Der Fachbereich 4 unter Leitung von Barbara Kirschner hat mit den Themen Bildung, Kultur, Schule und Sport ein sehr breites Aufgabenfeld. Entsprechend umfangreich fällt die Bilanz von Schulverwaltung und Schul-IT, Kulturbüro, Museen, Stadtarchiv und Sportverwaltung aus. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Bilanz 2025 der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach fort.
Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach (Teil 3)
Auch die Bereiche Bildung, Kultur, Schule und Sport blicken auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr zurück.
Schulverwaltung mit Fokus auf die IT-Schulverwaltung
Ausstattung mit digitalen Tafeln für die Schulen KGS/GGS Hand, GGS Hebborn, GGS Schildgen, KGS Sand, DBG, NMG, IGP und GGS Katterbach: Durch den Schulträger wurden im Jahr 2025 an zahlreichen Schulen im Stadtgebiet digitale Tafeln installiert und damit die alten Kreidetafeln abgeschafft. An den beiden Gesamtschulen, der Integrierten Gesamtschule Paffrath sowie der Nelson-Mandela-Gesamtschule, wurden alle Räume flächendeckend ausgestattet. Zudem wurde am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium die Beschaffung zur vollständigen Ausstattung angestoßen.
Darüber hinaus wurden die Grundschulen KGS und GGS Hand Anfang des Jahres 2025 vollständig mit digitalen Tafeln ausgestattet. Die GGS Katterbach erhielt digitale Tafeln in den Klassenräumen, in denen die Elektrik dies zuließ. Ebenfalls wurde die Beschaffung digitaler Tafeln für die Grundschulen GGS Hebborn, GGS Schildgen sowie KGS Sand angestoßen, diese werden entweder noch im Jahr 2025 oder Anfang 2026 ausgestattet.
Ausstattung mit digitalen Schwarzen Brettern für die weiterführenden Schulen Johannes-Gutenberg-Realschule, Albertus-Magnus-Gymnasium, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Nelson-Mandela-Gesamtschule, Integrierte Gesamtschule Paffrath sowie das Schulzentrum Herkenrath: Zur Jahresmitte 2025 wurde in Begehungen in enger Abstimmung mit den Schulen der Bedarf für digitale Schwarze Bretter ermittelt. Nach Abschluss dieser Arbeiten konnte für die Johannes-Gutenberg-Realschule, das Albertus-Magnus-Gymnasium, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie für die beiden Gesamtschulen Nelson-Mandela und die IGP die Beschaffung angestoßen werden. Die Montage erfolgt voraussichtlich Anfang 2026. Bereits im Jahr 2025 vollständig ausgestattet werden konnten das Schulzentrum Kleefeld und das Schulzentrum Herkenrath.
Damit wurde ein wichtiger Schritt hin zu einer digitalen Schule bzw. einem digitalen Unterricht und weg von papierbasierten Vertretungsplänen erreicht.
Ausstattung des Schulzentrums Otto-Hahn mit neuer Netzwerktechnik: In den Sommerferien wurde das Otto-Hahn-Schulzentrum in einer mehrwöchigen Aktion mit neuer Netzwerktechnik ausgestattet. Durch den Einsatz moderner Netzwerkkomponenten sowie neuer WLAN-Access-Points konnte eine deutliche Steigerung der Internetgeschwindigkeit erreicht werden. Gleichzeitig wurde die Bereitstellung eines flächendeckenden WLAN-Netzes sichergestellt.
Inventarisierung aller Schulen durch die IT-Schulverwaltung: Im gesamten Jahr 2025 wurde durch das Team der Schul-IT eine vollständige Inventarisierung durchgeführt. Dabei wurden alle elektronischen Geräte, die sich im Besitz der Stadt Bergisch Gladbach befinden, erfasst und in eine Inventarisierungssoftware überführt. Durch diesen Schritt wird nicht nur ein besserer Überblick über das städtische Inventar geschaffen, sondern dank des angeschlossenen Ticketsystems auch die Meldung von defekten Geräten oder fehlender Ausstattung für die Schulen erheblich erleichtert.
