Vertreter der Polizei und des SV 09 stellen die Kampagne vor. Foto: SV

Immer noch sind viele Betrüger mit Schockanrufen bei Seniorinnen und Senioren erfolgreich. Daher unterstützt der SV Bergisch Gladbach 09 jetzt eine Plakataktion der Polizei Rhein-Berg. Beide zusammen werben für „Wohnzimmergespräche“ – bei denen Betrugsopfer von ihren Erfahrungen berichten.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des SV 09

Der SV Bergisch Gladbach 09 setzt ein klares Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und unterstützt gemeinsam mit der Polizei RBK die Präventionsarbeit gegen sogenannte Schockanrufe bei Seniorinnen und Senioren.

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Pünktlich zum ersten Heimspiel der Rückrunde in der Mittelrheinliga wurde in der BELKAW-Arena ein neues Präventionsplakat offiziell vorgestellt, das Besucherinnen und Besucher des Stadions auf die Betrugsmasche „Schockanruf“ aufmerksam macht. Ziel der Aktion ist es, insbesondere ältere Menschen sowie deren Angehörige für diese Form der Telefonkriminalität zu sensibilisieren.

Initiiert wurde die Zusammenarbeit durch Klaus-Dieter Becker (Vorstandsmitglied SV Bergisch Gladbach 09 und Vorsitzender des Polizeibeirats) sowie Marie Duske, Stadionsprecherin des SV 09 und zugleich Mitarbeiterin im Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Köln.

Gemeinsam mit Claudio Heider (Kapitän der 1. Mannschaft), Pedro Fatzikis (Pressesprecher SV 09) und Stefan Lurz (Dienststellenleiter Kriminalprävention und Opferschutz) wurde das Plakat im Stadionumfeld offiziell eingeweiht.

Dazu erklärt die Polizei: Fast jeden Tag versuchen Kriminelle, ältere Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis am Telefon zu betrügen. Die engagierte Präventionsarbeit unserer Kriminalprävention wirkt: Vergangenes Jahr ist die Zahl der Opfer im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Auch die Gesamtschadenssumme ist signifikant gesunken. In gut neun von zehn Fällen scheitern die Betrüger am Telefon. Das zeigt, dass immer mehr ältere Menschen im Kreis mittlerweile so gut informiert sind, dass sie Schockanrufe auch als solche erkennen. 

Diese positive Entwicklung will die Polizei Rhein-Berg fortsetzen. Die Kooperation mit einem der größten Sportvereine im Kreis ist dabei eine wichtige Stütze, sagt Stefan Lurz aus dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz: 

„Unser Ziel ist es, dass die Zuschauer die Botschaft auf dem Plakat mit nach Hause nehmen und in den Familien über dieses Thema sprechen. Es sind ja nicht nur die Senioren, die betroffen sind, sondern auch die Erben: Denn es ist auch ihr Geld, das vielleicht ihre Eltern oder Großeltern an Betrüger übergeben.”

„Als Verein mit großer regionaler Strahlkraft möchten wir unsere Plattform bewusst nutzen, um auf gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam zu machen. Der Schutz älterer Menschen vor Betrugsdelikten ist uns ein wichtiges Anliegen“, betont auch SV-09-Vorstand Klaus-Dieter Becker.

Polizei bietet „Wohnzimmergespräch“ an

Im Rahmen dieser Präventionsarbeit weist der SV Bergisch Gladbach 09 ausdrücklich auf eine besondere Online-Veranstaltung der Polizei Köln hin:

Am Mittwoch, 04. März, findet von 11:00 bis 12:30 Uhr das erste digitale „Wohnzimmergespräch“ aus dem Präventions- und Beratungszentrum der Polizei Köln statt. Thematisch geht es um Schockanrufe und psychologische Manipulation am Telefon.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der persönliche Erfahrungsbericht einer Betroffenen. Begleitet wird das Gespräch von Fachkräften aus den Bereichen Psychotraumatologie, Opferschutz und Seniorenprävention.

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Immer wieder gelingt es Betrügern, durch eine spezielle Form des Telefonterrors ihre Opfer so unter Druck zu setzen, dass sie hohe Summen rausgeben. Die Polizei Rhein-Berg berichtet von einem weiteren eklatanten Fall, sucht Zeugen und gibt sechs klare Verhaltenstipps.

Die Veranstaltung richtet sich an Seniorinnen und Senioren, Angehörige, Seniorennetzwerke, soziale Einrichtungen sowie alle Interessierten. Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung sind über die Polizei Köln/RBK abrufbar.

Mit der Verbindung aus sichtbarer Stadionaktion und digitaler Aufklärungsarbeit unterstreicht der SV Bergisch Gladbach 09, dass Prävention nicht am Stadiontor endet – sondern ein gemeinsames Anliegen von Sport, Gesellschaft und Sicherheitsbehörden ist.

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