Foto: Thomas Merkenich

Schon seit Jahren ist der Pavillon im See an der Saaler Mühle nicht mehr sicher und kann nicht genutzt werden. Nun gibt die Stadtverwaltung ihn auf – und lässt ihn im Rahmen einer Übung des THW abbauen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Der seit Jahren nicht mehr nutzbare Pavillon im See an der Saaler Mühle wird am Samstag, den 18. Oktober abgebaut. Aufgrund seines maroden Zustandes ist eine Sanierung nicht mehr möglich.

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Der Rückbau erfolgt durch das Technische Hilfswerk (THW) im Rahmen einer Übung. Im Zuge dieser Maßnahme wird der Uferbereich zeitweise gesperrt.

Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die den Freizeitbereich an der Saaler Mühle nutzen, werden gebeten, Rücksicht zu nehmen.

StadtGrün bittet um Verständnis und dankt für die Rücksichtnahme während der Arbeiten.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Ehrlich gesagt ist es um die Hütte nicht schade. Sie war eng, dunkel und unbequem – soweit ich mich erinnere, wurde sie schon in den 80ern wenig genutzt. Man hätte das Häuschen abbauen und die Plattform stehenlassen können, für Reiher und andere Wasservögel.

    Statt Altem nachzutrauern, sollten wir nach vorne schauen, wie sich Parks und andere öffentliche Flächen attraktiver gestalten lassen. Schöne(re) Spielplätze sind ein gutes Stichwort, auch ein paar zusätzliche Laternen und neue Sitzbänke. Außerdem vermisse ich an der Saaler Mühle schon lange ein sommerliches “Pop-Up-Café”, z.B. aus einem Bauwagen.

    1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

      Was man für erhaltenswert hält, darüber hat sicher jeder eine eigene Meinung. Mich stört aber, dass man als öffentliche Hand lieber und häufig immer neue Dinge aufstellt und sich dafür feiert, gleichzeitig aber alte Dinge (teilweise in Sichtweite der neuen Errungenschaften) verfallen lässt. So würde kaum jemand mit seinem Eigentum umgehen.

      Und was rund um das Schwimmbad und später Mediterana geschehen ist, ist in meinen Augen einfach nur eine Veruntreuung von öffentlichem Eigentum. Juristisch ist da nie etwas passiert, stattdessen hat sich die Politik für die Schaffung der Saunalandschaft feiern lassen. Und warum parken die Mediterana-Kunden noch immer kostenlos auf dem öffentlichen Parkplatz der Eissporthalle?

      1. Wieso ist das der Parkplatz der Eissporthalle? Warum parken Spaziergänger dort kostenlos, die nicht die Eissporthalle besuchen?
        Mediterana-Besucher zahlen mittlerweile eine Gebühr auf deren Parkplatz.

        Soll die Stadt nun nachziehen auf dem aktuell noch kostenfreien Platz?

      2. Morsches Holz ist morsches Holz, egal ob öffentlich oder privat. So eine Konstruktion hält halt nicht ewig, eine “Sanierung” wäre faktisch ein Neubau. Geschmack und Ansprüche sind heute andere, daher scheint mir eine neugebaute 70er-Jahre-Hütte nicht wirklich sinnvoll. (In manchen Fällen würde ich der Kritik am “alte Dinge verfallen lassen” zustimmen – aber nicht hier.)

        Ich denke nicht, dass Parkplätze außerhalb der Innenstadt ‘bewirtschaftet’ werden sollten. Das würde nur dazu fahren, dass Leute statt auf Wanderparkplätzen ihr Auto in Wohnstraßen oder “wo auch immer” abstellen. Auch die Koexistenz von kostenlosem und Bezahl-Parkplatz funktioniert dort erstaunlich gut. Perspektivisch (dehnbarer Begriff;-) soll der Bereich umgestaltet und der Eissporthallen-Parkplatz verkleinert werden, um den Bach freizulegen. Ja bitte!