Ausstattung der neuen Container am NCG sowie Ausstattung des NCG mit Netzwerkkomponenten zur Verbesserung des Netzwerks: In den Osterferien wurde in den noch im Betrieb befindlichen Gebäudeteilen des NCG die veraltete Netzwerktechnik ersetzt und somit für den Übergang bis zur endgültigen Fertigstellung des Gebäudes modernisiert. Neben der Erneuerung der Netzwerktechnik wurde auch sichergestellt, dass alle Räume über ein funktionsfähiges WLAN verfügen, um einen möglichst reibungslosen digitalen Unterricht zu ermöglichen.
Ausstattung des Erweiterungsbaus am Schulzentrum Kleefeld: Zum Ende des Jahres 2025 erfolgte die Ausstattung des Erweiterungsbaus am Schulzentrum Kleefeld durch die IT-Schulverwaltung. Somit kann auch im neu entstandenen Gebäude ein digitaler Unterricht gewährleistet werden.
Ausstattung von Grundschulen ohne Netzwerkverkabelung mit WLAN-Boxen zum Betrieb der digitalen Tafeln sowie zur Sicherstellung von WLAN im Unterricht: Um allen Schulen hier gerade den Grundschulen ein digitales Lernen zu ermöglichen, wurden an den Schulen, die nicht über die nötige interne Verkabelung verfügen, eine andere Möglichkeit erdacht. So wurden Boxen beschafft, die über einen Router verfügen der über Mobilfunk auf das Internet zugreifen. So kann an vielen Schulen über diese Boxen ein WLAN zur Verfügung gestellt werden, welches für den Unterricht sowie für den Betrieb der digitalen Tafeln genutzt werden kann.
Ausstattung aller Endgeräte von Lehrkräften und Verwaltungen mit einem Virenschutz: Zu Beginn des Jahres 2025 wurde durch den Schulträger ein Virenschutz beschafft, der alle Endgeräte der Lehrkräfte sowie der Verwaltungsmitarbeitenden mit einer zuverlässigen und sicheren Schutzlösung ausstattet. Dadurch konnte der Schutz sensibler Daten sowie die IT-Sicherheit insgesamt deutlich verbessert werden.
Das Ausrollen des Virenschutzes erstreckte sich über einen längeren Zeitraum und konnte parallel zur Inventarisierung an jeder Schule durchgeführt werden.
Bereitstellung von digitalen Tafeln für die VHS, die Musikschule und die Feuerwehr: Da an einigen allgemeinbildenden Schulen, die im Jahr 2025 mit neuen digitalen Tafeln ausgestattet wurden, bereits ältere, aber weiterhin funktionsfähige Modelle vorhanden waren, ergab sich die Möglichkeit, diese Geräte weiterzuverwenden. So konnten die Volkshochschule sowie die Musikschule mit diesen digitalen Tafeln ausgestattet werden, wodurch auch dort digitales Lernen ermöglicht wird. Zudem konnten einige Geräte an die städtische Feuerwehr übergeben werden. Diese werden nun für verschiedene interne Zwecke, wie Besprechungen und Schulungen, genutzt.
SDUI für die Schulen in Trägerschaft der Stadt Bergisch Gladbach: Da mehrfach der Wunsch an den Schulträger herangetragen wurde, eine zentrale Kommunikations- und Lernsoftware bereitzustellen, wurde zum Start des Schuljahres 2025/2026 stadtweit die Software SDUI für diesen Zweck eingeführt. Über SDUI ist eine Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern möglich. Zudem können Stundenpläne und Elternbriefe abgerufen werden.
Damit soll eine vereinfachte digitale Kommunikation gewährleistet werden. Für viele Schulformen ist zudem ein nahtloser Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglich, ohne dass ein Wechsel der Kommunikationsplattform erforderlich ist. Auch wenn ein Teil der weiterführenden Schulen SDUI derzeit nicht nutzt, konnte dennoch in weiten Teilen eine Vereinheitlichung der Kommunikationswege erreicht werden.
