Foto: Screenshot Facebook

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach hatte auf Instagram und Facebook einen Nachruf auf Charlie Kirk veröffentlich und den ermordeten US-Aktivisten als „Vorbild für Millionen junger Menschen“ und „Kämpfer für westliche Werte“ gewürdigt. Dafür erhielt Bosbach deutlichen Widerspruch, später löschte sie den Beitrag. Die Grünen greifen das Thema auf und fordern von der CDU Bergisch Gladbach eine Positionierung.

Die Ermordung von Charlie Kirk hat weltweit Debatten ausgelöst und erreicht nun auch den Kommunalwahlkampf von Bergisch Gladbach. Caroline Bosbach, Abgeordnete der CDU im Bundestag, veröffentlichte am Donnerstagabend ein Foto von Kirk auf Instagram und Facebook. Sie würdigte den rechten Aktivisten als „Kämpfer für die Meinungsfreiheit und westliche Werte“. Der Mord sei ein „Anschlag auf junge konservative Stimmen weltweit“. Eine Gruppe, zu der auch Bosbach gezählt wird.

Bosbachs Einordnung traf in Bergisch Gladbach rasch auf Widerspruch. Unter anderem in der Facebookgruppe „Politik in GL“ wurde Kirk als Rechtsextremist und Rassist eingestuft – und Bosbachs Positionierung hinterfragt.

Der Ortsverband der Grünen wies daraufhin, dass Bosbach auf der Kandidatenliste (Platz 37) der CDU für die Wahl des Stadtrats an diesem Sonntag steht – und verlangte von der örtlichen CDU eine Erklärung, wie sie zu Bosbachs Aussagen stünde.

Die Grünen verurteilten – wie auch viele andere Kritiker – den Mord an Kirk auf das Schärfste. Sie stufen ihn jedoch als Rechtsextremisten ein und führen als Beleg eine Reihe von rassistischen, sexistischen und islamfeindlichen Äußerungen an.

Hinweis der Redaktion: Die vollständige Pressemitteilung der Grünen mit einer umfangreichen Zitatesammlung finden Sie auf der Website der Grünen.

Auch der WDR berichtet, unter dem Titel „Auf den Schuss folgt die Stimmungsmache“,

Daher fragen die Grünen, ob sich Bosbach bewusst für eine einseitige Darstellung entschieden habe oder einen Teil von Kirks Werten teile. Vor dem Hintergrund ihrer Kandidatur für den Stadtrat in Bergisch Gladbach und ihrer prominenten Stellung als Bundestagsabgeordnete stelle sich „die Frage, ob diese Haltung repräsentativ für die CDU vor Ort ist“.

Bosbach bezieht Stellung

Auf eine entsprechende Anfrage des Bürgerportals reagierte der CDU-Ortsvorsitzende Thomas Hartmann zunächst nicht inhaltlich, weil dafür im Moment eine Beschäftigung mit dem Thema die Zeit fehle.

Dagegen bezog Caroline Bosbach, die den Beitrag auf Facebook und Instagram inzwischen gelöscht und auch die Kommentarfunktion ihrer Social-Media-Plattformen deaktiviert hatte, auf Nachfrage Stellung.

Sie habe auf die „um Teil erfreuten Reaktionen“ auf den Tod von Charlie Kirk reagiert und „seine Verdienste um die Meinungsfreiheit“ in den Vordergrund gestellt. Das könne man tun, „auch wenn man nicht jede einzelne seiner Aussagen teilt“, erklärte Bosbach. Entscheidend sei: „Wir müssen wieder lernen, miteinander zu diskutieren. Viele Kommentare gingen dann leider völlig am Thema vorbei. Das wurde der Sache nicht gerecht.“ Daher habe Sie die Beiträge gelöscht.

Foto: Sceenhot Phoenix

Bosbach hatte sich nach Vorwürfen wegen einer Geldannahme im Wahlkampf und angeblichem Stimmenkauf zunächst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, sich zuletzt aber wieder sehr aktiv am Kommunalwahlkampf der CDU beteiligt. Die Prüfungen der Vorwürfe gegen Bosbach durch die CDU selbst sowie durch die Staatsanwaltschaft Köln dauern an.

In dieser Woche absolvierte Bosbach ihre erste Sitzungswoche im Bundestag und hielt bei einer aktuellen Stunde ihre erste Rede, in der sie mit dem Satz „Wir schaffen das“ der „Altkanzlerin“ abrechnete.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

97

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Man kann natürlich bedauern, dass heutzutage von Politikern Social Media Selbstinszenierungen erwartet werden oder Politiker zumindest denken, dass man diese von ihnen erwarten würde. Aber wenn man nun schon zum Mittel der Social Media Selbstinszenierung greift, sollte man doch zumindest PR-Profis mit der Produktion oder zumindest der Prüfung betrauen. Für entsprechendes Personal stehen Bundestagsabgeordneten doch sicher Mittel zur Verfügung. Man sollte meinen, dass PR-Profis peinliche oder gar schädliche Social Media Posts bereits im Vorfeld einfangen.

  2. Heute hat sich im Bundestag Alice Weidel in einer Weise (Vorbild für die Jugend, Vertreter westlicher Werte, gläubiger Christ) zu dem Attentat geäußert, die mich an den hier disktutierten Social Media Post erinnert. Die Rede von Alice Weidel wurde natürlich mit einer Kritik an der Regierung garniert, weil sich diese nicht in ähnlicher Weise zum Attentat geäußert hätte.

    1. Frau Bosbach hätten beim Zuhören die Ohren klingeln müssen. Schöne Gesellschaft, in die sie sich da begeben hat – ganz freiwillig und ohne Not.

  3. Geschichtsverständnis und politisches Bewusstsein von Frau Bosbach: Sechs! Eine Versetzung ins nächste Schuljahr wird nicht empfohlen.
    Frau Bosbachs Statement zu der Causa Kirk hat mich allerdings keineswegs überrascht. “CDU”- Aussagen dieser oder ähnlicher Art sind seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland hinlänglich bekannt.

  4. Frau Bosbach – nicht die Kommentare waren das Problem. Ihre Huldigung eines Faschisten als „Kämpfer für die Meinungsfreiheit und westliche Werte“ ist unerträglich. Der Anschlag ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber Ihre Beurteilung ist entweder unerträglich dumm un kurzsichtig oder eben faschistoid. Beides kann ich nicht akzeptieren. Schande, dass Sie für die Partei Adenauers im BT sitzen und politisch aktiv sind.

  5. Frau Bosbach sollte wirklich mal schweigen sie macht nicht nur ihren eigenen Ruf runter sondern auch den vom Vater.
    Woran liegt es?
    Ich rate erst denken dann reden dann erübrigen sich auch die Fehltritte in die diversen Fettnäpfe.
    Ob sie eine zweite Wahlperioden erlebt?? So jedenfalls nicht.

  6. Frau Bosbach ist schlecht beraten, solche Meinungen und Äußerungen öffentlich kund zu tun. Die “Fettnäpfchen” mehren sich, in die sie unverhohlen reintritt. Vielleicht sollte sie sich mal von ihrem Dad beraten lassen. Der hat wesentlich mehr drauf.

    1. Schlecht beraten würde ich nicht sagen. Ich nehme eher an, dass sie sich gar nicht beraten lässt, sondern einfach munter von sich gibt, was ihr gerade durch den Kopf geht.

      1. Vielleicht ist sie einfach nicht so geeignet für Sprechrollen. Das mit dem Tanzen soll ja damals ganz gut geklappt haben.

    2. Ich kenne natürlich den grossen Einfluss des Vaters in Bergisch Gladbach, aber ich weiss gar nicht trotz über 40 Jahren Wohnens in Bergisch Gladbach , wodurch er eigentlich einen so gross-guten Ruf erlangt hat. Und er fischt doch auch längst unverholen rechtsaussen.

      1. Er hat eben jahrelang den jovialen Alleswisser gegeben und ist mit großen Fleiß von einer Talkshow zur anderen gerannt. Vielen Leuten reicht das.

