Die großen Umzüge in Bergisch Gladbach sind in diesem Jahr besonders friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen, am Sonntag musste sie im ganzen Kreis bei keiner Veranstaltung aktiv einschreiten. Dazu habe auch die ständige Präsenz beigetragen; auffällige Personen seien frühzeitig angesprochen worden.

Die Teilnehmerzahl beim Karnevalszug am Sonntag in der Innenstadt von Bergisch Gladbach, dem mit Abstand größten im Kreis, lag nach Schätzung der Polizei im oberen fünfstelligen Bereich. Die Kreispolizei sei auch in diesem Jahr von Kräften der Bereitschaftspolizei verstärkt worden. Zudem sei das Ordnungsamt mit vielen eigenen Mitarbeitenden sowie einer großen Anzahl an beauftragten Mitarbeitenden einer Sicherheitsfirma am Zug gewesen.

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Keine einzige Person habe mit einem Platzverweis nach Hause geschickt werden müssen, berichtet Einsatzleiter Carsten Fischer. Es sei lediglich eine Strafanzeige wegen eines Diebstahls erstattet worden.

Genauso unproblematisch und friedlich seien sowohl der Karnevalszug in Overath-Mitte als auch die kleineren Karnevalszüge in Bergisch Gladbach-Sand, Rösrath-Hoffnungsthal, Rösrath-Forsbach, Overath-Immekeppel und Overath-Heiligenhaus verlaufen. Allesamt wurden ebenfalls durch Polizeikräfte begleitet, zumeist aus dem Bezirksdienst. Zu Straftaten sei es im Zusammenhang mit all diesen Zügen nach bisherigem Kenntnisstand nicht gekommen.

Auch von den Samstagszügen in Refrath und Bensberg wurde ein ruhiger Einsatzverlauf gemeldet. Die Polizei selbst vermutet, dass die starke Präsenz von eigenen Kräften, Ordnungsamt und Security dazu beitrugen, Nur in Refrath sprach die Einsatzleiterin einen Platzverweis aus, Straftaten wurden nicht bekannt.

In Odenthal-Voiswinkel hatten sich am Freitag wie üblich viele Jugendliche vor der Grundschule versammelt. Hier führte die Polizei viele Personenkontrollen und Gefährder-Ansprachen durch, daher sei es weitgehend friedlich geblieben. Registriert wurde ein Körperverletzungsdelikt, als ein 18-jähriger Kölner einem 20-jährigen Odenthaler im Streit mit der Faust in das Gesicht schlug. Insgesamt wurden in Voiswinkel fünf Personen wegen ihres aggressiven Auftretens mit einem Platzverweis belegt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    „Morje es, wat do drus mähs!“ haben sich die Kölner für die kommende Session als Motto gegeben. Oder anders ausgedrückt: wer etwas ändern will, packt am besten selbst mit an.

    Nicht nur die Karnevalisten räumen in diesem Sinne übrigens am kommenden Wochenende auf:
    https://in-gl.de/2026/01/22/putztmunter-gemeinsam-fur-eine-saubere-stadt-bergisch-gladbach/

  2. Zunächst mal ist es zu würdigen, dass die Züge ohne Zwischenfälle und friedlich abgelaufen sind. Das ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Daumen hoch für alle, die sich hier engagieren.

    Warum zu “levve un levve losse” dazu gehören soll die in vielfacher Hinsicht hoch gelobte und in kölschem Liedgut so gerne verklärte Heimat als Müllhalde zurückzulassen, darf mit Recht in Zweifel gezogen werden. Wobei hier die geworfenen Kamelle nur einen Teil des Problems ausmachen. Die Zuschauer am Wegesrand machen sich leider in vielen Fällen wenig Gedanken darüber wo die leergetrunkene Mini-Schnapspulle, Bierdose oder das plattgetretene Kammelche sachgerecht entsorgt werden kann. Einfach dort fallen lassen, wo man gerade steht ist oft die Devise. Es wird ja die Müllabfuhr kommen und “meinen” Dreck wegräumen. Und was die nicht schaffen, dass müssen dann eben die Anwohner erledigen oder es tritt sich breit … was soll’s…Driss am Schuh…ist ja nicht “mein” Problem.
    Es ist nicht der Karneval…es ist leider jede/r einzelne von uns, die/der diese Einstellung mit “Feiern” verwechselt.
    Daran sollte sich doch was ändern lassen, oder?

    1. Da haben Sie mich aber (gewollt?) missverstanden. Das Müllthema habe ich nicht wirklich angesprochen…

      Ist nicht das viel größere Problem der Verpackungsmüll, den jeder einzelne im Haus produziert, im Verhältnis gesetzt zu einer jährlichen Feier, bei der mal mehr als gewohnt auf dem Boden landet und nebenbei auch zügig dort verschwindet.

      Nahezu alles ist in Plastik verpackt und es ändert sich nicht. Ich sehe da nach wie vor die Hersteller und Supermärkte in der Hauptverantwortung… Toilettenpapier und Küchenrolle könnte beispielsweise in einer Papierverpackung angeboten werden, um mal nur eine offensichtliche Sache zu nennen.

  3. Die Müllwerker der Stadt Bergisch Gladbach leisten schon einiges an solchen Tagen!
    Leider wird dies immer noch nicht dementsprechend gedankt!

  4. Dafür aber jetzt die AWB die den ganzen Plastikmüll ob Flaschen, Kamelle oder sonstiges Mikroplastik reinigen muss. Ich kann es einfach nicht verstehen warum wir Karneval nicht ohne Plastik feiern können. Muss Plastikkonfetti benutzt werden? Kann man nicht die Menge an Kamelle reduzieren? Kann man nicht mehr Mülltonnen aufstellen als Stadt? Kann man nicht als Karnevalsverein dieses Thema in Zeiten von Umweltverschmutzung wortwörtlich die Fahne schreiben? Kann die Stadt vielleicht nicht wie viele Kommunen darüber nachdenken Verbote zu erlassen?

    1. Wie sollten uns heute einfach mal freuen, dass unsere Stadtgesellschaft, verschiedenste Kulturen, toll und friedlich gemeinsam zu feiern. Und ganz ohne Zwischenfälle. Das ist einer der Gründe, warum ich hier gerne lebe. Levve un levve losse wird hier groß geschrieben!

      Nebenbei sind solche tollen Nachrichten auch Gift für die NoAFD.