Das ehemalige Kantinen- und Betriebsratsgebäude auf dem Zanders-Areal soll für die Stadtbücherei umgebaut werden. Foto: Thomas Merkenich

Mit dem geplanten Umzug der Stadtbücherei vom Forum auf das Zanders-Gelände entsteht ein neuer Ort für Bildung, Begegnung und Kultur. Jetzt fragt die Stadtverwaltung, welche Ideen und Erwartungen die Bürger:innen an diese neue Bibliothek haben.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Auf dem Zanders-Areal entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Ort für Bildung, Begegnung und Kultur: die neue Bibliothek für Bergisch Gladbach. In der aktuellen Planungsphase lädt die Stadt nun alle Bürgerinnen und Bürger ein, ihre Ideen und Erwartungen einzubringen.

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Ab sofort ist eine Online-Befragung freigeschaltet, mit der die zukünftige Nutzung der Bibliothek gemeinsam mit der Stadtgesellschaft gestaltet werden soll.

Das Zanders-Gelände hat für Bergisch Gladbach eine besondere Bedeutung. Über viele Jahrzehnte prägte die Papierfabrik den Standort und die Identität der Stadt. Mit der Entwicklung des Areals eröffnet sich nun die Chance, diesen geschichtsträchtigen Ort neu zu denken.

Entdecken Sie das Zanders-Areal aus der Luft und am Boden

Ein Doppelklick öffnet und schließt die volle Ansicht, mit der besten Wirkung auf einem größeren Bildschirm, auf dem Handy im Querformat. Sie können über die blauen Punkte und die Navigation oben verschiedene Perspektiven ansteuern. Sie können die Ansicht drehen, Details heranzoomen. Hinter den roten Symbolen finden Sie Texte, historische und aktuelle Fotos. Manche Infos sind ein wenig versteckt. Gute Entdeckungsreise!

Die geplante Bibliothek wird dabei ein zentraler Baustein der zukünftigen Nutzung sein. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek und der Zanders Entwicklungsgesellschaft arbeitet die Stadt derzeit an einem Konzept für die neue Bibliothek. Ziel ist es, einen offenen und vielseitigen Ort zu schaffen, der den Bedürfnissen der Menschen in Bergisch Gladbach entspricht – heute und in Zukunft.

Damit dies gelingt, sind die Erfahrungen, Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig.

Die Online-Befragung richtet sich an alle Interessierten – unabhängig davon, ob sie die Bibliothek regelmäßig nutzen oder bisher wenig Berührung damit hatten. Gefragt wird unter anderem, welche Angebote und Funktionen sich die Menschen von einer modernen Bibliothek wünschen und wie sie sich die Nutzung des neuen Ortes vorstellen.

Das Gebäude der Stadtbücherei ein Forumpark ist marode, daher soll sie so schnell wie möglich umziehen. Foto: Redaktion

Die Umfrage wurde von Includi entwickelt und begleitet den Beteiligungsprozess in dieser frühen Planungsphase. Die Rückmeldungen aus der Befragung fließen direkt in die weitere Planung ein und helfen dabei, ein Konzept zu entwickeln, das möglichst viele Perspektiven berücksichtigt.

Die Teilnahme an der Umfrage dauert circa 15 Minuten und ist hier ab sofort online möglich. 

Die Stadt Bergisch Gladbach lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich zu beteiligen und so die Zukunft der neuen Bibliothek aktiv mitzugestalten.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Der Plan der CDU, überall zentrale städtische Immobilien einfach am freien Markt zu versilbern und Kasse zu machen (Siehe alte Stadthäuser), ist ein klassischer Fall von kurzsichtiger Renditepolitik auf Kosten der Gemeinschaft.
    Das geht aber nicht überall und eben nicht an dieser Stelle auf diesem Grundstück, und genau dort müssen wir Kontrapunkte zur weiteren Kommerzialisierung setzen.

    Ja, der Haushalt blutet – aber wer hat ihn denn so weit gebracht? Jahrelange Steuergeschenke an Besserverdiener und Unternehmen, Personalabbau in der Verwaltung und das ständige Mantra „keine Steuererhöhungen“.

    Und jetzt soll die Stadtmitte dran glauben: Jugendzentren, bezahlbare Wohnungen, Kulturorte – alles, was eine Stadt lebendig und für alle zugänglich macht – wird geopfert, damit Investoren Luxuswohnungen, Büros oder teure Eigentumswohnungen hinstellen können.

    Dem muss sich die Stadtgesellschaft entschiedenen widersetzen, denn sowas ist keine Haushaltssanierung. Das ist soziale Säuberung der Innenstadt im Interesse der “Wohlhabenden”.

    Eine lebendige Stadtmitte braucht Vielfalt statt Monokultur: Gewerbe ja – aber daneben muss es gleichberechtigt bezahlbares Wohnen, Räume für Jugendliche und Senioren, öffentliche Begegnungsorte und Kultur geben. Genau das verschwindet, wenn jede Quadratmeter nur noch nach Euro bewertet wird.