  7. Woher kommt die Manie mancher Politiker, sich zu Themen zu äußern, die sie besser auslassen würden. Frau Bosbach hat schon genug Wirbel mit der Geschichte über € 2.500,00 und deren Folgen verursacht, da muss sie nicht auch noch einem
    Rechtsaußen in Amerika die Stange halten. Man weiß nicht, wo Frau Bosbach steht. Ich möchte mich inzwischen nicht von ihr vertreten wissen, was ich im Bund nicht mehr ändern kann. Die Kommentare hier sind teilweise schrecklich!

    1. lieber Herr Havermann, dass „Kommentare teilweise schrecklich sind“ lässt sich in einer Demokratie, in der jede(r) seine Meinung im Gegensatz zu autokratischen Staaten sagen darf, nicht vermeiden. Im Gegensatz zu Facebook, Instagram etc, in dem zT schlimmste Hetze, Herabwürdigung und Diffamierung befeuert werden , geht es im Bürgerportal (Ausnahmen bestätigen die Regel) doch ganz fair und sachlich zu.
      Ich durfte dank Bürgerportal öfters meine nicht ausgereifte Meinung ändern.
      (Möge das doch bitte bitte auch mal Frau Caroline Bosbach gelingen)

  8. Applaus für den rechtsextremistischen Kirk, der seit Jahren dazu aufruft, ANDERSDENKENDE zu diffamieren und ÖFFENTLICH zu denunzieren , hätte ich von der AfD erwartet, aber nicht von einer Vertreterin der CDU. Gerade erst gestartet, ist Frau Bosbach schon zunehmend eine Gefahr für den Zusammenhalt der demokratischen Mitte.
    Lassen sich das die (bisher) moderaten CDU Mitglieder gefallen ?

  9. Liebe Bosbach-Fanboys,
    meinen Sie wirklich, es sei ausreichend die Fakten einfach zu bestreiten und alles wäre wieder gut? Ihnen, die Sie überwiegend hinter Pseudonymen versteckt, Ihre oberflächlichen und unbegründeten Angriffe auf besser Informierte führen, sei hier eine Gebrauchsanweisung zur Erlangung von seriösen Fakten gewidmet:
    – Zeitungen (mit Zeitungen sind hier Zeitungen gemeint und nicht etwa Elaborate wie BILD oder Compact.
    – seriöse Medien nutzen. Sie erkennen seriöse Medien daran, dass sie eher langweilig sind. Youtube und Tiktok sind zwarschöner, aber auch doofer.
    – wenn es schnell gehen soll, geht auch mal .z.B. im vorliegenden Fall einfach bei Google Michael Kirk und wiki eingeben und das Ergebnis lesen (Tipp: Unbedingt die englische Seite aufrufen und übersetzen lassen). Sie finden dort Informationen, Quellen und Links in großer Anzahl und sind frei auszusuchen, was Sie wollen.
    Vorsicht: Auch hier gilt das Langeweile-Theorem.
    Wenn Sie dabei auf Autoren wie Tichy, Reitz, Reichelt, Kubitschek (bei Bedarf kann ich Ihnen umfassendere Informationen geben) stoßen, befinden Sie sich mitten im Vorfeld der AfD und noch schlimmerer Zeiterscheinungen.
    Aber wenn Sie meinen Vorschlägen bis hierher gefolgt sind, werden Sie bemerken, dass Sie manches bisher einfach Dahergesagte in Frage stellen und beginnen, Ihre Meinung auf Tatsachen und Fakten zu begründen.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

  10. Aus Frau Bosbachs Rede im Bundestag schimmert m.E. auch etwas Unverständnis der Gesellschaft in den USA.
    Die dort geübte Redefreiheit ist leider eher durch Quantität denn durch Qualität aber mit digitalem Turbo gekennzeichnet. Kommentare zu diesem (s.o.) Ereignis werden wie “tumbleweed” durch die medialen Haupt-straßen geblasen und durch andere, gleich inhaltsleer, schnell ersetzt, oft anderweitig okkupiert und medial instrumentalisiert.
    Die NRA duckt sich weg, das weiße Haus trompetet eine Melodie auf den “Märtyrer” einer egomanischen Religion.
    Und die Witwe des Opfers verarbeitet das in den USA leider nicht seltene Ereignis für den üblichen Popularitätskult.
    Da bleibt mir die Frage: Welche Relevanz hat der Mord eines Demagogen für den Wahlkreis der Frau Bosbach?
    Das “C” vor dem “DU” ist m.E. hinlänglich vielsagend.
    Robert Peters

    1. Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll… Der von Ihnen verlinkte Beitrag einer -Autorin wird rel. weit oben von jemandem kommentiert mit den Worten “Charly Kirk wird zum Horst Wessel der USA”, was von ihrer Quelle mit einem Link auf einen Spiegel-Artikel über Horst Wessel beantwortet wird. Sie als grüner Ratskanditat finden das eine gute Idee?
      Aber besser, ich sehe das von der heiteren Seite und lache über die Bergischen Grünen Mullahs, die uns vorschreiben wollen, wie man sich zu Ereignisse, die global wahrgenommen und diskutiert werden, äussern darf. Sie müssen halt nur dutzende von Millionen Leuten wieder auf Spur bringen…
      Und immer noch nein, die Behauptung, Kirk sei ein Rassist, Freuenfeind und Anhänger von Gewalt gewesen, ist immer noch falsch. Sehen Sie sich seine Diskussionen mit Studenten an. Nur ein Beispiel:
      https://x.com/LiberalMut/status/1966047479079583998?t=_HrZqqCIRJxzuyHLLOZyNQ&s=19
      Ok, ein zweites:
      https://x.com/IrishKat00/status/1966472282676539881?t=3KLVMPBXMzrLBmop9iyqzQ&s=19

      1. Kirk hatte offenbar viele Facetten.
        Ihre beiden positiv erscheinenden verlinkten Beispiele können nicht darüber hinwegtäuschen, welch andere Aussagen von ihm im Netz zu finden sind, die starke Indizien dafür sind, dass er auch rassistische, misogyne und Gewalt vertretende Ansichten vertrat. Ihre Behauptung dass dies nicht der Fall ist ist eindeutig falsch.

      2. Und wenn Sie in einem anderen Kommentar hier, auf den ich leider nicht direkt antworten kann, behaupten, dass der Mordanschlag politisch motiviert sei, dann scheinen Sie über gesicherte Informationen zu verfügen, die ich im Netz noch nicht gelesen habe.

      3. Im ersten Kommentar schreiben Sie vom „aus den Medien übernommenen Framing“ und posten hier dann zwei Links zu Musks Shitter als Quelle, von denen einer ein rechtslibertärer AfD-Freund & Grünenhasser ist und der andere ein Maga-Fan.
        Sie haben wirklich Humor!

        Und auch im zweiten Kommentar zum Thema sind Sie als „Kenner“ nicht einmal imstande, den Namen von Charles James „Charlie“ Kirk richtig zu schreiben. Chapeau, die Expertise überzeugt!

        Vorschlag zur Güte: bevor wir hier Taubenschach spielen und dieses „nein-doch“ Ping-Pong sinnfrei fortsetzen, lassen wir den Lesern von in-GL, die allesamt sicher über ausreichende Medienkompetenz verfügen, sich doch einfach selber eine Meinung bilden!

        Unter https://www.mediamatters.org/charlie-kirk finden sich über 700 Berichte, Artikel und Beispiele seiner Äußerungen – inklusive Quellen & Belegen.
        So kann jede:r hier für sich selbst und nach dem individuellen politischen Kompass entscheiden, ob die Äußerungen für sie/ihn noch unter „extrem konservativ“ oder doch eher „rechtsextrem, rassistisch, misogyn, religiös-fundamentalistisch, Gewalt (gegen politische Gegner) verherrlichend“ u.ä. fallen.