Austausch der Multifunktionsdruckern an allen Schulen in Trägerschaft der Stadt Bergisch Gladbach: Zur Mitte des Jahres 2025 lief der alte Leasingvertrag für die an den Schulen eingesetzten Multifunktionsdrucker aus, woraufhin ein neuer Vertrag ausgeschrieben wurde. Nach Abschluss der Ausschreibung konnten zum Start des Schuljahres 2025/2026 die alten Geräte durch neue Modelle ersetzt werden. Damit wird trotz des zunehmenden digitalen Unterrichts sichergestellt, dass auch ein papierbasierter Unterricht weiterhin problemlos durchgeführt werden kann. Gleiches gilt für die Schulverwaltungen, die nach wie vor papierbasierte Unterlagen drucken und diese bei Bedarf für den digitalen Weitergebrauch scannen können.
Anschaffung der Ninja-Software: Neben dem Virenschutz wurde ein weiteres Softwaretool angeschafft, das es der IT-Schulverwaltung – nach vorheriger Freigabe durch die Lehrkräfte bzw. Verwaltungsmitarbeitenden ermöglicht, online auf die Rechner zuzugreifen. Ebenfalls kann hierüber eingesehen werden, ob Betriebssystem oder Software ein Update benötigen. Somit können Sicherheitslücken durch veraltete Software direkt geschlossen werden. Dies geschieht durch Ninja automatisch und ohne Zutun der Kollegen.
Durch diesen Schritt konnte die IT-Schulverwaltung bereits viele auftretende Probleme direkt online lösen. Dadurch verkürzten sich die Bearbeitungszeiten, und die Anreise der Kolleginnen und Kollegen wurde ganz oder teilweise überflüssig.
Austausch der zentralen Firewall der IT-Schulverwaltung: Im Herbst 2025 wurde die zentrale Firewall der IT-Schulverwaltung ausgetauscht. Dabei erfolgte ein Wechsel des Anbieters, der ohne nennenswerte Einschränkungen für den Schulbetrieb durchgeführt werden konnte.
Interne Strukturierung sowie Erarbeitung von Konzepten: Im gesamten Jahr 2025 wurden Konzepte entwickelt und weitergeführt, die die interne Strukturierung sowie die Vorgehensweise in Arbeitsabläufen regeln. Darüber hinaus konnten auf diese Weise Sollvorstellungen für die kommenden Jahre festgehalten werden. Es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess, der auch in den nächsten Jahren weitergeführt wird. Ziel ist die bestmögliche Gestaltung der Dienstabläufe sowie die Konzeptionierung der internen Netzwerkstrukturen.
Kulturbüro
Das Kulturbüro organisierte neben dem nachmittäglichen Bühnenprogramm und der Kultur- und Vereinsbörse auf dem Stadt- und Kulturfest auch den fünften Kultursommer sowie die 13. Seniorenkulturwochen. Darüber hinaus wurden die bewährten niedrigschwelligen Kinder- und Jugendprojekte Kulturstrolche, JeKits, Kulturrucksack und Nachtfrequenz durchgeführt.
Zu den Kooperationspartnern zählten neben den städtischen Kultureinrichtungen, den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Jugend und Soziales sowie der Inklusionsbeauftragten auch die lokalen Kinder- und Jugendeinrichtungen und Akteurinnen und Akteure der freien Kulturszene.
Mit den kulturellen (Bildungs-)Angeboten wurden viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreicht. Darüber hinaus informiert das Kulturbüro monatlich viele Bürgerinnen und Bürger mit dem Kultur-Ticker umfassend über kulturelle Veranstaltungen in Bergisch Gladbach.
Stadtbibliotheken
Die Stadtbücherei freute sich über mehr als 140.000 Besucherinnen und Besucher. Da die meisten von ihnen länger in der Bibliothek verweilen, hat die Stadtbücherei an allen drei Standorten weitere Lern-, Arbeits- und Sitzplätze geschaffen. Der Bedarf übersteigt trotzdem die Kapazitäten, was die hohe Beliebtheit der Stadtbücherei als unkommerziellem Aufenthalts- und Lernort unterstreicht.
