Fotos: Michael Stadnik

Der russische Angriff auf die Ukraine begann heute vor vier Jahren, Bergisch Gladbachs Partnerstadt Butscha wurde 33 Tage lang besetzt, mehr als 400 Menschen getötet. Der Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Butscha erinnert an die furchtbaren Ereignisse und zeigt am Mittwoch den Dokumentarfilm „Der lange Februar“. Gleichzeitig wird der 16. Hilfstransport vorbereitet.

Wir veröffentlichen einen Beitrag  des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Butscha

Heute, am Dienstag, den 24. Februar 2026, jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine und damit auch die Besetzung von Bergisch Gladbachs Partnerstadt Butscha zum vierten Mal. In den 33 Tagen der Okkupation wurden in Butscha mehr als 400 Menschen getötet, viele von ihnen auf offener Straße erschossen. Tagelang war es den Überlebenden nicht erlaubt, die Leichen zu bergen, zielten Scharfschützen immer wieder auf Zivilisten, die sich aus dem Haus wagten.

Die Ereignisse dieser Wochen haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingebrannt, die Bilder der russischen Gräueltaten gingen nach der Befreiung der Stadt durch die ukrainischen Streitkräfte um die Welt.

Der Frankfurter Regisseur und Kameramann Michael Stadnik hat die dramatischen Wochen der Besatzung in seinem Dokumentarfilm „Der lange Februar“ aufgearbeitet. Der Film rekonstruiert anhand zahlreicher privater Videoaufnahmen und bislang unveröffentlichter Materialien das Leben der Menschen in Butscha unter Gewalt, Angst und Besatzung.

Stadnik hat über fast drei Jahre hinweg recherchiert und persönliche Perspektiven aus der Stadt zusammengetragen. Durch seine familiären Verbindungen in die Region – Verwandte leben in der Nachbarstadt Irpin – erhält der Film eine besondere Nähe und Authentizität.

„Dieser Film ist unser Schmerz, unsere Wunde, unsere Wahrheit. Die Welt muss ihn sehen“, sagt Butschas Bürgermeister Anatolii Fedoruk, der bereits mehrfach zu Gast in Bergisch Gladbach war.

Am 24. Februar wird „Der lange Februar“ in Butscha gezeigt. In Bergisch Gladbach ist der Film am Mittwoch, 25. März, 19.30 Uhr, im Rahmen der Kultkino-Reihe im Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach zu sehen. Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde mit dem Regisseur sowie Vertreterinnen und Vertretern des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Butscha e. V. statt.

Der Film ist aufgrund der eindringlichen Darstellungen nicht für Personen unter 16 Jahren geeignet. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Karten sind an der Theaterkasse des Bergischen Löwen (mittwochs bis freitags 10 – 18 Uhr, samstags 10 – 13 Uhr, Telefon 02202 2946-18) sowie – soweit dann noch verfügbar – an der Abendkasse erhältlich. www.bergischerloewe.de

Parallel bereitet der Städtepartnerschaftsverein den 16. Hilfstransport nach Butscha vor. Geplant ist die Lieferung von Fahrzeugen, Baumaschinen für den Wiederaufbau sowie Energieerzeugern. Für die Finanzierung weiterer Hilfsmaßnahmen ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen.

Spendenkonten des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Butscha

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE26 3705 0299 0311 5909 11
BIC: COKSDE33XXX

VR Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen
IBAN: DE77 3706 2600 4039 2220 14
BIC: GENODED1PAF

Wer die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, findet weitere Informationen auch auf der Internetseite sowie in den Kanälen des Vereins in den Sozialen Netzwerken.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Alle Helden: die tapferen Menschen in der Ukraine und Butscha im nun 4jährigen Kampf gegen den Massenmörder Putin und seine korrumpierte Mafia.
    Größter Dank an die Macher:innen der Städtepartnerschaft. Bergisch Gladbach mit Butscha: gegen das Vergessen und für anhaltend tätige Hilfe. Allergrößten Respekt !