  11. ….absolut inakzeptabel die Frau. Schade. Habe mehr erwartet. Diese Frau unterstützt Trump und seine ultrakonservativen Ansichten. Man ahnt wo die Reise hingeht.
    Auf jeden Fall hat sie der CDU glaube ich keinen Gefallen getan. Vielleicht schon ein Fingerzeig Richtung AFD

    Schönen Tag

  12. Das wir ja immer schlimmer.
    Wenn sich also jemand permanent rassistisch und sexistisch äußert, vertritt er laut Caroline Bosbach westliche Werte. Wow!
    Und erneut haben anschließend alle Anderen sie falsch verstanden.
    Das die Grünen hierzu detailliert bei der Gladbacher CDU nachfragen, ist absolut richtig, denn sie ist schließlich Kandidatin für Bergisch Gladbach und man will doch wissen, wen man da bei der Kommunalwahl wählen soll.

  13. Das letzte Skandälchen von Frau Bosbach ist noch nicht lange her. Ehrlich gesagt hoffte ich, die Qualität Ihres Vaters bei ihr wiederzufinden. Inzwischen fällt mir zu ihr nur dieses kleine Liedchen ein: “Kann das sein, dass du dumm bist…?”

  14. Liebe Grüne in Bergisch Gladbach,
    ein politisch aktiver Mensch wurde ermordet – das sollte jedem zu denken geben, erst recht jedem selbst politisch aktiven Menschen wie auch Sie es sind. Es ist dabei vollkommen egal, welcher Gesinnung er ist! Ich persönlich distanziere mich im Übrigen ausdrücklich von seiner Position. Dieses Thema jetzt in einen Kommunalwahlkampf hineinzuziehen und eine Stellungnahme der CDU Bergisch Gladbach zu erwarten ist unmöglich und instrumentalisiert diese Tat auf eine wirklich unmögliche Art und Weise. Kommunalwahlkampf sollte meiner Meinung nach in der Debatte über lokalpolitische Themen geführt werden.

    Sie schreiben “Die Grünen verurteilten – wie auch viele andere Kritiker – den Mord an Kirk auf das Schärfste. Sie stufen ihn jedoch als Rechtsextremisten ein und führen als Beleg eine Reihe von rassistischen, sexistischen und islamfeindlichen Äußerungen an.” Das “jedoch” ist hier in höchstem Maße unangebracht!!!

    Frau Bosbach hat sich zu der Tat positioniert und sogar ihre Aussage im Nachgang kritisch hinterfragt und ihren Post gelöscht – genau das wird doch von Politikern gefordert! Auch damit macht Sie es Ihnen jetzt nicht recht.

    Schade, dass die inhaltliche Diskussion über die Themen in Bergisch Gladbach bei Ihnen anscheinend nicht im Vordergrund steht.

    1. Guten Morgen, Herr M., die Debatte über Kommunalpolitik wird im Bürgerportal seit Jahren ausgiebig geführt. In diesem Artikel und den Kommentaren wird kontrovers über eine Aussage der Kandidatin Bosbach diskutiert, deren Name heute auf dem Wahlzettel steht. Was stört Sie daran?

    2. Lieber Max M.,
      die Kritik der GRÜNEN bezieht sich nicht darauf, dass einem ermordeten Menschen aus einer anderen politischen Richtung gedacht wird. Die Kritik bezieht sich darauf, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer rassistischen, rechtsextremen und menschenverachtenden Meinung (lässt sich in unserer Stellungnahme alles belegt nachlesen) keine Vorbilder sein sollten.
      Caroline Bosbach hat mit ihrem Post Charlie Kirk als Vorbild benannt. Heute kandidiert sie für die CDU auf der Reserveliste für den Stadtrat. Wir erwarten eine Positionierung der CDU zu den Ansichten von Caroline Bosbach – weil eben ihr “ich wurde missverstanden”-Kommentar nicht reicht, um eine Positionierung für einen Rechtsextremisten und Rassisten ungeschehen zu machen.

    3. Naja, also dass Kirk kein frommes Lamm Gottes war, wird von sämtlicher Berichterstattung bestätigt. Jan Löbermann hat ein paar Aussagen von Kirk zitiert, ich denke, die Frage können wir abhaken.

      Die spannende Frage ist doch jetzt: Was sagt es über Frau Bosbach aus, dass sie ihn trotz seiner rassistischen, frauenfeinlichen und gewaltinkaufnehmenden Aussagen so verherrlicht? Und was sagt das über die CDU aus? Da darf man doch zumindest mal kritisch nachfragen, oder?

      1. Ihr – aus den Medien übernommenes? – Framing des Amerikaners Charly Kirk als rassistisch, frauenfeindlich und gewaltaffin ist, zurückhaltend gesagt, äußerst geschmacklos. Der Mann fiel einem politisch motivierten Mordanschlag zum Opfer.
        Darüber hinaus empfehle ich ihnen, sich über die Standpunkte und das Auftreten von Kirk selbst eine Meinung zu bilden. Jeder, der das macht, wird an dem Posting von Frau Bosbach nichts verwerflich finden.
        Sie hingegen instrumentalisieren indirekt diese Tat gegen eine politische Konkurrentin in dieser Wahl!
        Was sagt ihr Stellungnahme über sie und die Grünen aus?

      2. Charly Kirk: “Es lohnt sich, die Kosten für die leider jedes Jahr auftretenden Todesfälle durch Schusswaffen in Kauf zu nehmen, damit wir das 2. Amendment haben können, um unsere anderen Rechte zu beschützen. Das ist ein vernünftiger Deal. Es ist rational.”

        Es gab übrigens letztes Jahr knapp 18.000 Morde mit Schusswaffen in den USA, die Tränen fließen aber erst bei einem Rechtsextremen. Komisch, oder?

  15. @Klaus Hansen:
    Vielen Dank für Ihre Belehrung!
    Nur einen Satz noch;
    Herr Merz vertritt angeblich alle Bürgerinnen und Bürger (richtig gegendert?) der Bundesrepublik Deutschland!

  16. Um es direkt vorweg zu sagen: Der Mord an einem andersdenkenden Menschen ist ein bodenloser Tiefschlag für Menschlichkeit und Toleranz. Aber, und das sage ich in keiner Weise rechtfertigend für diese Tat, Charlie Kirk war eine schillernde Figur. Er hat polarisiert, schon lange einen Keil mitten in die Gesellschaft getrieben. Sein Programm war nicht die Versöhnung der Gegensätze, der offene Diskurs der unterschiedlichen Meinungen.

    Kirk zählt zu den Gründern der rechten Studentenorganisation Turning Point USA (TPUSA). Die Nähe zu Trumps Maga-Bewegung ist hinlänglich belegt. Sowohl die biblisch-fundamentalen Überzeugungen, z.B. gegen Abtreibung, gegen Gleich-Geschlechtlichkeit, gegen Gender, stammen aus einem anderen Jahrhundert, sind rückwärts gewandt. Seine religiöse Grundhaltung ist wenig differenziert, das “Reich Gottes” als Zuspruch und Anspruch an uns Menschen wird nur im individuellen “Schuld und Erlösungs” – Zusammenhang gesehen. Die Kernthemen “Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung” spielen bei den evangelikalen Christen keine Rolle. Dazu gehört auch ein rückwärtiges Familienbild mit der Einordnung der Frau mit den drei K – Küche, Kirche, Kinder.

    Ist er ein Rassist, ein Hass-Redner? Offen nein, unterschwellig ja. Er räumt den weißen Menschen mehr Rechte ein, als den Schwarzen, Latinos und anderen. Der “Rassen-Begriff” ist faschitisch. Homosexuelle und Trans Menschen seien nicht Teil von “Gottes perfektem Gesetz”, meint er. Wer allein die Hautfarbe als Kriterium für die Wertigkeit eines Menschen ins Spiel bringt, verlässt den Raum von Demokratie und Vielfalt. Für ihn war Martin Luther King eine “furchtbare Person”. Das “Civil Rights Acts”, das schwarze Amerikaner 1964 zu gleichberechtigten Wählern machte, nannte er einen “Fehler” – es sei ein “Biest” und eine “Waffe gegen Weiße”. Er ist ein Befürworter der Waffenbesitz-Freiheit, eine Einschränkung der Gewalt durch den ungeregelten Waffenbesitz kommt für ihn nicht in Frage. Den von einem Polizisten ermordeten George Floyd nannte Kirk während einer Rede einen “Drecksack”.