  2. Es sind doch nicht nur diese Bauten, die von der Stadt stiefmütterlich behandelt werden.
    Man schaue nur mal auf die Spielplätze. Überall Sperrungen wegen nicht sicheren Spielgeräten.
    Auch an der Saaler Mühle ist seit Wochen eine Schaukel abgebaut, da müssten nur 4 Balken ersetzt werden. Dauer: Ewigkeiten.

    Wäre ein Bootsverleih auf der Saaler Mühle nicht interessant? Da würde sich doch sicherlich ein Verleiher finden.

    1. Ich nehme an, wenn das wirtschaftlich interessant wäre, hätte sich in all den Jahren schon ein Betreiber gemeldet. Aber solche Verleihgeschäfte scheinen ohnehin immer seltener zu werden (in meiner Kindheit sind wir noch mit so einem Boot über den Refrather Kahnweiher gerudert – aber der Verleih hat schon vor vielen Jahrzehnten aufgegeben).

    2. NEIN der Teich ist ein Rückzugsort und Lebensraum für Enten und andere Wasservögel. Da haben Tretboote nix zu suchen

      1. Die paar Enten. Es ist ein Ort für Kanadagänse, die zwar bisher noch nicht als invasiv gilt aber zur Jagd freigegeben ist.

        Es müssen keine Tretboote sein, Ruderbote z.B.
        Aber sie haben vielleicht Recht, viele Menschen verhalten sich ja heutzutage wie Tiere (eher schlimmer).

      2. ” noch nicht als invasiv gilt aber zur Jagd freigegeben ist”
        Wirklich wahr? Wo kann man so eine erlegte Kanada-Ganz, die wenigstens in Freiheit naturgemäß aufgewachsen ist, denn kaufen?
        Das wäre doch mal eine für Mensch und Natur gesündere Alternative als ewig dieses Fleisch aus fragwürdiger Massentierhaltung angeboten zu bekommen.

      3. Da wäre ich aber sehr zurückhaltend. Die Art wird immer wieder mit Krankheitserregern und Parasitenbefall in Zusammenhang gebracht, vor allem Salmonellen sollen ein Problem sein. Wenn Sie das nicht stört, dann guten Appetit.

      4. Am Niederrhein werden Gänse gejagt, aber m.W. nicht zum Verkauf (oder höchstens lokal). Wäre angesichts der Überbelegung auch hier eine Idee – aber vermutlich wollen wir kein Geballer im Naherholungsgebiet. Obwohl, so ein Wochenende im Spätherbst…

        Tretboote o.ä. wären aus meiner Sicht kein Problem, *solange* Leute nicht in der Brutsaison auf die Inseln gehen. Aber die Frage ist müßig, da es sich wirtschaftlich kaum rechnen dürfte.

      5. @Drucker hallo, eine Salmonellenvergiftung hatte ich auch mal.
        2 Herren vom Gesundheitsamt versuchten auch später aus mir herauszubekommen, was die Ursache dafür war.
        Leider konnte mich damals nicht mehr daran erinnern, WO ich das vermutlich schuldige Hühner-Frühstücksei gekauft hatte.

        Salmonellen können ja bekanntlich in vielen tierischen Produkten vorkommen, insbesondere in Geflügel und Eier aber auch im Fleisch von Vierbeinern.

        Ich habe mal im Internet recherchiert nach Kanadagänsen und habe jede Menge leckere Rezepte gefunden.
        Das der Parasitenbefall bei Kanadagänsen höher ist als bei anderem Federvieh habe ich nirgendwo finden können. Nur, dass man, was ja für alle Geflügelarten gilt, diese zum Verzehr gut durchgaren soll.

        Wie man folgendem Blog entnehmen kann, wollen die Jäger diese leckeren Wildgänse vermutlich nur nicht mit anderen teilen
        https://forum.wildundhund.de/threads/welche-wildgans-schmeckt-euch-am-besten-rezepte-erwuenscht.143065/

      6. Den Unterschied macht weniger die Art als die Lebensbedingungen. Eine Gans, die „in Freiheit naturgemäß aufgewachsen ist“, hat mehr Gelegenheit, sich Parasiten einzufangen. Im Stall oder auf der Gänsewiese ist das Risiko geringer (bzw. da bemerkt der Züchter den Befall und steuert gegen).