Die hohe Varianz im Veranstaltungsangebot bietet jeder Zielgruppe mindestens ein besonderes Angebot. So hat sich die Stadtbücherei an den Veranstaltungsreihen des Kulturbüros (z. B. Kulturstrolche & Kulturfüchse, Seniorenkulturwoche, Kultursommer etc.) beteiligt und über 40 eigene Veranstaltungsformate, wie Bilderbuchkinos, Lernnächte, Programmier-Workshops, Escape-Games, Gaming-Events, Lesungen, Erzählkonzerte, Großelternzeit, Gebärdensprachkurse, Stricktreffs, Schreibwerkstätten entwickelt und durchgeführt.
Menschen in GL: Die Buchliebhaberin
Ihre Liebe zu Büchern war schon als Kind ausgeprägt, seit einem Jahr leitet sie die Stadtbücherei Bergisch Gladbach: Julia Besten freut sich darauf, den Umzug aus dem maroden Gebäude am Forum auf das Zandersgelände zu begleiten – und dort mit ihrem Team die Vision von einer modernen Bibliothek verwirklichen zu können. Auch wenn das noch einige Zeit dauert.
Insgesamt haben die Stadtbücherei im Forum, die Stadtteilbücherei Bensberg und die Stadtteilbücherei Paffrath so zu rund 250 Veranstaltungen eingeladen.
Besonders hervorzuheben ist dabei die intensivierte Vernetzung mit lokalen Akteuren der Stadt, durch die wertvolle Veranstaltungsformate ermöglicht werden konnten.
Wie z. B. das „Mädchen-Empowerment“ und das Projekt „4L – LesenLernen LebenLernen“ mit dem Rotary Club, die Tour Demenz mit dem Fachbereich Älter werden, der Workshop zum Thema „Kinderrechte hier und in Afrika“ gemeinsam mit Terre des Hommes und die zahlreichen MINT-Workshops in der Stadtteilbücherei Bensberg mit dem VDI.
Den besonderen Abschluss des Jahres bildete die Lesung zum „Buch für die Stadt“, bei der die Stadtbücherei durch die Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt und dem runden Tisch „Keine Gewalt gegen Frauen“ des Rheinisch-Bergischen-Kreises die Autorin Claudia Schumacher einladen konnte, die vor ausverkauftem Haus aus ihrem Roman „Liebe ist gewaltig“ gelesen und über das wichtige Thema häusliche Gewalt aufgeklärt hat.
Als außerschulische Bildungseinrichtung der Stadt waren die Eröffnung der VDI-Technothek in der Stadtteilbücherei-Bensberg, das neue Angebot „Handyberatung für Seniorinnen und Senioren“ in der Stadtteilbücherei Paffrath, sowie die „Nacht der Bibliotheken“ und die Neugründung des Vereins „MENTOR – die Leselernhelfer e.V“ in der Stadtmitte, Meilensteine am Anfang des Jahres.
Das Projekt „Schmetterlinge in der Bibliothek“ stand auch in diesem Jahr exemplarisch für die zahlreichen Angebote der passiven Wissensvermittlung. In rund 35 Ausstellungen zu verschiedenen geschichtlichen, kulturellen und zeitgenössischen Themen an allen drei Standorten der Bibliothek konnten sich die Besucherinnen und Besucher informieren, Inspiration finden und ihr Wissen erweitern.
Besonders war für die Bibliothek 2025 die Rolle als Raumgeber für zwei ganz unterschiedliche Akteure: zum einen für ein Team der ARD, die Dreharbeiten in der Bibliothek durchgeführt hat und zum anderen für „Omas gegen Rechts“, die eine Gegendemonstration und Wissensbörse in der Bibliothek durchgeführt haben.
Volkshochschule (VHS)
Die Volkshochschule (VHS) blickt 2025 auf ein erfolgreiches Jahr mit einem Wechsel in der Leitungsebene zurück. Das Kursangebot konnte stabil gehalten und in wichtigen Bereichen ausgebaut werden. Mit 401 Kursen, über 11.000 Unterrichtseinheiten und mehr als 4.000 Teilnehmenden im ersten Halbjahr liegt das Frühjahrssemester wieder deutlich im Bereich der Zahlen vor der Corona-Pandemie.