    Zum Thema “Klimawandel” sagte er im Dezember 2024, die Behauptung, die Erderwärmung sei eine Bedrohung für die Menschheit, sei “völliger Quatsch, Unsinn, Schwachsinn.”

    Diese schillernde Person nimmt die Bundestags-Abgeordnete des RBK Caroline Bosbach zum Vorbild. Ich frage, ob die Werte des Charlie Kirk ein Vorbild für die CDU in Bergisch Gladbach sind? Wenn ja, dann wird der weiteren Spaltung unserer Stadt-Gesellschaft das Wort geredet.

    Ist das noch im Sinne des Grundsatzprogramms der CDU oder schon AfD-Sprech? Genau das brauchen wir jetzt nicht. Der Zusammenhalt aller demokratischen Parteien gegen den Rechtsruck, gegen die Demokratiefeinde der AfD und die schleichende Unterwanderung unsere Werte von Respekt, Freundlichkeit, Höflichkeit, Toleranz und Mit-Menschlichkeit ist gerade jetzt zentral wichtig. Morgen sind wir zur Wahl aufgerufen. Jede/r von uns kann frei entscheiden.

    1. Das ist eine wirklich substantielle Zusammenfassung! Und ja, dazu müsste sich auch die lokale CDU äussern. (Da war doch auch etwas mit einem anderen Trump-Pilgerer!)

      1. Nicht nur die lokale CDU – auch wenn ich jeden einzelnen Mandats- oder Amtsträger auch auf kleinster lokaler Ebene hier nicht aus Pflicht & Verantwortung nehme!
        In der Union gibt es ein (sehr einflussreiches) Netzwerk ultrakonservativer bis sehr rechter Personen, die die Nähe zu Trump, Orban, deren Finanziers, „Denkfabriken“ und Strategen nicht nur suchen, sondern auch regelmäßig pflegen.
        (Mehr dazu auch in vorherigen Artikeln zu dem Thema am Ende des verlinkten Correctiv-Beitrags)

        https://correctiv.org/aktuelles/international/2025/09/09/konferenz-in-berlin-tueren-oeffnen-fuer-trump-fans/

        Hier geht es um einen Richtungsstreit – für die Zukunft – innerhalb der Unionsparteien, der uns als Deutsche und angesichts unserer Geschichte in keinster Weise egal sein darf.

        Zudem sind die wahren Strippenzieher aus den USA dahinter u.a. BigTech & Fossilindustrie, die noch ganz andere Absichten haben – was wir gerade auch beim unfassbaren Roll-Back bei Klimaschutz, Menschenrechten, Gleichberechtigung u.v.m. in D & EU sehen können und der massiven Einmischung von Trump, Vance, Musk u.ä. in die Politik & Gesellschaften der EU.
        Twitter, Facebook & Co sind Desinformations-, Destabilisierungs- & Propagandainstrumente der übelsten Sorte geworden…

        Die Ausrede „das ist Bundespolitik“, nur weil ein:e Kandidat:in hier im Kreis das eh sichere MdB-Mandat gewonnen hat, lasse ich – völlig unabhängig von klangvollem Namen oder Geschlecht, Alter usw. – nicht gelten & durchgehen!
        Gerade bei CaBo waren die Verbindungen (u.a. zu „The Republic“ & Petschner-Multari) sowie auch einige sehr konservativ-religiöse Ansichten lange im Vorfeld jedem bekannt, der diese rechts-Verschiebung bei der Union halbwegs verfolgt & beobachtet.

        Es ist die Basis, die sich ihre Führung wählt und programmatische Entwicklungen (wie aktuell auch die völlige Missachtung von geltenden Gesetzen & Rechtsprechung bzgl. Migration, Asyl, Grenzkontrollen & Co) mitträgt.
        Dass es eines Karl-Josef Laumann bedarf, der mal auf den Tisch haut und (lt. Pressemeldungen) mit Parteiaustritt (!!!) droht, sollten Spahn, Linnemann, Merz & Co diesen Kurs hin zu einer TeaParty / Trump Republikanern weiter fortführen, spricht Bände!

  17. Zu den vielfältigen Kommentaren empfehle ich sehr, sich die m.E. sachliche und neutrale Kommentierung von Ulrich Reitz auf FOCUS online am Samstag, 13.09.2025, 13:36 Uhr anzuhören. Hoffentlich hilft es für eine sachliche Beurteilung von Charlie Kirk und damit vielleicht auch des Kommentars von Caroline Bosbach:
    Kirk ein Rassist und Hassredner? Das ist nicht Journalismus, sondern blanke Propaganda
    https://www.focus.de/politik/meinung/charlie-kirk-ein-rassist-das-ist-nicht-journalismus-sondern-blanke-propaganda_4a36817b-4e73-45d0-9d2a-fa14c998a1b1.html

    1. Ein „Chefkorrespondent“, der seine faktenverdrehende Verherrlichung von Kirk mit einem Satz wie „… links-woken Kriterien für die Vergabe von Jobs und die ganze Quotenhuberei“ begründet – bei Locus Online, die sich schon vor Jahren von jeder Form von echtem Journalismus verabschiedet haben. Genau mein Humor!

      Zu ihrem Kommentar empfehle ich die „Altpapier“-Kolumne vom mdr – der übrigens weit weg davon ist, als „linksgrünversifft“ zu gelten.
      https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-4334.html

      „Fun-Fact“ (sofern Sie mir diesen feststehenden Begriff bei solch einer scheusslichen Tat verzeihen) ist allerdings, dass sich derzeit die Hinweise verdichten, dass Kirk tatsächlich Opfer eines „Groypers“ um den nochmals deutlich rechtsextremeren Nick Fuentes geworden sein könnte.
      Dieser Gruppierung der US-Rechtsextremisten war er tatsächlich noch zu harmlos und (einzig aus deren Perspektive!) in einigen Punkten zu „links“.
      https://www.nytimes.com/2025/09/09/us/politics/nick-fuentes-trump.html?unlocked_article_code=1.lk8.ZObW.w-fQpKbsR-nt&smid=nytcore-ios-share&referringSource=articleShare

      Laura Loomer, ebenfalls rechtsextreme Influencerin & Giftspritze auf Shitter (aka X), verherrlicht & betrauert Kirk nun auch als „Märtyrer“ (weil es Klicks & Reichweite bringt).
      Ihren Tweet vom 13. Juli diesen Jahres, in dem sie schrieb: „Lately, Charlie [Kirk] has decided to behave like a charlatan, claiming to be pro-Trump one day while he stabs Trump in the back the next.“ und Kirk damit als „Feind“ von Maga / Trump markierte, hat sie mittlerweile natürlich gelöscht. Opportunismus gehört zu den Kernkompetenzen in dieser Szene…

      Es ist bzw. wäre nicht das erste Mal, dass die „rechte Revolution“ ihre eigenen Kinder frisst – auch wenn all das nix mit dem Thema hier bzw. dem Post von Bosbach zu tun hat.
      Nichts desto trotz war er ein rechtsextremer Influencer & Podcaster (und diese Einschätzung werden Sie in nahezu allen vertrauenswürdigen & journalistisch arbeitenden Medien finden, auch & besonders aus/in den USA), der aus Hass & Hetze ein sehr einträgliches Geschäftsmodell gemacht hat – nicht mehr, nicht weniger.

      Warum CaBo oder auch Linnemann seinen Tod überhaupt hier in Deutschland kommentieren, was sie zuvor weder bei den (von MAGA-Anhängern!) verübten Morden an demokratischen Politikern (Mandatsträger! – zuletzt Hortman) in den USA, den rechten Anschlägen auf die Mitarbeiter des NHS/CDC (u.a. von RFK Jr. als „Feinde“ markiert), noch dem am Tag des Kirk-Attentats verübten Schulmassaker (durch einen bekennenden Neo-Nazi) in Denver gemacht haben, bleibt dennoch die entscheidende Frage!?
      All das war echte politisch-motivierte Gewalt!