        Die Jäger mögen die Tiere sicher gerne. Als Jäger wissen sie aber auch, zu welchem Veterinär sie vor der Zubereitung gehen müssen, um die Jagdbeute anschauen zu lassen.

      7. @Drucker
        Bei Stallhaltung “da bemerkt der Züchter den Befall und steuert gegen” ist m. E. Mumpitz. Wenn der Züchter den Befall bemerkt, ist es oft schon zu spät, dann müssen u.U. alle Tiere im Stall “gekeult” werden.
        Die Tiere werden prophylaktisch/vorsorglich, also damit sie nicht krank werden, mit Antibiotika behandelt (und trotzdem kommen Salmonellenvergiftungen häufig vor!).
        Das braucht man bei artgemäßer Haltung meistens nicht, weil die Tiere in der Regel gesünder sind.

        “Als Jäger wissen sie aber auch, zu welchem Veterinär sie vor der Zubereitung gehen müssen”
        Eben, und wer dem Braten nicht traut, der könnte ja seine Wildgans MIT “Abnahmestempel” des des Veterinäramtes kaufen, wird dann aber vermutlich etwas teurer.

        Hinzu kommt, und da muss ich Sam Urai zustimmen, “viele Menschen verhalten sich ja heutzutage wie Tiere (eher schlimmer)”, eben auch bezüglich ihrer Haltung zum Elend in der Massentierhaltung, Transporten und Massen-Schlachtungen und blenden das Thema beim täglichen Kauf / Verzehr (um Gottes willen oder gleichgültig) lieber aus.

      8. „ist m. E. Mumpitz“ – Nein, wenn man sich anschaut, was beim Verbraucher ankommt. Und gegen Parasiten gibt niemand vorbeugend Antibiotika, die würden nämlich nichts bewirken. Umgebracht werden Tiere auch nicht, weil sie Läuse oder Flöhe zwischen den Federn haben.

        Beim Jäger werden Sie eher gar keine Gänse kaufen können, weder mit Stempel noch ohne.

        Und schließlich: Zuchtgans ist nicht gleichbedeutend mit Knasthaltung. Man bekommt auch Tiere aus artgerechter Haltung. Die sind natürlich teurer, aber die paar zusätzlichen Euro sollte man schon anlegen. Wahrscheinlich schmecken sie auch besser.

  3. Das ist dermaßen schade! Dass der Pavillon mittlerweile nicht mehr zu retten ist, das war in den letzten Jahren bereits klar. Dass er nun abgerissen werden kann und muss, eine logische Konsequenz. Dass er jetzt wenigstens einer der Hilfsorganisationen noch für eine realitätsnahe Übung dient, dies ist wenigstens ein kleiner Wermutstropfen.

    Aber wie ist es soweit gekommen? Dieser Pavillon, und auch der kleine Steg mit Sitzgelegenheit auf der anderen Seite des Sees wurden irgendwann einfach nicht mehr in Stand gehalten und sind seitdem zusehends verfallen. Dabei sind genau solche Elemente doch das, was ein solches “Nah-Erholungsgebiet” ausmachen.

    Weiß jemand, was die Ursache dafür ist? War es eine seinerzeit eine überlegte Entscheidung der Stadt hier nicht mehr in Instandhaltung zu investieren? Haben die Mittel dafür gefehlt?
    Ich bekomme in den letzten Jahren verstärkt den Eindruck, dass in GL – einer der Städte mit überdurchschnittlich hoher Grundsteuer – im deutschlandweiten Vergleich unterdurchschnittlich wenig in Grünflächen investiert wird.

