Beschädigter Baum an der Saaler Mühle. Foto: Stadt Bergisch Gladbach

Die Stadtverwaltung tritt Gerüchten entgegen, die Baumfällungen im Waldgebiet an der Saaler Mühle stünden im Zusammenhang mit der geplanten Skateanlage. Wie bereits in anderen städtischen Wäldern gehe es um die Sicherheit von Spaziergängen und die gesunde Entwicklung des Waldes.

Wo immer Bäume im städtischen Wald gekennzeichnet werden und anschließend gefällt werden, kommen in der Anwohnerschaft Fragen und auch Protest auf. Bei den Arbeiten im Waldgebiet an der Saaler Mühle kursierten nun sogar Gerüchte, in Wahrheit handele es sich um vorbereitende Maßnahmen für die geplante neue Skateranlage. Dem tritt die Stadtverwaltung nun deutlich entgegen.

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Die Maßnahmen dienten „konkret der Sicherheit entlang der Wege sowie der langfristigen Stabilisierung und gesunden Entwicklung des Waldbestandes“, sagte er zuständige Beigeordnete Thore Eggert. Die Fällung der Bäume („Entnahme“) sei aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig und stünde in keinem Zusammenhang mit den Plänen rund um den benachbarten Skatepark an den Otto-Hahn-Schulen.

Die Umwandlung der maroden Anlage in einen modernen Skate-Park mit weiteren multifunktionalen Sportfläche ist beschlossen worden, liegt nach Klagen aus der Anwohnerschaft derzeit aber auf Eis.

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Mit Blick auf die Waldarbeiten zog die Stadt jetzt eine positive Zwischenbilanz. Die Arbeiten entlang der Wege und Pfade seien planmäßig, sicher und ohne Zwischenfälle durchgeführt worden. Der Abtransport des Holzes verzögere sich, bis die Waldwege ausreichend trocken sind.

In den kommenden Wochen sollen die ökologisch wertvollen Habitatbäume vor Ort sichtbar gekennzeichnet. So bleibe nachvollziehbar, welche Bäume gezielt erhalten werden.

Zur Sache: Habitatbäume

Als Biotop- oder Habitatbaum werden Bäume bezeichnet, die besondere Lebensräume für andere Lebewesen anbieten. Hierbei handelt es sich oft um sehr alte, zum Teil auch bereits absterbende oder tote Bäume. Soweit von ihnen keine Gefahr ausgeht, sollen sie stehen bleiben.

Die durch die Arbeiten entstandenen kleineren Freiflächen würden bereits begutachtet und gezielt für eine Wiederbepflanzung vorbereitet. Vorgesehen sei die Pflanzung standortgerechter, heimischer Baumarten. Dabei sollen auch örtliche Vereine eingebunden werden, um die Entwicklung des Waldes gemeinschaftlich zu begleiten.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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