Menschen in GL: Die Integrative
Sie war viele Jahre in der Sozialraum- und der Integrationsarbeit tätig und hat internationale Wurzeln: Nicole Mrziglod ist die neue Leiterin der Volkshochschule Bergisch Gladbach. Für die 36-Jährige schließt sich damit ein Kreis. Obwohl sie erst seit wenigen Wochen im Amt ist, hat sie sich bereits viel vorgenommen.
Besonders stark wuchs die Nachfrage in den Bereichen Sprachen und Gesundheit. Erfreulich ist auch der deutliche Anstieg an Neukundinnen und Neukunden. Neue Kommunikationswege – insbesondere Social Media, Präsenz auf Märkten sowie gezielte lokale Werbung – haben messbar zur steigenden Sichtbarkeit beigetragen.
Die räumliche und technische Ausstattung der VHS wurde 2025 weiter modernisiert, unter anderem durch neue digitale Tafeln, Renovierungen sowie die Optimierung der Lehrküche.
Städtische Max-Bruch-Musikschule
Im Jahr 2025 haben insgesamt 56 Veranstaltungen der Städtischen Max-Bruch-Musikschule stattgefunden.
Zum Jahreswechsel wurde der Kammermusiksaal durch die Stiftung der Schwerdtner Raumakustik GmbH akustiksaniert.
Die Gebührenerhöhung von 15 % Prozent seit Jahresbeginn, die sich aus der Umsetzung des Herrenberg-Urteils zum 1. Dezember 2024 ergab, hat keine gravierenden Abmeldungen nach sich gebracht.
Weitere Beiträge zum Thema
Der Auftakt der ersten „Elternwoche“ lief im Februar an, wobei die Eltern den Unterricht ihrer Kinder wahrnehmen bzw. für ein Gespräch nutzen konnten. Sie wurde positiv aufgenommen und soll nun alle zwei Jahre stattfinden.
Das Abschlusskonzert des Regionalwettbebwerbs „Jugend musiziert“ für die beiden Bezirke Rheinberg / Oberberg fand am 23. Februar auf Schloss Homburg im Oberbergischen statt.
Im Juni wurde die Freundschaft zwischen der „Musikskolen“ Odense, Dänemark, und der Max-Bruch-Musikschule Bergisch Gladbach durch ein Konzert zweier Orchester in der Aula der Waldorfschule gefeiert.
In den Sommerferien wurden zwei weitere Räume durch Stiftung der Schwerdtner Raumakustik GmbH akustiksaniert.
Der 110 Jahre alte Flügel im Kammermusiksaal erhielt eine Reparatur der drei instabilen Beine, die der Förderverein vorfinanzierte. Im Verlauf des Herbstes konnte der Klavierfachbereich die Kosten durch drei Benefizkonzerte fast wieder komplett einspielen.
Im September konnte die erste Mobilitätsaktion der Musikschule mit dem Konzert „Music meets Mobility“ im Kalandersaal auf dem Zanders Gelände mit einem der Streichorchester feierlich eröffnet werden.
Im November wurde die Stelle „Stellvertretender Schulleiter“ zu einer zweiten Schulleitung höherbewertet – eine Begleiterscheinung der Vergrößerung der Musikschule auf 75 Lehrkräfte durch die Umsetzung des Herrenberg-Urteils.
Im Dezember fand die Veranstaltung „Gitarrissimo“ in Kooperation mit dem Kulturamt des Kreises in Rösrath statt.
Kunstmuseum Villa Zanders
Das Jahr 2025 begann für das Kunstmuseum Villa Zanders mit einem Besuch von Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Besuch, an dem auch Kulturdezernent Stephan Dekker teilnahm, umfasste einen Rundgang durch die aktuellen Ausstellungen des Museums und diente dem gegenseitigen Austausch. Er war für das Museum sehr wertvoll.