    1. Wenn ich den Zustand einiger Gehwege (z.B. Scheider Feld) sehe, wird in Grünflächen ordentlich investiert:)

    2. @Michael
      1.”Weiß jemand, was die Ursache dafür ist?”
      2.”Aber wie ist es soweit gekommen?”
      3.”Haben die Mittel dafür gefehlt?”

      zu 1. und 2.
      Da der Pavillion ein Holzbauwerk ist, sommers wie winters der Witterung ausgesetzt
      Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit verstärken bekanntlich den Verfall von unserem heimischen Holz durch Moos-, Algen-, und Pilzbildung, Insektenbefall u.a.
      Außerdem hätte man dem Hüttchen von Beginn an einen größeren Dachüberstand schenken sollen, das hätte die Lebensdauer vermutlich etwas verlängert.

      zu 3. Die Lebensdauer von Holzbauwerken aus unserem heimische Weichholz (z.B. Holzbänke, Holztüren, Jägerzäune, Holzbrücken oder eben dieses Häuschen) kann man natürlich etwas verlängern, indem man über die Jahre dem Verfall mit Literweise Holzschutzmittel entgegenzuwirken versucht, aber das stinkt über Wochen und ist, je nachdem, welches man verwendet, auch noch sehr giftig!

      Aber vielleicht hätte man diese kleine Ruine noch den Enten oder anderem Getier eine Weile überlassen können indem man den Steg einfach entfernt? Hübsch anzusehen ist er ja immer noch. Ich meine, einfach so als Erinnerung :-)

      1. @Ulla
        Danke, das ist eine wirklich gute technische Erklärung für Zerfall bei ausgebliebener Instandhaltung. Das habe ich soweit verstanden und eine ähnliche Erklärung gebe ich meinen Kunden auch gerne wenn sie etwas reklamieren, was sie nicht regelmäßig gepflegt und gewartet haben :-)

        Was ich jedoch eigentlich verstehen wollte: Warum ist die Instandhaltung ausgeblieben bzw. warum werden defekte Teile denn nicht ersetzt?

        Holz ist pflege-intensiv, je nach Holz-Art auch mehr oder weniger. Vandalismus ist dazu noch ein trauriges Thema, welches hier ebenfalls seinen Teil zu beiträgt. Soweit alles unstrittig.
        Solche Bauwerke jedoch verfallen zu lassen und anschließend ersatzlos wegreißen, das ist ja eine ganz bewusste Entscheidung.

        Würden wir jede Parkbank, Spielplatz, Mauer, Pflanze, Laterne – egal ob in öffentlicher oder privater Hand – ersatzlos entfernen, wenn der Zahn der Zeit nagt, dann sähe es aber ganz schön trostlos aus… Also noch mehr als jetzt…
        Vielleicht tue ich der Sache auch unrecht, weil es in Wahrheit adäquat ausgetauscht wird. Das würde mich total freuen! Davon habe ich bisher aber noch nirgends etwas gelesen :-(

      2. “Warum ist die Instandhaltung ausgeblieben bzw. warum werden defekte Teile denn nicht ersetzt?”
        Da wissen Sie offensichtlich mehr als andere!
        Ich weis weder wann dieses “Bauwerk” errichtet wurde noch ob es jemals instand gesetzt wurde oder nicht und kenne es auch nur vom “lesen”.

        Aber wenn ich dieses “Bauwerk” aus Holz betrachte, sehe ich
        -steht im Wasser
        -viel zu wenig Dachüberstand
        -kein umschlossener Raum, d.h. es regnet/schneit rein–> Nässe von innen und außen
        -feuchtes Laub, Moos, Insekten, etc. wird sich darin in allen Ecken und Ritzen ansammeln (anders als bei einer Parkbank, Spielplatz, Mauer, Pflanze, Laterne)
        -Pilze und Insekten, Fäulnis werden bald anfangen, das Holz an allen Ecken und Enden zu zersetzen. Schließlich haben wir in unseren Breitengraden mindestens 6 Monate “Schietwetter” jedes Jahr.

        Also ich würde, wenn ich sowas meiner Kundschaft verkaufen würde, höchstens 3 Jahre Garantie gewähren, denn ich würde ja nicht wollen, dass jemand beim Betreten ausrutscht/einbricht und schlimmstenfalls ertrinkt.

      3. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

        Der Pavillion war, soweit ich mich erinnern kann, ab ca. 2001 nicht mehr begehbar, für das Jahr 2003 bin ich mir sicher, dass man nicht mehr auf bzw. in ihn gehen konnte.

