Nicht die Parteien und die Politik geben die Themen in diesem Wahlkampf vor, sondern die Bürgerinnen und Wähler selbst: Nach diesem Prinzip haben wir Themen und Fragen gesammelt, die Ihnen bei der Kommunalwahl besonders wichtig sind, und den Parteien vorgelegt. Das Ergebnis ist ein lokaler und analoger Wahl-O-Mat, mit dem Sie die Kernpositionen bei der Kommunalwahl rasch vergleichen können.

Was sind Ihre Ansatzpunkte, die Verkehrsprobleme der Stadt zu lösen? Wie wollen Sie dafür sorgen, dass Wohnen für alle bezahlbar bleibt? Und was ist Ihr Leuchtturmprojekt für die nächsten fünf Jahre? Diese und sechs weitere Fragen haben wir den Parteien vorgelegt, die am 14. September in Bergisch Gladbach für den Stadtrat kandidieren.

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In der Umfrage „Deine Stimme, Deine Themen“ hatte das Bürgerportal zunächst die Bürger:innen gefragt, welche Themen und Fragen ihnen bei der Kommunalwahl besonders wichtig sind und auf welche Fragen sie Antworten verlangen. Daraus haben wir die WahlAgenda GL abgeleitet. 

WahlAgenda

Aus diesem Ranking ergibt sich Bergisch Gladbachs WahlAgenda 2025:

1.Verkehr (380 Nennungen)
2. Gute Verwaltung (211)
3. Stadtentwicklung (193)
4. Klima / Energie (191)
5. Kita / OGS / Schule (182)
6. Sozialer Zusammenhalt und Teilhabe (153)
7. Wohnen (116)
8. Migration / Integration (103)
9. Sicherheit und Ordnung (103)
10.Wirtschaft, Handel und Gewerbe (83)
11. Kultur / Sport / Freizeit (76)
12. Anderes Thema (20)

711 Personen hatten mehr als 1000 Fragen eingereicht. Zu den Topthemen haben wir 9 Fragen formuliert, die die Kernanliegen der Teilnehmer:innen widerspiegeln – und sie allen Parteien vorgelegt, die für den Bergisch Gladbacher Stadtrat antreten.

Die Antworten der Parteien haben wir in einer Tabelle zusammengeführt, mit der Sie rasch einen Überblick gewinnen. Besser noch – die ausgedruckte Tabelle funktioniert auch als analoger Wahl-O-Mat.

So geht es: Legen Sie die drei Blätter untereinander und markieren die Antworten, mit denen Sie übereinstimmen, mit einem Häkchen, oder vergeben Punkte. Zum Schluss zählen Sie die Häkchen bzw. Punkte je Spalte zusammen – und sehen, mit welcher Partei Sie am ehesten übereinstimmen. 

Sie können den analogen Wahl-O-Mat herunterladen und ausdrucken. Für das DIN-A-4-Format braucht man allerdings gute Augen; am Bildschirm können Sie die Tabelle dagegen beliebig vergrößern.

Sie können sich aber auch ein Exemplar bei uns abholen, in der Redaktion, Hauptstraße 257 (gegenüber der Gnadenkirche).

Wir stellen für Schulen auch gerne Klassensätze zur Verfügung. Melden Sie sich bei der redaktion@in-gl.de.

Die Parteien hatten die Möglichkeit, auch eine längere Fassung ihrer Antworten zu liefern. Wir haben diese auf unserer Schwerpunktseite zur Kommunalwahl veröffentlicht, Sie finden sie hier.

Der Hintergrund: Die CitizensAgenda

Zum Prozedere: Wie bereits bei der Bundestagswahl konnten sich die Bürger:innen an einer kurzen Umfrage beteiligen. 711 Menschen haben mitgemacht. Sie konnten aus elf Themenbereichen bis zu drei auswählen, die ihnen am wichtigsten sind, und – wenn sie wollten – dazu jeweils eine konkrete Frage stellen. Außerdem gab es die Möglichkeit, ein anderes Thema zu nennen und dazu eine Frage zu stellen.