Zusätzlich zu den drei bereits im Jahr 2024 begonnenen Ausstellungen wurden vier weitere Ausstellungen gezeigt, darunter Kunst ohne Grund. Hängende Skulpturen und Installationen aus Papier, die interaktive Kabinettausstellung Heute hier, morgen da. Unterwegs mit Walter Lindgens sowie Eckart Hahn: Papiertiger und Veronika Moos: nicht mehr und dann. Mit Papiertiger von Eckart Hahn erweiterte das Museum den Fokus auf Papier als künstlerisches Medium und brachte neue Facetten in den Dialog mit der Sammlung ein.
Ein besonderes Highlight war das neue Vermittlungsangebot innerhalb der Ausstellung zu Walter Lindgens: Im interaktiven Escape Game „Das verschwundene Kunstwerk“ wurde die Ausstellung selbst zum Schauplatz eines spannenden Rätsels.
Beiträge zu den Ausstellungen
Im September 2025 fand die Aktion Unsigned Untitled Undated des Künstlers Tim Beeby statt. Im Erdgeschoss wurden 130 Leinwände aus seiner Serie Inks verteilt. Die Werke waren weder signiert noch betitelt oder datiert. Vor Ort konnten die Besucherinnen und Besucher mit dem Künstler ins Gespräch kommen und eine Leinwand kostenlos mitnehmen. Oder sie signieren, betiteln und datieren lassen und käuflich erwerben. Die Aktion war ein voller Erfolg: Das Haus war am Wochenende voller interessierter Besucherinnen und Besucher. Während des Künstlergesprächs wurde lebhaft über die Aktion diskutiert.
Zudem fanden zehn Schulausstellungen mit Vernissage statt. Sechs Grundschulen und vier weiterführende Schulen stellten ihre in Workshops im Museum entstandenen Werke in den Kabinetträumen des Museums aus.
Auch im Jahr 2025 erhielt das Kunstmuseum Villa Zanders für einzelne Ausstellungen verschiedene Zuschüsse. So unterstützte die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln die Ausstellung Eckart Hahn: Papiertiger. Der Ortstermin mit Veronika Moos wurde durch die VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen gefördert. Auch der Freundeskreis Kunstmuseum Villa Zanders e. V. (ehemals Galerie+Schloss e. V.) förderte alle gezeigten Ausstellungen sowie das gesamte Vermittlungsprogramm. Ohne diese Förderungen wäre ein Ausstellungsbetrieb nicht möglich.
Dank Schenkungen und Ankäufen konnte das Kunstmuseum seine Sammlung erweitern. So erwarb das Museum u.a. Arbeiten der Berliner Künstlerin Jenny Michel, zwei Reliefs von Astrid Busch, eine Papierarbeit von Angela Glajcar (Schenkung Freundeskreis Kunstmuseum Villa Zanders e. V.) sowie die erste bekannte Buchskulptur und damit ein zentrales Frühwerk von Oskar Holweck. Zugleich machen diese Schenkungen und Erwerbungen ein neues Museumsdepot immer dringlicher und viele Angebote mussten aus diesem Grund ausgeschlagen werden.
Die Kunstvermittlung spielte im Kunstmuseum Villa Zanders auch 2025 eine wichtige Rolle. Sie umfasst die (vor-)schulische Vermittlungsarbeit sowie Angebote für die breite Öffentlichkeit. Ein besonderes Highlight im Programm 2025 war das neue Vermittlungsangebot „Kunst + Kölsch”, mit dem das Museum ein jüngeres Publikum erreichen möchte. Zunächst werden gemeinsam ausgewählte Kunstwerke aus den aktuellen Ausstellungen betrachtet. Inspiriert von diesen Eindrücken geht es im Atelier weiter: Bei einem erfrischenden Kölsch (mit oder ohne Alkohol) hat jeder die Möglichkeit, eigene Kunstwerke zu schaffen.
Passend zur Ausstellung Paper/Elements. Kunst aus Papier und die vier Elemente wurde der Workshop „Feel the Elements“ mit Tanz und Yoga angeboten. Neu waren auch die Führungen in englischer Sprache, die eine neue Zielgruppe erreichten.
In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk wurde außerdem eine zweieinhalbstündige Führung ins Leben gerufen. Sie führt nicht nur durch die jeweilige Ausstellung, sondern auch durch das Außengelände des Kunstmuseums.