    Bergisch Gladbach gehört nicht denjenigen, die am meisten bieten. Es gehört uns allen – den Auszubildenden, den Alleinerziehenden, den Rentner*innen, den Kulturschaffenden, den Studierenden. Deshalb braucht es nicht überall Privatisierung, sondern das genaue Gegenteil:

    Öffentliches Eigentum erhalten und sozial nutzen.
    An dieser Stelle könnte eine zentrales Haus für Jugend, Kultur und bezahlbares Wohnen entstehen – öffentlich getragen.

    Die Onlinebefragung ist eine gute Möglichkeit, dafür, klar zu machen, dass die Stadt ALLEN gehört. Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung statt weitere Hinterzimmer-Deals, wie wir sie ja gerade beim städtischen Haushalt erleben.

    Die Stadtmitte ist kein Spekulationsobjekt. Sie ist unser Zuhause. Und wir sollten sie uns nicht wegnehmen lassen. Holt sie zurück – bevor sie endgültig zur gesichtslosen Investorenmeile wird.


    Tomás M. Santillán – Mitglied im Stadtrat Bergisch Gladbach Die Linke

    1. Hallo Tomás M. Santillán,
      die Stadt hat ein riesiges Grundstück mit vielen Gebäuden (Zanders) gekauft und dort wird in Laufe der Zeit viel Geld investiert. Es werden Kulturräume, bezahlbarer Wohnraum, Räume für Jugendliche und Senioren, Begegnungsstätten, Schulen, Spielplätze und viel mehr entstehen. Dass im Gegenzug alte Häuser und auch Grundstücke verkauft werden, da spricht meiner Meinung nichts gegen.
      Spekulationsobjekte müssen nicht gesichtslos sein. Zudem ist es nicht richtig eine Geldanlage in Immobilien als Spekulationsgeschäft zu betiteln, vielleicht es es auch eine grundsolide langfristige Investition.

  2. Sehr sehr gut für UNSERE Demokratie, gegen Politikverdrossenheit und für erfolgreiches Gelingen, die „Ideen und Erwartungen die Bürger“ zumindest zu erfragen !
    Hoffnungsvoll, dass diese neue Kultur sich gegen das jahrzehntelange „über die Köpfe“ hinweg langsam etabliert.
    Kommunikative Verständigung im Sinne des kürzlich verstorbenen Jürgen Habermas.
    Für Demokratie und Vielfalt.

  3. Moin,
    gibt es auch schon Pläne mit dem bestehenden Gebäude der Stadtbücherei, nachdem die Bücherei nach Zanders umzieht?

    Da das Q1 auf absehbare Zeit schließt, wäre dieses Gebäude doch eine gute Option für (T)Räume der Jugend. Die Anbindung an den ÖPNV ist relativ gut, die Nähe zum Zentrum ist gegeben, umliegend befinden sich Möglichkeiten zum Einkaufen und Essen. Meines Wissens wäre Abends der Weg auch beleuchtet und der Weg zum ÖPNV kurz, was wenigstens etwas Sicherheit verspricht. Es wäre eine Schlecht-Wetter-Alternative für den Spielplatz vor der Haustür.
    Je nachdem wann die Bücherei umziehen soll, wäre das eine Chance, die Jugend nicht völlig zu vernachlässigen. Der Vertrag mit dem Q1 wird voraussichtlich gegen Herbst auslaufen, das geplante Gebäude für die Jugendlichen soll erst noch Gebaut werden, was wie wir wissen, wahrscheinlich ewig dauern kann.

    Als junger Familienvater hätte ich ein besseres Bauchgefühl bei der Location, aufgrund der Nähe zu ÖPNV und dem Zentrum, da auch spontane Besuche attraktiver sind, der Weg für mein Kind auch Abends sicherer sein kann, ein Neubau immer mehr Umweltschäden verursacht als eine Bestandsnutzung.

    1. Das würde mich auch interessieren. Als Q1 Oldie kann ich mir diese Location wirklich gut vorstellen. Neben den von Marcel beschriebenen Vorteilen sehe ich dass auch die Räumlichkeiten eine angemessene Größe für die verschiedenen Angebote für die Gladbacher Jugend bieten.

      Was passierte denn mit dem “Weltladen”, der dort angeschlossen ist/war? Das wäre doch auch eine Traumlocation für das Jugendcafé Q-Vadis. Mit Außenbereich für die Bewirtung außerhalb. Z.B., wie jetzt auch genutzt, für die Eltern der Kinder, die das Zentrum dann besuchen würden. Angeschlossen der Park mit Spielplatz für die ganz Jungen.

      In meinen Augen eine großartige Alternative, wenn die Räumlichkeiten die Bedingungen erfüllen.

      *Co-Sprecherin der Linken.RBK*

    2. War nicht die Situation des Grundstückes, dass dies überhaupt nicht der Stadt gehört und bei einer Zwecknutzung an den Eigentümer zurückgeht (Ebenso Zandersbad?)

      1. Die Familie Zanders hatte das Grundstück der Stadt geschenkt, mit der Auflage, dort kulturelle Einrichtungen anzusiedeln.

    3. Das Gebäude gilt ebenfalls als nicht sanierbar und soll abgerissen werden. Konkrete Pläne, wie das Grundstück genutzt werden soll, gibt es öffentlich noch nicht. Die Familie Zanders hatte es der Stadt geschenkt, mit der Auflage, es für die Kultur zu nutzen.