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Seit einigen Jahren arbeitet die Abteilung StadtGrün mit Tulpen, Narzissen & Co. daran, städtische Grünflächen attraktiver, vielfältiger und bienenfreundlicher zu gestalten. In diesem Jahr sollen Flächen in Schildgen, Hand, Stadtmitte, Herkenrath und Refrath aufgewertet werden. Zur Finanzierung startet die Stadt mit den Bergischen Löwinnen einen Spendenaufruf.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

„Mit der Umsetzung beauftragen wir jährlich einen niederländischen Dienstleister, der im November mit einer Spezialmaschine nach Bergisch Gladbach kommt und 100 Blumenzwiebeln pro Quadratmeter in die Grünflächen einarbeitet. Sprich: Blüten am laufenden Band“, sagt Abteilungsleiter Christian Nollen.

Mittlerweile prägen die Blütenbänder das Ortsbild im zeitigen Frühjahr so sehr, dass es die Menschen glücklich stimmt und viel Lob und Anerkennung aus der Stadtgesellschaft kommt. Konkret sollen dieses Jahr Flächen in Schildgen, Hand, Stadtmitte, Herkenrath sowie Refrath aufgewertet werden.

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„Die zum Einsatz kommende Blumenzwiebelmischung wurde von einem städtischen Gärtnermeister zusammengestellt und setzt auf eine möglichst lange Blütendauer, gute Insektentracht, ursprüngliche Sorten und Dauerhaftigkeit der Pflanzen. So wird dem Menschen und Insekt für lange Jahre gedient, ohne dass ein zusätzlicher Pflegeaufwand entsteht“, freut sich die zuständige Fachbereichsleitung Alexandra Meuthen.

Damit die bunten Frühlingsboten für gut 4.000 € im Herbst gepflanzt werden können, braucht es allerdings auch das Engagement der Stadtgesellschaft, da der städtische Haushalt diese Pflanzungen nicht mehr allein stemmen kann.

Der Lions Club Bergische Löwinnen geht mit gutem Beispiel voran: Im Sinne der Nachhaltigkeit verbinden sie eine Brillensammelaktion für Menschen in Ländern mit Entwicklungsbedarf mit der Förderung des Blumenprojekts für unsere Stadt mit einer Sofortspende von 1.000 Euro.

Um die fünf Flächen wie angedacht mit Blumenzwiebeln bepflanzen zu können, braucht es jedoch weitere Spenden, die ab sofort über den Förderverein der Bergischen Löwinnen gesammelt und zweckgebunden 1:1 an die Abteilung StadtGrün weitergegeben werden.

„Lasst uns alle gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt übernehmen“, appelliert die amtierende Präsidentin der Löwinnen Dagmar Durgeloh-Jürging. „Helfen Sie mit, Bergisch Gladbach im Frühjahr in ein farbenfrohes Blütenmeer zu verwandeln – als Zeichen für Zusammenhalt, Lebensfreude und Nachhaltigkeit.“ 

Jeder Euro zählt! Machen Sie mit. So ermöglichen wir gemeinsam die Blütenpracht in Bergisch Gladbach. Sollte mit dieser Spendenaktion eine höhere Summe erzielt werden als in diesem Jahr benötigt wird, so werden diese Mittel im Jahr 2027 für die nächstfolgende Blumenzwiebelpflanzung verwendet. Bitte richten Sie Ihre Spende bis zum 31. Oktober an Spendenkonto:

Förderverein des Lions Clubs Bergische Löwinnen e. V. 
DE77 3705 0299 0311 5897 99 
Verwendungszweck: Blütenband

