Verwaltung die wichtigen Ideen und Vorschläge nicht nur ignoriert, sondern im Ergebnis eine Planung präsentiert, die die Betreuung sogar noch verschlechtern dürfte“, bemängelt der Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Metten. Für den Frust der im Prozess Beteiligten habe er daher volles Verständnis.

Die Beiträge der Schulgemeinschaft zu den Herausforderungen einer zukunftsfähigen Schule seien wertvoll und für die Entfaltung einer modernen Lernumgebung unverzichtbar. Auch deshalb werde die CDU-Fraktion im zuständigen Ausschuss sehr kritische Fragen an die Verwaltung stellen. 

Impulse der Beteiligung nicht aufgegriffen

Für die Planung der OGS hatte die Stadt einen umfangreichen Beteiligungsprozess in Gang gesetzt. Dazu hatte es mehrere Workshops an der Concordiaschule gegeben, an der Schulbauberaterin, Architekt, Schulbau GmbH, Schulverwaltung, Pädagogisches Personal, Eltern und Kinder teilgenommen hatten.

Hieraus ergaben sich nach Angaben der Teilnehmer wichtige Impulse für Planung und Entwicklung der OGS – die aber in den Rathaus-Plänen offenbar weitgehend auf der Strecke geblieben sind. 

Neustart der Kommunikation bei Kita/OGS-Gipfel

Die CDU will einen Neuanfang in der Kommunikation zwischen Rathaus und Schulen. Um den Austausch zu verbessern, sieht das 100-Tage-Programm von Alexander Felsch, Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP, schon für November 2025 einen „Kita/OGS-Gipfel“ vor. Dieser soll die Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Schulgemeinschaften und den Eltern nachhaltig stärken.

Der Gipfel soll in einen Prozess münden: Künftig sollen unter der Leitung von Alexander Felsch regelmäßige, quartalsweise Treffen mit den Kitas und OGS stattfinden, um zeitnah gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, die dann auch umgesetzt werden. 

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. “In ihrer Kritik bezieht sich die CDU-Fraktion auf ein Schreiben der Schulleitung der Gemeinschaftsgrundschule an die zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus”

    Hört sich merkwürdig an, als würde man im Rathaus anderer Leute Post lesen/abfangen?

    1. Liebe Ulla ,
      dieses Schreiben ging auch an alle Fraktionen im Stadtrat.
      Herzliche Grüße
      Brigitta Opiela

  2. .. Ach es ist Wahnsinn, was so ein Wahlkampf auslösen kann. Ich würde es begrüßen, wenn sachliche Argumente “dargestellt ” und nicht politische Meinungen werden. Die Politik steuert die Verwaltung… Die “Verwaltung” ist ein Dienstleister für die Politik! Also, liebe Politiker gebt doch bitte der Verwaltung eine klare Linie vor, mit der sie arbeiten kann und hört auf die Verwaltung immer nur zu kritisieren. Ihr entscheidet doch abschließend!

    1. So ist es in Bergisch Gladbach aber nicht. Das konnte man gestern im Ausschuss Verkehr und Mobilität gut beobachten. Herr Migenda treibt mit politischen Forderungen die Parteien vor sich her.

      1. Schön zu hören, dass die Politiker sich treiben lassen. Vielleicht erkennen sie endlich ihre Rolle als gewählte Vertreter!! der Bürger von Bergisch Gladbach.

        Jedoch.. Herr Migenda ist durch die Politik! gewählt… Seine Amtszeit (ohne Wiederwahl) endet 2026.