      Kirk scheint ihnen also „wichtiger“ gewesen zu sein als die zuvor ermordeten Politiker:innen – und auch das spricht Bände, angesichts des Netzwerks in der Union, welches eine sehr enge Verbindung zu MAGA, Heritage Foundation u.ä in den USA pflegt.
      Etwas, wenn ich mich nicht irre, wofür ein ebenfalls hier in GL (jetzt ehemals) tätiger Lokal- bzw Nachwuchspolitiker der CDU / JU GL / Rhein-Berg seinen Hut nehmen musste…

      1. Ich nehme an, Sie erkennen die Ironie?!
        Schon schön wenn man sich verteidigen kann, oder ein Kontext geboten wird, oder?

    2. Sorry für den doppelten Post. Die Antwort auf Harro Bunke ergibt sich aus Auszügen der Zitate Kirks mit Quellen – eine längere Liste findet sich hier: https://www.gruene-bergischgladbach.de/allgemein/wofuer-steht-die-cdu-klaerungsbedarf-nach-aeusserungen-von-caroline-bosbach-zu-charlie-kirk/

      Möge sich jeder:r eine eigene Meinung bilden:

      „The answer is yes. The baby would be delivered.“ – Kirk wurde gefragt, wie er reagieren würde, wenn seine eigene 10-jährige Tochter nach einer Vergewaltigung schwanger wäre. Kirk nannte das Szenario zwar „grausam“, stellte dann aber klar, dass er dennoch auf die Austragung und Geburt des Kindes bestehen würde. Quelle: Jubilee (YouTube)

      „Black women do not have the brain processing power to otherwise be taken really seriously. You had to go steal a white person’s slot to go be taken somewhat seriously.“ – Diese stark rassistische Aussage schloss sich unmittelbar an Kirks “affirmative action”-These an. Er behauptete in seiner Radioshow, schwarze Frauen verfügten nicht über die geistigen Fähigkeiten, um ohne Bevorzugung Erfolg zu haben, und hätten deswegen einem Weißen den Platz „stehlen“ müssen. Quelle: The Charlie Kirk Show (via X/Twitter)

      „Thou shall lay with another man, shall be stoned to death. Just saying… The chapter… affirms God’s perfect law when it comes to sexual matter.“ – Im Juni 2023 (Pride Month) versuchte Kirk in seiner Show, Homosexualität durch einen Bibelvers zu verurteilen. Er zitierte dabei das Alte Testament jedoch falsch (eine Mischung aus Stellen in Levitikus), indem er sagte, wer mit einem Gleichgeschlechtlichen beischlafe, solle gesteinigt werden. Er behauptete, dies spiegele „Gottes perfektes Gesetz“ zur Sexualmoral wider. Quelle: The Charlie Kirk Show

  18. @ Peter Strelow:

    Frau Bosbach hat sich kurz nach dem Attentat mit einem anscheinend kompetenten Beitrag auf Instagram zu Wort gemeldet und über den angeblich großartigen Verteidiger der Meinungsfreiheit geäußert. Der merkwürdige Text liegt ja vor.

    Möglicherweise war ihr Beitrag vorschnell, auf jeden Fall aber oberflächlich, nicht gut recherchiert und sehr tendenziös.

    Warum Kommentare zu Frau Bosbachs Instagram-Beitrag? Merz hat sich nicht in dieser Form geäußert. Doch Frau Bosbach ist die Abgeordnete dieses Wahlkreises. Sie vertritt die Bürgerinnen und Bürger dieser Region im Parlament.

  19. Warum hält sich die Frau Bosbach nicht einfach Mal für ein paar Tage zurück? Wenn sie aktiv wird, schadet sie ihrer Partei. Nach der Wahl vergessen die meisten Wähler doch sowieso das Politikgefasel vor der Wahl.

  20. Die Reaktionen auf das Attentat auf Charlie Kirk sind mal wieder bezeichnend und zeigen eine gefährliche Entwicklung in unserem Land auf. Während bei jeder Gelegenheit vor “Hass und Hetze von rechts” gewarnt wird, herrscht bei einem gezielten, politisch motivierten Anschlag auf einen Konservativen betretenes Schweigen, oder es wird versucht, die Tat durch Kirks kontroverse Positionen zu relativieren.
    Genau hier zeigt sich dasselbe verlogene Muster wie bei den Anschlägen auf unsere Infrastruktur. Bei Angriffen auf Bahnstrecken oder Strommasten wird von denselben Kreisen die Gewalt verharmlost oder klammheimlich nach “höheren Motiven” für die Täter gesucht. Es offenbart sich das wahre Gesicht: Gewalt wird dann stillschweigend gebilligt oder sogar als legitimes Mittel angesehen, wenn sie die “richtigen” trifft oder der “richtigen” Sache dient. Das ist eine brandgefährliche Entwicklung, und ich fürchte, wir stehen da erst am Anfang.
    Und natürlich dauert es keine fünf Minuten, bis die üblichen Durchhalteparolen kommen: “Vorsicht, so eine Debatte treibt die Wähler nur in die Arme der AfD!”… bla bla. Als wäre die berechtigte Empörung über diese Doppelmoral das Problem und nicht die Gewalt selbst oder die selektive Verurteilung davon.
    Machen wir uns nichts vor: In die Arme der AfD hat die Wähler eine jahrelange linksgrüne Politik getrieben, die die Sorgen und die Lebensrealität eines Großteils der Bevölkerung komplett ignoriert hat. Und die SPD tut aktuell ihr Möglichstes, dieses Erbe nahtlos fortzuführen. Die Ursache für den politischen Rechtsruck liegt in dieser Politik, nicht in der Kritik an der Heuchelei, die wir jetzt wieder erleben. Wer das nicht erkennt, will es nicht erkennen.

    1. Man relativiert den Mord nicht, indem man sagt, dass Kirk rechtsextrem war. Wie du schon richtig sagst, politische Gewalt ist schlecht.

      Tatsächlich will ich aber auch nicht diese Debatte führen, ich will sie nur einmal darauf aufmerksam machen, dass es Carolina Bosbach und jetzt Sie sind, die dem “Vorsicht, so eine Debatte treibt die Wähler in die Arme der AfD!” tatsächlich bewahrheiten, indem Sie den Mord für sich und die Verbreitung ihrer talking points “die politische Linke ist gefährlich” nutzen und so die Rechtsextremen Inhalte von Kirk, Trump und AfD rechtfertigen.

      Und ich will SIe noch etwas fragen: Was meinen sie bitte mit der “jahrelangen linksgrünen Politik”? Wenn ich mich recht entsinne gab es zu Beginn des Jahrtausends eine rot grüne Koalition, die alles andere als linke Politik gemacht hat. Danach kamen 16 Jahre CDU, danach eine Ampel mit FDP! in der Koalition, die jede linke und grüne Politik verhindert hat.

      Vielmehr ist es eine jahrelange neoliberale Politik, die Leute nach rechts treibt.

      Außerdem schweigt ja wohl die CDU rechtsextreme Gewalt still, ich will nur mal an das, was Alexander Dobrind abgezogen hat erinnern.

      Wer also gegen Gewalt ist, der sollte bitte nicht blind auf dem rechten Auge sein.

      1. Es gibt die AfD ja überhaupt erst seit 2013. in den Bundestag hat sie erst 2017 geschafft. Die Ära nach 2015 würde ich jetzt mal als die linksgrüne Zeit bezeichnen. Merkel wollte die CDU in diese Richtung führen.