In den Osterferien konnte dank des Kulturrucksack-Förderprogramms ein Programm für Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden. Im November schloss sich das Kunstmuseum in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bergisch Gladbach der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen an und bot mit „Empowerment durch Kunst” eine „Ladies’ Night Spezial” an.
Um die Kunstvermittlung und die Barrierefreiheit des Hauses stetig zu verbessern, fand im April ein Inklusions-Coaching durch Inbeco statt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden schrittweise umgesetzt.
Auch Veranstaltungen gehörten 2025 zum Museumsleben. So fand im Mai bereits zum 19. Mal das beliebte KinderKünstlerFest statt, das dank des guten Wetters wie geplant stattfinden konnte. Familien strömten auf die Wiese hinter dem Museum, um einen Tag voller kreativer Aktivitäten und künstlerischer Entdeckungen zu erleben. An zahlreichen Mitmachstationen konnten Kinder unter Anleitung erfahrener Künstlerinnen und Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dieses Fest wurde erst durch die großzügige finanzielle Unterstützung von Bürger für uns Pänz e. V. und dem Freundeskreis Kunstmuseum Villa Zanders e. V. ermöglicht.
Im Oktober fand zum zweiten Mal der sogenannte Türöffner-Tag „Türen auf mit der Maus” statt. Viele Kinder nutzten die Chance, an Führungen und Workshops im Atelier teilzunehmen.
Es fanden vier „Salongespräche“ statt: „Feuer, Wasser, Erde, Luft. Das Atelier – ein Forschungslabor. Zeitgenössische Positionen zu einem tradierten Thema“, „Die vier Elemente. Eine kulturgeschichtliche Konstante“, „Kulturteilhabe – in jedem Alter!“ sowie „Kulturpolitik lernen? Der kulturpolitische Reporter Peter Grabowski über Informationsbedarf und Kompetenzgewinn auf einem weiten Feld“.
Die „Salongespräche“ boten die Möglichkeit, sich mit den in den Ausstellungen angesprochenen Themenbereichen und darüber hinaus auf theoretischer Ebene auszutauschen.
Im Juli machte die Radtour NRW Stop in Bergisch Gladbach. Das Kunstmuseum war Kooperationspartner. 115 Radfahrerinnen und -fahrer aus ganz Nordrhein-Westfalen – viele davon kunst- und museumsfern – besuchten das Museum und nahmen an den beiden Kurzführungen teil.
Eine Binse, aber immer wieder wahr: Ohne Kommunikation keine Besucher*innen. Im Jahr 2025 kam ein Team des ZDF ins Haus. Der Künstler Bastian Hoffmann, von dem das Museum eine Arbeit in der Sammlung hat, erhielt einen Beitrag, der bei ZDF aspekte und 3sat Kulturzeit ausgestrahlt wurde.
Das Museum erreichte seinen 4.000. Follower auf Instagram.
Für die Ausstellung Eckart Hahn: Papiertiger gab es mehrere erfolgreiche Werbemaßnahmen: Im WDR 3 war eine Woche lang ein Werbetrailer zu hören. Die Ausstellung wurde in Bergisch Gladbach und Köln mit einer Plakatkampagne beworben. Für das Kino vor Ort wurde ein Werbetrailer produziert, der drei Monate lang täglich abgespielt wird.
Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe
Das Jahr 2025 stand für das Bergische Museum im Zeichen klarer struktureller Fortschritte und einer starken öffentlichen Wahrnehmung. Es wurden Maßnahmen und Projekte angestoßen, die das Museum langfristig modernisieren und seine Rolle als wichtiger Kulturort in Bergisch Gladbach stärken.
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Ein zentraler Schwerpunkt war der Beginn der Neukonzeption des gesamten Hauses, die vom Landschaftsverband Rheinland mit 189.500 Euro gefördert wird. 2025 konnte der Förderverein des Museums zusätzlich 20.000 Euro von der Kämpgen-Stiftung einwerben, um damit den inklusiven und barrierefreien Ansatz des Projekts zu stärken.