        Guckt man bei TIM-online (ein Kartendienst des Landes NRW) die historischen Luftbilder an, dann sieht man den Steg dorthin im Jahr 1998 noch und 2003 nicht mehr. Das deckt sich mit meinen Erinnerungen.

        Um die Bilder sehen zu können, muss man bei TIM-online folgendes anklicken: blauen Pfeil nach rechts (ganz oben) anklicken -> Luftbild- und Satellitenbildinformationen -> Historische Digitale Orthophots -> Historische Orthophotos (ab 1951)

        Der große Steg in der Nähe des Abflusses sieht auf den Bildern ab 2016 zerstört aus. Da habe ich keine so genauen Erinnerungen dran, aber der hat deutlich länger gehalten als der Pavillion auf der anderen Seite.

        Auf einem der beiden Holzkostruktionen gab es Brandspuren, sprich es hatte jemand ein Lagerfeuer in der Mitte gemacht. Ich weiß aber leider nicht mehr, welcher der beiden das war. Weitere Zerstörungen kamen hinzu. Gleiches ist auch an bei zwei Holzhütten im Wald geschehen. Eine davon wurde später abgerissen, die andere war lange eine dauerhafte Ruine. In den letzten Jahren habe ich das kaum noch beobachtet, weil es mich jedes Mal frustriert, zur Saaler Mühle zu gehen, weil vieles leider immer weiter verfällt. Entsprechend selten bin ich noch dort. Da hilft auch ein später erbauter Trim-Dich-Pfad leider nicht wirklich.

        Auf den Bildern kann man aber auch schön das “gefräßige” Mediterana sehen. Und natürlich alles andere, was hier und in großen Teilen NRWs in den letzten 75 Jahren so passiert ist.

    3. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

      Die Saaler Mühle bzw. der Bensberger See wird leider seit Jahren nicht richtig gepflegt und öffentliches Eigentum nicht wertgeschätzt. Der Pavillon ist allerdings seit sehr langer Zeit schon eine Ruine und der kleine Steg (Zuweg) ist dann auch entfernt worden, um keine Menschen zu gefähren.

      Ein Aspekt wurde bisher nicht genannt, dass ist der Vandalismus, dem der Pavillon, der Steg auf der anderen Seeseite und auch viele Holzhütten im Wald auch zum Opfer gefallen sind. Häufig sah man vor dem Zerfall u.a. Brandspuren an den Holzkonstruktionen. Die mangelnden städtischen Erhaltungsmaßnahmen und der Zahn der Zeit tun dann ihr Übriges.

      Ich werde aber den Verdacht nicht los, dass das gesamte Naherholungsgebiet von Seiten der Stadt und der Politik sehr stiefmütterlich behandelt wird. Es fing mit dem Hallen- und Freibad an, das man in mehreren Schritten de facto an das Mediterana verschenkt hat. Man zahlte als Stadt zwischendurch einige Jahre sehr hohe Mieten für einige Schwimmbahnen, um einen Rest an öffentlicher Nutzung zu sichern. Dann war diese Regelung der Stadt, dem Rat und Bürgermeister Orth zu teuer und man verkaufte das ganze Gelände für einen Appel und ein Ei an das Mediterana, auch in der Hoffnung auf einen Hotelbau. Für den wurde dann auch ein Bebauungsplan aufgestellt, dessen Umsetzung aber bis heute auf sich warten lässt (also keine zusätzlichen Arbeitsplätze und keine Steuern; nur Verlust an öffentlichem Eigentum). Man musste dem Hausmeister der Otto-Hahn-Schulen ein neues Dienstgebäude auf dem Schulgelände bauen, weil das bestehende mit an das Mediterana (praktisch) mitverschenkt wurde. Es gäbe noch viel zu schreiben, aber es wäre zumindest schön, wenn das nächste Kapitel der Saaler Mühle nicht die Überschrift “Schließung der Eissporthalle” tragen würde. Aber vermutlich passt dort ein schönes Hotel oder ähnliches hin.