    2. Vielen Dank für Ihren Beitrag – auch kritische Stimmen gehören zur demokratischen Debatte. Dennoch möchte ich einige Punkte richtigstellen:
      1. Gewaltverurteilung steht an erster Stelle.
      Unsere Pressemitteilung beginnt mit einer klaren Aussage:
      „Gewalt darf niemals ein Mittel der Auseinandersetzung sein. Der Mord an Charlie Kirk […] ist auf das Schärfste zu verurteilen.“
      Es geht uns nicht um Relativierung, sondern um eine differenzierte Auseinandersetzung mit den politischen Aussagen einer öffentlichen Person.
      2. Kritik an Kirk ist keine Rechtfertigung für Gewalt.
      Charlie Kirk als „konservativ“ zu bezeichnen, verharmlost diesen und normalisiert Rassismus, Sexismus, Homo- und Transphobie. Er hat wiederholt extremistische Positionen in diesen Spektren vertreten, z. B.:
      „Black women do not have the brain processing power to otherwise be taken really seriously.“
      „Submit to your husband, Taylor. You’re not in charge.“
      „Democrat women want to die alone without children.“
      Diese Zitate sind dokumentiert und öffentlich einsehbar. Wer solche Aussagen ignoriert, kleinredet oder verharmlost, muss sich Kritik gefallen lassen – das ist demokratische Verantwortung, keine Doppelmoral.
      3. Keine Billigung von Gewalt gegen Infrastruktur.
      Auch Angriffe auf Bahnstrecken oder Strommasten lehnen wir klar ab. Es gibt keine „klammheimliche Billigung“, sondern differenzierte Analysen zu Ursachen und Motiven – das ist Teil einer verantwortungsvollen politischen Debatte.
      4. Der politische Rechtsruck hat komplexe Ursachen.
      Die Grünen setzen sich für soziale Gerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum, bessere Mobilität und Klimaschutz ein – Themen, die viele Menschen direkt betreffen. Die AfD profitiert nicht von Kritik an Gewalt, sondern unter anderem von gezielter Desinformation und dem Spiel mit Ängsten.
      Fazit:
      Wir verurteilen Gewalt – immer. Wir stehen für eine offene, faire und faktenbasierte Debatte. Und wir erwarten von allen demokratischen Parteien, dass sie sich klar von extremistischen Positionen distanzieren.
      In diesem Fall explizit von dem Ortsverband der, als deren Listenkandidatin Frau Bosbach morgen zur Wahl steht. Wer das als „Heuchelei“ bezeichnet, verkennt den Unterschied zwischen Kritik und Relativierung.

      1. „Heute mal wieder mit Hundepfeife unterwegs. Hoffentlich hat #Merz auch die Kotbeutel für die ganzen Hinterlassenschaften auf seinem Weg eingepackt. #Sozialtourismus“
        Jan Lobermann 27.09.2022 Twitter

      2. Dass der Aufstieg der Rechten linker Politik geschuldet ist, ist ein Märchen, dass von Rechts gerne gebracht wird. Wen das Thema wirklich interessiert, kann sich gerne einmal wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen Wie es z. B. die Hans Böckler Stiftung getan hat:
        https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-auf-einen-blick-rechtspopulismus-in-deutschland-37867.htm

        In meinen Worten die Kurzversion: Die Menschen haben Angst vor Jobverlust, sozialem Abstieg, Veränderungen durch externe Einflüsse (globale Krisen, die sie nicht beeinflussen können). Lösungen sind nicht einfach, im Gegenteil.

        Das Einfachste ist dann, einfache Lösungen zu versprechen und Schuldige zu suchen. Etwas, was die Blauen und die CxU während des Wahlkampfs in Perfektion gemacht haben. Migranten (ich gendere jetzt mal aus Rücksicht auf die rechten Leser nicht), Bügergeldempfänger und natürlich die GRÜNEN – sie sind Schuld, ganz klar.

        Das Problem der CxU ist: Merz hat Dinge versprochen, die er niemals halten konnte! Weil sie rechtlich nicht gehen, weil sie der Komplexität nicht gerecht werden oder weil 100% klar war, dass er nicht alleine regieren kann. Und damit seine menschenverachtende Politik nicht umsetzen kann.

        Er hat dann auch gleich am ersten Tag der Wahl fast alles anders gemacht als versprochen. Bis auf die Grenzkontrollen. Und jetzt sind die Wähler, die ihn für unhaltbare Versprechen gewählt haben, enttäuscht. Und wenden sich den Blauen zu. Seit dem Bundestagswahlkampf hat die Zustimmung zu den Blauen rasant zugenommen.
        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1227103/umfrage/ergebnisse-der-sonntagsfrage-lange-zeitreihe/

        Warum? Weil die CxU deren Wording übernommen und ihnen damit vermeintlich Recht gegeben hat.

        Linke und Grüne spielen gerade in der Politik gerade fast keine Rolle, außer zur nützlichen Mehrheitsbeschaffung zur Aufweichung der Schuldenbremse, was die CxU als Oppositionspartei drei Jahre lang verhindert hat. Jetzt immer noch den Grünen die Schuld für das Erstarken der Rechten zu geben, ist schon großes Verdrängungskino.

    3. @BJÖRN
      Ja, die Angriffe auf die Strommasten und Bahnstrecken, wer auch immer das gewesen ist, gehört verurteilt und die sind gewiss keine Freunde.

      Aber Putin, der mit seiner Schattenflotte ständig unsere Kabel / Infrastruktur in der Ostsee zerstört, DER ist euer Freund nicht wahr.

      So viel schon mal zur bla bla Doppelmoral der AfD .

      Schalte bitte mal dein Gehirn auf EIN!

      Und glaube mir, bei der AfD wirst Du auch keine richtigen Freunde finden. Die wollen nur “Gleichgesinnte”.

      1. Zu beiden Anschlägen gab es linke Bekennerschreiben, die Tagesschau lässt das weg, die Regionalsender haben dies jeweils von Anfang an berichtet.

        Weder bin ich pro Putin noch pro AfD.
        Meine Ausführung sollte darlegen warum m.E. die AfD so stark ist und keine Wahlempfehlung sein.

      2. Sollte darlegen? Und doch hat sie sich in Spekulation, Schaumschlägerei und Nebelkerzenwerfen erschöpft.

    4. Naja, “verlogene Muster” können wir ja auch bei den Rechten feststellen, nicht wahr? Um die politisch motivierten Ermordung eines demokratischen Politikers und seiner Frau haben die Republikaner nicht so ein Aufhebens gemacht.
      https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/minnesota-angriff-demokratin-100.html

      Und zur Verharmlosung linker Gewalt hilft auch mal wieder ein Blick in die Statistik ;-) Der schwarze Balken stellt die Straftaten von rechts dar, ich sage es nur mal eben zur Sicherheit: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/

  21. Was macht ihr euch hier alle über die Bosbach her?
    Kümmert euch lieber um euren Bundeskanzler, der Aussagen tätigt, die haarsträubend sind!!

  22. Findet sich hier noch jemand von Caroline Bosbach & der CDU für blöd verkauft:
    – erst nimmt sie Geld an, auf einem Weg der doch nach Vertuschung schreit
    – dann überweist sie exakt den selben Betrag zurück, damit der CDU kein Schaden entsteht
    – dann soll ihr das Geld aber trotzdem zustehen- Wahlkampfauslagen
    – ach Stimmenkauf gab es auch noch- ach nee der Chatverlauf war ja gefälscht
    Oh Fehler gemacht: Dann nenn ich das mal schnell Schmutzkampagne und bedanke mich bei den ehrenamtlichen Helfern. Also, bei denjenigen die wahrscheinlich gerade nichts über Caroline Bosbach berichten, weil sie sonst negatives zu befürchten haben…
    Dann sagt sie sie zieht sich zurück, für den Wahlkampf- 2 Wochen später alles vergessen… tatata da ist sie wieder überall zu sehen.

    Zweiter Akt:
    – ein Post über Kirk – mit klaren und überzeugten Worten geschrieben
    – es folgte zu Recht Kritik
    Oh wieder ein Fehler gemacht: Dann nennen wir es schnell Missverstanden.

