Der Wärmepumpenmonat 2025 im Rheinisch-Bergischen Kreis ist auf große Resonanz gest0ßen – besonders beliebt waren die Wärmepumpenpartys der Stadt Bergisch Gladbach.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Die kreisweite Informationsreihe mit dem Titel Wärmepumpenmonat wurde vom Team EKKO des Rheinisch-Bergischen Kreises in Zusammenarbeit mit kreisangehörigen Kommunen, dem Bergischen Energie- und Ressourcenzentrum (BERZ):metabolon sowie der Verbraucherzentrale NRW organisiert. Ziel war es, Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachakteuren umfassende Einblicke in die Möglichkeiten klimafreundlicher Wärmetechnologien zu geben.

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Als zentrales Element organisierte die Stadt Bergisch Gladbach zwei Wärmepumpenpartys am 25. und 27. November für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Gastgeber öffneten ihre Häuser, um ihre eigenen Wärmepumpenanlagen vorzustellen und persönliche Erfahrungen weiterzugeben. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und es entwickelten sich anregende Diskussionen.

Frau Reuscher, Gastgeberin einer Wärmepumpenparty, schilderte ihre Motivation so: „Viele Menschen sind neugierig, wie eine Wärmepumpe im Alltag wirklich funktioniert. Ich wollte zeigen, dass die Technik zuverlässig arbeitet und dass der Umstieg einfacher ist, als viele denken.“

Exkursion zur Großwärmepumpe in Ehrenfeld

Zusätzlich fand am 19. November 2025 eine Exkursion zur Großwärmepumpe im Quartier LÜCK in Köln-Ehrenfeld statt, die von der Naturstrom AG betrieben wird. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung und Baubranche nahmen teil, um sich über Planung, Funktionsweise und die Bedeutung der Anlage für eine zukunftsorientierte Quartiersversorgung zu informieren.

Positive Bilanz und Ausblick

Der Wärmepumpenmonat leistete einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über energieeffiziente Heiztechnologien und zum Austausch zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Fachakteuren. Die Stadt Bergisch Gladbach bewertet die Rückmeldungen als durchweg positiv.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Bergisch Gladbach, Ragnar Migenda, betonte:
„Der Wärmepumpenmonat hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, Wissen zu teilen und positive Beispiele sichtbar zu machen. Nur gemeinsam können wir die Wärmewende in Bergisch Gladbach und im gesamten Kreis erfolgreich gestalten.“

Mit den erfolgreichen Veranstaltungen wurde ein deutliches Signal für den Ausbau klimafreundlicher Heiztechnologien gesetzt und der Dialog über die Wärmewende in der Region weiter gestärkt. Die Stadt Bergisch Gladbach bedankt sich bei allen Partnerinnen und Partnern sowie den engagierten Gastgebern für ihren Beitrag zu diesem erfolgreichen Veranstaltungsmonat.

Mehr Informationen und Kontaktdaten bei Fragen gibt es hier.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Richtig. Um die klimafreundliche Wärmewende mittels Wärmepumpen umzugestalten, muss der Strombedarf zugrunde gelegt werden. Wenn man diesen aus Solarenergie gewinnen wollen würde, wäre für eine Stadt der Größe GL’s allein der Abbau von 1,5 bis 3 Kilotonnen Kobalt notwendig. Die ökologischen Auswirkungen und Kosten müssen jedem dabei klar sein.
    Umweltfolgen im Abbaugebiet:
    Entwaldung, Bodenerosion und Habitatzerstörung. Boden- und Wasserverunreinigungen durch Abbauabfälle, Chemikalien und Staudämme für Tagebausysteme Hoher Wasserverbrauch und Eingriffe in lokale Wasserkreisläufe,
    Emissionen aus Bergbau, Transport und Raffination. Energieintensive Verarbeitungsprozesse erhöhen den CO2-Fußabdruck. Wir betreiben eine Problemverlagerung.

    1. Wer mit Solarstrom im Winter eine Wärmepumpe betreiben will, macht einen Denkfehler.
      In den dunklen Wintermonaten gibt’s fast keinen Solarstrom. Dafür kann man im Sommer mit Solarstrom prima eine Klimaanlage betreiben. Heizen könnte man natürlich auch, aber wer heizt schon im Sommer???