Im Rahmen der Neukonzeption wurde Ende 2025 die Machbarkeitsstudie abgeschlossen, welche klärt, wie Ausstellung, Gebäude und Infrastruktur des Bergischen Museums künftig modernisiert und erweitert werden können. Parallel dazu wurde die neue Ausstellungskonzeption ausgeschrieben. Als weiterer Baustein wurde im Dezember die Entwicklung einer neuen barrierearmen Museumswebsite begonnen. Die Barrierefreiheit bildet in allen Teilprojekten einen zentralen Leitfaden – das Ziel ist ein zukunftsfähiges Museum für alle Bürgerinnen und Bürger.
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Im Bereich der Sammlungsdigitalisierung konnten ebenfalls Fortschritte erzielt werden. Das vom LVR geförderte Projekt zielt darauf, ab, die Daten zu den Sammlungsbereichen Rohstoffe und Bergbau in einer digitalen Datenbank zu erfassen und perspektivisch in Teilen öffentlich zugänglich zu machen.
Das Museumsfest erzielte wieder hohe Besucherzahlen und unterstrich das anhaltende Interesse an historischen Handwerken und familienorientierten Angeboten. Erstmals fand das White Dinner auf dem Museumsgelände statt.
Ein besonderes Signal setzte die große Spendenaktion „Schmieden für den Frieden“, die in Kooperation mit dem internationalen Schmiedeprojekt und dem Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach–Butscha stattfand. An sechs Schmiedefeuern wurden Friedensnägel hergestellt, deren Erlöse – von der Bethe-Stiftung verdoppelt – humanitären Projekten in der Ukraine und dem Förderverein des Museums zugutekamen.
Im Bildungsbereich verzeichnete das Museum eine sehr hohe Nachfrage in der Museumspädagogik, insbesondere von Bergisch Gladbacher Grundschulen und Kitas. Ein weiterer Schritt war der Abschluss eines Kooperationsvertrags mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, der die Zusammenarbeit mit der Schule im Bereich kultureller Bildung langfristig strukturiert. Die Schule war 2025 u. a. im Rahmen des Lesefests Käpt’n Book aktiv eingebunden.
Insgesamt blickt das Bergische Museum auf ein Jahr zurück, das wichtige Weichen für die kommenden Modernisierungsphasen gestellt hat – und zugleich gezeigt hat, wie stark die mittlerweile fast einhundertjährige Institution in Stadtgesellschaft, Schule und Ehrenamt verankert ist.
Stadtarchiv
Die Arbeit des Stadtarchivs war 2025 vor allem durch Personalwechsel geprägt. Nach einer siebenmonatigen kommissarischen Leitung der Abteilung konnte die Abteilungsleitung zum 1. August 2025 neu besetzt werden. Da im Frühjahr eine weitere Stelle neu besetzt wurde, arbeitete das Stadtarchiv zeitweilig nur mit 50 Prozent des vorgesehenen Personals. Trotzdem konnte eine dreistellige Anzahl an Nutzungsanfragen beantwortet bzw. im Lesesaal bedient werden (Stand 12.11.2025: 375 Anfragen). Die Nutzungszahlen des Vorjahres werden damit voraussichtlich übertroffen werden.
Mit der Beschaffung eines professionellen Buchscanners wurde die technische Ausstattung des Stadtarchivs weiter modernisiert. Zudem wurde die Netzwerkarbeit wieder gestärkt.
Sportverwaltung
Wie auch in den vergangenen Jahren wurden durch die Sportverwaltung die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen „Rund um Köln“ im Bergisch Gladbacher Stadtgebiet, der StadtLauf, die Stadtmeisterschaften der Grundschulen sowie die Sportlerehrung organisiert und umgesetzt. Insbesondere für den Eventpoint bei „Rund um Köln“ am Schloss Bensberg und den StadtLauf gab es in diesem Jahr viel positives Feedback. Zu den Aufgaben des Tagesgeschäfts konnten erfreulicherweise die Schadstoffsanierung des Ascheplatzes an der Paffrather Straße und die Neugestaltung der Sportfläche in Katterbach erfolgreich gestartet werden.