    Respekt Frau Bosbach…. Sie haben die Bürger und Ihre Partei vor Ihrer Wahl getäuscht und zeigen jetzt Ihr wahres Gesicht bzw. Ihre wahre Intelligenz und auch Ihre Überheblichkeit, uns alle noch immer für Dumm verkaufen zu wollen.

    Ich wünsche mir für die CDU und uns Bürger ihren Rücktritt und Demut von Ihnen. Alles andere sagt mir persönlich das wir Ihnen nicht im geringsten am Herzen liegen.

    Meine Stimme geht bei dieser Wahl zu nicht an die CDU und das bleibt solange, bis Ihr endlich begreift das wir nicht für dumm verkauft werden wollen. Bedanken könnt Ihr Euch dafür u.a. bei Eurer Caroline.

  23. “Witwe von Charlie Kirk kündigt Fortführung seiner Bewegung an
    Nach dem Attentat auf den ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk in den USA spricht seine Witwe erstmals öffentlich. Erika Kirk will die Arbeit ihres Mannes fortsetzen.”

    Caroline Bosbach gefällt das.
    (Achtung: Vermutung meinerseits – kein Fakt)

    1. Sie sollte sich schon mal überlegen, was sie nach der nächsten Bundestagswahl macht. Sie hat, so hoffe ich noch ein anderes berufliches Standbein.

  24. Und die IGL nennt den Rassisten ” AKTIVIST” … Ihr werdet immer peinlicher und nicht tragbar.

    1. @ Turgut Altunsuyu: Was schreiben Sie denn da für wirres Zeug? Wo soll denn die Redaktion das geschrieben haben? Wissen Sie, was Zitate sind? LG

      1. Steht in der Einleitung und im dritten Satz des Texts – und nein, es sind keine Zitate. Sicher gibt es auch rechtsextreme/ faschistische “Aktivisten”, nicht nur pro-demokratische. Es ist ein schwammiger Begriff, mit dem viel Schindluder getrieben wird – aber was wäre eine bessere Bezeichnung? “Influencer”, “Demagoge”, “Hetzer”?

    2. Und wo war er Rassist?
      Na, wohl noch jemand, der sich heimlich freut, dass ein Mann vor den Augen seiner Frau und Kinder für seine Ansichten ermordet wurde?

      1. Das ist aber wirklich schwer zu übersehen. Wer u.a. den „Civil Rights Act“ von 1964 einen „riesigen Fehler“ nennt, darf sich wohl dazu rechnen. Kein Wunder, dass der Mann von „Nius“, „Tichys Einblick“ oder der „Jungen Freiheit“ enthusiastisch gefeiert wird.

        Und dass Sie dem Vorposter eine heimliche Freude an dem Mord andichten, ist ziemlich schäbig und intellektuell unredlich (wenn Sie letzteres kümmert).

  25. Ich weiß nicht, ob der CDU bewusst ist, dass sie damit die AFD stärkt. Die Übernahme von extremen Positionen spielt der AFD in die Karten, nicht der CDU. Ich wünschte Charles Kirk nicht den Tod. Aber jemanden als Vorbild zu nennen, der Abtreibungen mit dem Holocaust (https://m.economictimes.com/news/international/global-trends/us-news-abortion-worse-than-holocaust-charlie-kirks-controversial-views-re-surface-daughter-rape-baby-delivered-after-trump-ally-assassinated/articleshow/123831808.cms?hl=de-DE) vergleicht, wird nur von der extremen Seite der Politik positiv bewertet.

  26. „… westliche Werte und … Christ“: Mit einer großen Lobeshymne äußert sich Frau Bosbach nach dem schrecklichen Attentat auf das rechtsextremistische Opfer. Kirk war ein Mann, der die Kompetenz von schwarzen Piloten und die Intelligenz schwarzer Frauen öffentlich und lautstark herabsetzt. Ein Mann, der die jungen Menschen aufgehetzt hat. Alles nachzulesen, anzuhören, alles für politische Menschen einfach zu recherchieren. Aber Frau Bosbach fühlt sich missverstanden.

    Muss ich jetzt annehmen, dass diese offensichtlich überforderte Bundestagsabgeordnete nichts von alledem wusste (wieso schreibt sie dann solch einen Unsinn – als freie Erfindung?) oder teilt sie letztendlich die Ansichten des Opfers? Und diese Frau vertritt Bergisch Gladbach noch die nächsten Jahre in unserem Parlament. Furchtbar.

    Kein Wunder, dass weder Wüst noch ihr Vorgänger mit ihr zusammen auf einem Foto erscheinen wollten. Wo bleibt die klare Aussage von Herrn Felsch, wo die von dem Bewerber für das Landratsamt, wo die Stellungnahme der örtlichen CDU?

    1. Richtig. Ich hätte mich eine klare Distanzierung seitens der CDU gewünscht. Es sei denn, Frau Bosbach vertritt die Parteilinie. Dann habe ich Angst.

    1. Bezogen auf die Bundestagsrede oder den Social-Media-Post?
      Wichtiger ist für mich eher die Frage, ob die Wählerinnen und Wähler wissen, wen sie wählen.

      1. Beides, aus unterschiedlichen Gründen.

        Und was die Wähler betrifft: Die einen wissen genau, wen sie da wählen. Den anderen genügen Familienname und Parteizugehörigkeit.

  27. C. Bosbach ist den an sich selbst gestellten Ansprüchen gescheitert. Sie “zeichnet” sich durch absolute Inkompetenz aus.

  28. Es war zu erwarten, das linke und grüne Meinungsspektrum sieht in CK einen Rechtsextremisten, dessen Ermordung man besser mal verurteilt, aber teilweise insgeheim sicherlich mit Freuden sieht.
    Nicht alle, das ist klar, aber die politischen Ränder ticken doch gleich.

    Und dann mal wieder die CDU. In bester Merz-Manier wird eine Aussage getätigt und dann beim ersten Gegenwind aus der gegnerischen Blase der Schwanz eingezogen und schnell übers Stöckchen gesprungen.

    Ja, CL war kontrovers und mit seinem christlich religiösem Kram absolut nicht mein Fall, aber die Diskussionen waren sehenswert. Endlich haben beide Seiten diskutiert, argumentiert und diese Diskussion auch unter das junge Voll gebracht.
    Wann hatten wir das das letzte Mal hier in Deutschland. Da gibt es nur einen Shitstorm nach dem anderen, aber debattiert wird schon lange nicht mehr.

    Wenn selbst ein Mitglied des Geschichtsvereins hier bei Facebook einfach nur „rääächts“ kommentiert, fragt man sich auch, wie hier das Niveau in kritische, harte, aber faire Debatten zurückkommen soll.

  29. Es gibt halt eine enorme Bandbreite an Reaktionen auf einen höchstwahrscheinlich politisch motivierten Mord. Es lässt sicherlich nichts Gutes erahnen, wenn man sieht, dass aus dem Hass, den Kirk gesäht hat, tatsächlich so etwas enstehen konnte. Aber um ehrlich zu sein, wirklich überrascht davon bin ich nicht.

    Man kann und sollte also gleichzeitig gegen politischen Mord und Rechtsextremismus sein und das eine nicht durch das andere Legitimieren. Das ist sicherlich ein Drahtseilakt, wenn es um einen ermordeten Rechtsextremisten geht.

    Und jetzt will ich einmal etwas anderes in den Raum werfen: Man gehe einmal davon aus, dass eine Person, die die RAF und das SED Regime verteidigt und auch eine solch große Reichweite bekäme, erschossen würde, wäre dann der Mord eine richtige Sache? Nein, ganz sicher nicht, genauso wenig ist es aber richtig die RAF zu verteidigen.

    Und liebe Frau Bosbach, Meinungsfreiheit ist doch nichts geringeres, als die Meinung der anderen Sie zu kritisieren, oder nicht? Und wenn man nunmal ja und amen zu Faschisten sagt, dann muss man mit Kritik ja wohl rechnen, schließlich ist Faschismus das, was die Meinungsfreiheit am meisten bedroht, denn er widerspricht der Maxime “Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden” fundamental.