      1. Im Moment kommen bei mir etwa 400 Watt vom Dach. Das reicht nicht für die Wärmepumpe, wenn sie anspringt, aber es betreibt sie mit. Und so dürftig ist der Ertrag auch nur im Dezember und Januar. in der übrigen Heizperiode trägt die Solaranlage schon sehr ordentlich zum Heizstrom bei.

        Im Sommer ist Solar für die Klimaanlage ideal. Aber auch für die Wärmpepumpe, wenn die Warmwasserbereitung mit dranhängt – und es wäre ja irre, das nicht zu tun, sondern stattdessen neben der WP einen elektrischen Warmwasserbereiter oder Durchlauferhitzer mit dem mehrfachen Strombedarf zu verwenden.

      2. @Drucker. Wenn man das bisschen Solarstrom im Winter in die Wärmepumpe steckt, fehlt es halt an anderer Stelle und Strom für alles andere muss teuer eingekauft werden. Ich betreibe selber eine Solaranlage und bekomme im Winter auch ohne Wärmepumpe die Batterien kaum gefüllt, um über die Nacht zu kommen. Natürlich stecke ich den Stromüberschuss im Sommer ins Warmwasser, weil dann die Heizung komplett aus ist.
        Aber man sollte den Leuten nicht erzählen, dass man eine WP im Winter quasi mit kostenlosem Solarstrom betreiben kann. Das kann ein böses Erwachen bei der Stromrechnung geben.

      3. Hat denn jemand behauptet, mit einer Solaranlage sei ganzjährig eine komplette Autarkie inklusive Wärmepumpe erreichbar? Dafür müsste die Solaranlage tatsächlich grotesk überdimensioniert werden.

        Andererseits kann die Anlage eben auch in der Heizperiode zum Gesamtstrombedarf beitragen und außer im Dezember und Januar sogar einen nennenswerten Teil der Heizenergie liefern. Die WP komplett mit Solarstrom zu betreiben ist Quatsch, da haben Sie Recht.

        Abgesehen davon: Wirtschaftlich ist es angesichts der dürftigen Einspeisevergütung eigentlich der Idealzustand, wenn man den gesamten Solarstrom selbst verbraucht. Da macht sich die WP bei der Steigerung der Eigenverbrauchsquote schon nützlich.

    2. Keine Frage, jede Technologie benötigt Rohstoffe – deshalb müssen Material- und Energieverbrauch insgesamt deutlich sinken (Suffizienz). Gleichzeitig müssen wir auf effiziente, ressourcensparende Technologien wie z.B. Wärmepumpen umsteigen (Effizienz). Denn die Umweltfolgen der bisherigen Öl- und Gasheizungen sind um Größenordnungen schlimmer.

    3. Eine Solaranlage braucht nicht zwingend Kobalt. Hauptsächlich findet man es in den Batteriespeichern, soweit vorhanden, aber auch hier geht der Trend darin, dort LiFePO-Zellen zu verbauen, die kein Kobalt enthalten.

    4. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

      Photovoltaikmodule enthalten kein Kobalt. Speicher werden heute, wie Drucker bereits schrieb, mit Eisenphosphat hergestellt.

      Haben Sie auch über die Auswirkungen der Gas-, Öl- und Kohleförderung nachgedacht? Da schneiden Wärmepumpen – betrieben mit einem großen Anteil Windstrom – deutlich besser ab als jedes fossile Heizsystem.

  2. Alles gut und schön. Wenn alle Privathaushalte in GL, was mehr als 55000 sind, damit beheizt würden, wäre ein Strombedarf von 25 Megawatt nötig, soviel wie ein kleines Kraftwerk produziert. Allein für GL…

    1. Also etwa 15-25ha Solarfläche oder 4-5 Windräder. Am besten ein bisschen Mischen und größer dimensionieren, noch ein kleines Gaskraftwerk vorsehen und Fern- bzw. Nahwärme realisieren.
      Klingt gut machbar!

      Würde man anstelle der Wärmepumpen mit 5kW Gasheizungen arbeiten hätten diese nominal 275MW Leistung, das wäre ein großes Kraftwerk. Allein für GL…