Der Jahresbericht des Vereins Frauen stärken Frauen e. V. dokumentiert vielfältige Aktivitäten in der Unterstützung von Frauen und Mädchen. Gewalt gegen Frauen bleibt demnach ein großes Problem.  

Wir veröffentlichen einen Bericht des Frauen stärken Frauen e.V.

Das Vorwort des Berichts des Vereins Frauen stärken Frauen weist besonders darauf hin, dass das Gewalthilfegesetz im Februar 2025 verabschiedet worden ist. Mit dem Gesetz wächst die Chance aller von Gewalt betroffener Frauen auf Schutz und Beratung, Unterstützung und Stärkung für ein gewaltfreies Leben.

Allerdings kritisierte der Verein den langen Zeitplan der Umsetzung des Gesetzes, da die Zahl der Gewaltvorfälle weiterhin steigt und betroffene Frauen erst ab 2032 einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung haben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt werden Maßnahmen, die dem Schutz der betroffenen Frauen dienen, nur schrittweise von 2026 bis 2029 in Kraft gesetzt. 

Hinweis der Redaktion: Wir dokumentieren den vollständigen Bericht weiter unten

Der Verein feierte am 8. März 2025 sein 40-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Engel am Dom in Bergisch Gladbach mit einer Vielzahl von Vertreter: innen aus Politik und Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach und des Rheinisch-Bergischen Kreis, sowie ehemaligen Vorstandsfrauen, langjährigen Unterstützer: innen und Mitgliedsfrauen. 

Hierüber gab es eine ausführliche Berichterstattung in der örtlichen Presse, die auch darüber berichtete, dass die WUPSI den Verein durch eine Werbung mit dem Logo des Vereins auf der Rückseite eines Busses unterstützte. 

Wie jedes Jahr ist die Arbeit des Vereins und seiner Einrichtungen durch großzügige Spenden unterstützt worden. 

Die Allgemeine Frauenberatungsstelle bot als Interventionsstelle nach häuslicher Gewalt proaktive Beratung für betroffene Frauen an. Was ist darunter zu verstehen? Die Polizei, die den Täter nach dem Gewaltschutzgesetz für zehn Tage der Wohnung verweisen kann, meldete die Frauen an die Frauenberatungsstelle – mit deren Zustimmung – so dass aktiv auf die betroffenen Frauen zugegangen werden konnte. Im Jahr 2025 gab es 89 solcher Meldungen. 

Insgesamt wurden 789 Beratungsgespräche mit 422 Frauen geführt, die meist zur Altersgruppe der 26- bis 40-jährigen gehörten. Die häufigsten Themen waren Gewalt, familiäre Probleme und psychische Belastungen. 

Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit der Frauenberatungsstelle war der Verein sehr häufig mit Aktionen zu den tragenden Themen in der örtlichen Presse und in den sozialen Medien vertreten. 

Im Frauenhaus fanden 41 Frauen und 21 Kinder Schutz, wobei die Aufenthaltsdauer stark variierte. Durch den angespannten Wohnungsmarkt hielten sich einige Frauen länger im Frauenhaus auf, was die Betreuung noch einmal intensivierte. 

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„Das Frauenhaus ist ein Neuanfang“

Dass es so etwas wie Frauenhäuser gibt, dürften die meisten Menschen wissen. Vielleicht auch, dass es in Bergisch Gladbach eines gibt – wo genau ist streng geheim, denn die Frauen müssen geschützt werden. Wovor genau? Wer sind diese Frauen? Wie leben sie im Frauenhaus, für wie lange? Und wer bezahlt das alles? Darüber haben wir mit Ruth Bernhardt gesprochen, der Leiterin des Frauenhauses Bergisch Gladbach.

Auch das Frauenhaus wurde durch großzügige Spenden unterstützt, so dass z. B. eine Ferienfahrt der betroffenen Frauen und Kinder nach Münster finanziert werden konnte. 

In der Mädchenberatungsstelle nahmen 483 Mädchen und 88 Vertrauenspersonen Kontakt zur Mädchenberatungsstelle auf. Die häufigsten Themen in der Beratung waren Gewalt, familiäre Probleme und psychische Belastungen. 

Präventionsveranstaltungen in Schulen erreichten 425 Mädchen und 54 Jungen, wobei die Aufklärung über die unterschiedlichen Arten der Gewalt und Unterstützung bei Gewalt im Vordergrund stand. Es zeigte sich, dass der Zugang zur Beratung durch Präventionsarbeit erleichtert wird. 

Dokumentation

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