    Vielleicht haben es Leute schon erkannt, zum Schluss möchte ich euch “Rosen auf den Weg gestreut” von Kurt Tucholski mal empfehlen.

  30. Dieses Attentat zum Anlass für eine Kritik an der hiesigen Medienlandschaft zu nehmen ist meiner Meinung nach verfehlt. Die hiesige Medienlandschaft hat meiner Meinung nach bei der Berichterstattung über dieses Attentat nicht zu kurz gegriffen, da man etliche seriöse Medien darin auffinden kann.

    Ich danke dem Bürgerportal sehr für den Hinweis auf die erste Rede im Bundestag. Ich persönlich fand die Rede nicht sehr mitreißend und habe eine meiner Meinung nach ungewöhnliche Häufung des Wortes “ich” bemerkt.
    Sehr freundlich fand ich allerdings das Dankeschön von Frau Bosbach an die ehrenamtlichen Helfer, die kein Geld für ihre Arbeit angenommen haben.
    Als Randnotiz stelle ich fest, dass offenbar Schwarz-Rot-Gold Anstecker wohl mit der nun von der Bundestagspräsidenten strenger ausgelegten Kleiderordnung im Sitzungssaal noch erlaubt sind. Dann wird wohl auch Herr Chrupalla von der AfD den Schwarz-Rot-Gold Anstecker weiter tragen dürfen. Diesen habe ich als eine Art Markenzeichen von Herrn Chrupalla wahrgenommen.

    1. “Sehr freundlich fand ich allerdings das Dankeschön von Frau Bosbach an die ehrenamtlichen Helfer, die kein Geld für ihre Arbeit angenommen haben”

      Dieses (vorgegaukelte?) “Dankeschön” passt aber nicht zu einer rechtsradikalen Einstellung.
      Die Helfer der sogenannten “Volksfeinde” oder “Staatsfeinde” müssen in Wahrheit fürchten – wie es die Nationalsozialisten schließlich vorgemacht haben – ebenso radikal kriminalisiert und verfolgt zu werden wie diejenigen, die “entfernt” werden sollen.

      1. Korrekt Ulla, zu anderen Aussagen passt dieses “Dankeschön” nicht. Trotzdem sollte man es erwähnen. Schlecht wäre es doch, wenn Ehrenamtler für ihre vermeintlich ehrenamtlichen Leistungen eine Rechnung schreiben würden *zwinkersmiley*.

      2. Kleine Ergänzung:
        Wie man zur Zeit in USA beobachten kann, werden Demokraten und Liberale in übelster Weise kriminalisiert (alles linke Bazillen!) und gegen die jetzt alle Geschütze gerichtet werden (verbal, polizeiliche und militärische Bedrohung/Gewalt).
        Und nur die Wenigsten bis keine Mitglieder seiner Regierung trauen sich noch, sich gegen die eingeschlagene Richtung des Präsidenten zu positionieren, aus Angst, selbst an den Pranger gestellt zu werden.

        Und “on the top” hat der Präsident auch noch alle die (von ihm hochgelobten) Gewalttätigen, die bei ihrem “Sturm auf das Kapitol” bereits gezeigt haben. dass sie vor – bisher nicht gekannter – Gewalt (mit Toten) nicht zurückschrecken, begnadigt und die laufen jetzt alle wieder frei herum!

  31. Charly Kirk war im übrigen, neben allem, was die Grünen richtigerweise benennen, auch Antisemit. Aber Antisemitismus erkennt bei der CDU traditionellerweise immer nur bei anderen, nie in der eigenen Bubble. Mit ihrem Statement hat sich Frau Bosbach außerdem inhaltlich überhaupt nicht distanziert. Wir müssen also mit Rechtsextremisten, Sexisten, Rassisten und Antisemiten diskutieren, meint Frau Bosbach. Solche Leute seien “Kämpfer für westliche Werte”. Nunja, Frau Bosbach sollte ihre eigenen Werte nicht als “westlich” missverstehen.

    1. Antisemit? Wo haben Sie denn den Quatsch her?
      Er hat sich stets für Israel und Juden eingesetzt.

      Und warum lässt das Bürgerportal solche Kommentare durchgehen?

      1. Er fiel immer wieder mit antisemitischen Aussagen auf. Er verteidigte z.B. die «Replacement Theory», nach der jüdische Eliten weiße Amerikaner durch nichtweiße Migranten zu ersetzen versuchen. Die «philosophischen Wurzeln der anti-weißen Bewegung» seien «in diesem Land größtenteils von jüdischen Spendern finanziert». Juden kontrollierten «nicht nur die Universitäten, sondern auch die Stiftungen, die Filme, Hollywood, alles».

      2. Mmmmh? Was denn nun?
        “Israel Ministry of Foreign Affairs:
        Charlie Kirk was a steadfast friend of Israel and a true ally of the Jewish people.
        He stood proudly for the Judeo-Christian values that bind Israel and America.
        Charlie’s fearless commitment to truth and freedom cost him his life.
        Violence may have taken him, but it cannot silence his legacy.
        May his memory be a blessing.”

      3. Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich – aber genau dieser Widerspruch ist typisch für Teile der heutigen Rechten, gerade in den USA. Man spricht hier oft von einem „Philosemitismus bei gleichzeitiger Nutzung antisemitischer Codes“. Bsp.: Unterscheidung zwischen „Juden in den USA“ und „Israel“.

      4. “Er hat sich stets für Israel und Juden eingesetzt.”
        Aber eben nur dann, wenn er seinen Hass gegen Palästinenser oder Muslime freien Lauf gelassen hat. So macht es die AfD ja auch!

        ” der 31-Jährige fiel auch immer wieder mit antisemitischen Aussagen auf. Er verteidigte die «Replacement Theory», eine Verschwörungstheorie, nach der jüdische Eliten weisse Amerikaner durch nichtweisse Migranten zu ersetzen versuchen. Die «philosophischen Wurzeln der anti-weissen Bewegung» seien «in diesem Land grösstenteils von jüdischen Spendern finanziert». Juden kontrollierten «nicht nur die Universitäten, sondern auch die Stiftungen, die Filme, Hollywood, alles».”

        https://www.watson.ch/international/rassismus/476023126-was-charlie-kirk-ueber-waffen-frauen-und-schwarze-dachte

    2. Vielen Dank für die gute Vertretung, Ulla und Ullrich Eschbach. Für die „ethnopluralistische“ Rechte ist es kein Widerspruch, gleichzeitig antisemitisch als auch Pro-Israelisch zu sein. Die Rechte in Israel sieht dagegen auch gerne mal über den Antisemitismus ihrer vermeindlichen Verbündeten hinweg, siehe z.B. bei Viktor Orban oder halt auch Trump selbst.

  32. Ach du meine Güte… mir fehlen echt die Worte. Diese Politikerin ist Ihres Amtes unwürdig! #Rücktritt

  33. Interessant. Sie löscht den Beitrag, in dem sie politisch ein schlimmes Attentat für sich ausnutzen möchte und kann dann aber offenbar nicht mit der Kritik daran umgehen (“Kommentare gingen am Thema vorbei”).
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass sie öffentlich rumheult und sagt, wir hätten in Deutschland keine Meinungsfreiheit. :)

  34. Mir stellt sich die Frage ob Frau Bosbach ihre Entscheidung ” Politikerin” zu werden besser mal überdenken sollte.
    Vielleicht ist sie aber einfach nur in der falschen Partei.

    1. Vielleicht ist sie wirklich in der falschen Partei. Wenn man so etwas als Mandatsträger bemerkt, kann man ja im Prinzip wechseln und sein Mandat behalten.

      1. Wohl nur bei eigenem Verzicht oder glauben Sie, dass die CDU hier im Kreis eine/n andere/n Kandidatin/-en gegen eine zuvor mit guten Werten gewählte MdB wählt? Dass die Bevölkerung bei der nächsten Bundestagswahl mehrheitlich (vergesslich) eine andere Partei als die CDU wählt? In der Hoffnung, dass bis dahin nicht auch hier bei uns mehrheitlich blau gewählt wird …