Wer städtische Grünflächen kennt, die ebenfalls für ein Blütenband geeignet sein könnten, kann sich mit seiner Anregung für die Folgejahre gerne an stadtgruen@stadt-gl.de wenden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Lieber Herr Nollen, liebe Frau Meuthen,
    ich habe mich sehr oft diesen Sommer gefreut, dass so viele städtische Wiesen die Chance hatten, sich zu natürlichen Blühwiesen zu entwickeln, weil sie erst spät gemäht wurden. Gerade bei den super heißen Tagen in Juli und August waren diese Wiesen immer noch feucht und haben die Umgebung gekühlt. Und man findet sofort eine Unmenge an Schwebfliegen, Libellen, Hummeln, Käfern, Heuschrecken, Faltern und weiteren Insekten, richtig super!
    Aber dann frage ich mich, warum hier wieder impliziert wird, dass gerade durch Tulpen und Narzissen die Stadt bienenfreundlicher würde? Tulpen haben wenig oder gar keinen Nektar und die Blüten werden fast nie von Insekten besucht. Narzissen sind da etwas besser, sind allerdings auch nur Frühjahrsblüher, zu Zeiten, in denen nur ein kleiner Teil aller Insekten unterwegs ist; und entsprechend wenig Insekten haben sich auf sie spezialisieren können.
    So cool “Blüten am laufenden Band” klingt, und so schön das im April aussieht, insektenfreundlich ist das noch nicht. Und “bienenfreundlich” vermeidet man grundsätzlich in der Ökologie, da das meist nur Honigbienen (die maximalen Generalisten, die immer dort häufig sind, wo Wildbienen und andere Insekten selten sind, weil sie diese verdrängen) betrifft.
    Vielleicht ist es nur der Fokus Ihrer Öffentlichkeitsarbeit, wenn Sie hier den Frühling und die bekanntesten Frühlings-Zierblumen so hervorheben und vielleicht sind in der Mischung ja auch Samen von tatsächlich insektenfreundlichen Pflanzen mit drin. Aber wie sollen mehr Menschen mehr Aufmerksamkeit für Blühwiesen, ökologische Vielfalt und Insekten in der Stadt entwickeln, wenn weiterhin die Annahme kommuniziert wird, dass Zierblumen Insekten helfen würden?
    Liebe Grüße,
    Joshua Vossebrecker

    1. Lieber Herr Vossebrecker,
      wie sieht es denn innerhalb Ihres eigenen Einflussgebiets, beispielsweise an der Schule aus, an der Sie unterrichten? Haben Sie dort bereits insektenfreundliche Pflanzprojekte umgesetzt oder Unterkünfte für Wildbienen installiert? Dann könnten Sie zugleich Ihrem Kollegium sowie Ihren Schülern und Schülerinnen die Relevanz von ökologischer Vielfalt nahebringen.

      1. Da ich Biologie unterrichte, spielt das Thema Ökologie natürlich in meinem Unterricht immer eine sehr große Rolle. EF und 9er haben z.B. am Ende des letzten Schuljahres eine Artensammlung auf den Grünflächen auf dem Schulhof gemacht. Das Ergebnis war gut, aber noch mit einigem Verbesserungspotential, gerade was die Artenvielfalt auf den Rasenflächen angeht (natürlich auf Anfänger-Niveau, aber dennoch ganz schön: https://www.inaturalist.org/observations?d1=2026-06-17&d2=2026-07-08&nelat=50.979367281&nelng=7.128173109&subview=table&swlat=50.978124367&swlng=7.125501629&view=species ). Außerdem ist im Kollegium die Idee einer Schulgarten-AG in Planung, die sich ganz gezielt mit dem Thema Grünflächen und Vielfalt auseinandersetzen kann.
        Was am Biologie-Unterricht besonders schön ist, ist, dass man live miterleben kann, wie Schüler*innen ein Interesse für alles, was draußen lebt, und die ökologischen Zusammenhänge dessen entwickeln. Diese Awareness ist auch so eine wichtige Grundlage für zukünftige Naturschutz- und Artenvielfalt-Projekte, da es ja ein Thema ist, was uns alle angeht, egal ob wir jetzt Heuschrecken hübsch finden, gerne Blumen sammeln oder Angst vor Spinnen haben.

  2. Das ist eine gute Idee, mehr Blüten für Bienen, mehr Biodiversität! Man muss allerdings unterscheiden zwischen bunten, exotischen Blumen, die die Menschen erfreuen, Bienen leider aber nichts bringen, und kleinen unscheinbaren, heimischen Blüten, die tatsächlich den Wildbienen Nahrung geben. “Blühendes-GL” verteilt Saatgut für genau diesen Zweck. In Bonn-Tannenbusch kann man sehen, wie es richtig geht, dort wurden regionale Pflanzen entlang der Strassen und Wege eingesät. Da sieht man dann auch Bienen. Unter https://www.naturadb.de/ kann man recherchieren, welche Pflanze, wie vielen Arten Nahrung bietet. Danach würde ich gehen und für weniger bunt, dafür mehr Pollen und Nektar spenden. Nicht die Menge, sondern was man einsät oder pflanzt ist entscheidend.

  3. Spende ging raus! Wunderbare Idee. Vielen Dank.
    Ich freue mich jeden Frühling über die Blumenpracht.