Zur Beteiligung an der Umfrage hatten wir über unsere eigenen Medien (Website, Newsletter, soziale Medien) aufgerufen. Wir haben aber auch Flyer in Wohngebieten verteilt, die wir in der Regel nicht so gut erreichen. Wir haben Migrantenvereine, Schulen und Jugendzentren als Multiplikatoren genutzt. Dennoch sind die Ergebnisse der Umfrage nicht repräsentativ – sondern geben die Haltung v.a. unserer Leserinnen und Leser wieder.

Das Projekt „Deine Stimme, deine Themen“ geht zurück auf eine Kooperation zwischen dem Bürgerportal und dem Netzwerk CORRECTIV.Lokal, das Recherchen und Dialog im Lokaljournalismus fördert und rund 1800 Lokaljournalisten vernetzt. Correctiv.Lokal gehört zum Rechecherzentrum und Medienhaus Correctiv.

Bereits zur Bundestagswahl hatten wir diese Aktion durchgeführt, neben dem Bürgerportal nehmen das Stader Tageblatt, Rums aus Münster, VierNull aus Düsseldorf, Wokreisel aus Brandenburg und Kolumna aus Lindau teil. Zur Kommunalwahl in NRW sind erneut Rums und VierNull unsere Partner.

Das Konzept „Bürgerwahlprogramm“ ist als „CitizensAgenda“ in den USA entwickelt und erprobt worden. Mit dem „analogen Wahl-o-mat“ hatten wir das Prinzip bereits bei der Bundestagswahl 2021, bei der Landtagswahl 2022 und der Bundestagswahl 2025 umgesetzt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Wahl-O-Mat-Ergebnis 2025 – Genossenschaftliches Wohnen

    Das Wahl-O-Mat-Ergebnis zur Kommunalwahl macht deutlich: Genossenschaftliches Wohnen rückt in Bergisch Gladbach ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit. Die SPD setzt auf eine stärkere Rolle genossenschaftlicher Bauträger, die Grünen wollen Wohngenossenschaften gezielt fördern, die FWG fordert mehr Mut zu genossenschaftlichem Bauen und die schnelle Nutzung bestehender Gebäude, Volt verbindet bezahlbaren Wohnraum mit neuen Wohnformen und Genossenschaften.

    Diese Signale zeigen: Der Weg ist bereitet für einen echten Aufbruch. Genossenschaftliches Wohnen könnte ein Schlüssel sein, um in kurzer Zeit preiswerten und sicheren Wohnraum zu schaffen – in Bürgerhand, nah an den Menschen und unabhängig von kurzfristigen Investoreninteressen.

    Jetzt ist der Moment, diese Chance zu nutzen.

    Was bleibt also noch zu tun?
    Am Sonntag, den 14.09.2025, haben die Bürgerinnen und Bürger es selbst in der Hand, welchen Kurs Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren einschlägt. Wer sich bezahlbaren Wohnraum in Bürgerhand wünscht, wer Genossenschaften stärken will und wer den Aufbruch für unsere Stadt unterstützen möchte, sollte unbedingt wählen gehen. Jede Stimme zählt – und gerade bei der Kommunalwahl ist die Wirkung besonders direkt spürbar.
    Danke!

    siehe hierzu auch meinen Kommentar vom:
    5. September 2025 um 21:43
    „Alte Stadthäuser – jetzt den Bürger-Turbo zünden“
    https://in-gl.de/2025/01/28/senior-entwickelt-wohnvision-fuer-alte-stadthaeuser/

    1. Analog auf Papier. Und hier digital als PDF. Aber nicht wie einen echten Wahl-O-Mat – eine solche Programmierung würde unsere Mittel bei weitem überschreiten. An dem lokalen Wahl-O-Mat der Landeszentrale für poltische Bildung wurden wir leider nicht beteiligt.