Der Ausschuss tagte im Rathaus Bensberg. Foto: Redaktion

Der Jugendhilfeausschuss (JHA) hat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Sorgen, Problemen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen viel Zeit und Raum gewidmet. Beschlüsse wurden im öffentlichen Teil nicht gefasst. Dafür erhielten die Ausschussmitglieder intensive Einblicke in die Lebenswelten von Schüler:innen.

In Bergisch Gladbach gibt es 32 Schulen – 20 Grund- und zwölf weiterführende Schulen. Doch nur sechs Schulen verfügen über Schulsozialarbeiter:innen. Diese arbeiten allesamt in Teilzeit und insgesamt mit einem Umfang von gerade einmal 4,12 Stellen. Dabei steigt der Bedarf stetig, wie eindrückliche Schilderungen aus dem Arbeitsalltag einiger Schulsozialarbeiter:innen zeigen. 

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Schulsozialarbeit: Zeit und Raum für die Sorgen der Kinder

Sie schlichten Streit zwischen Klassenkameraden, vermitteln zwischen Eltern und Lehrern, intervenieren bei Verdacht auf Vernachlässigung und häusliche Gewalt. Und manchmal schenken sie Kindern einfach nur etwas Aufmerksamkeit. Schulsozialarbeiterinnen an der GGS Gronau geben einen Einblick in ihre Arbeit.

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Ebenfalls deutlich gestiegen ist die Anzahl von Kindern, die wegen einer diagnostizierten oder drohenden seelischen Behinderung (wie ADHS, Autismus-Spektrum-Störung, Depression, Angststörung) eine Schulbegleitung benötigen. Zum Stichtag 1. Juli 2026 wurden 225 Kinder und Jugendliche durch eine durch das Jugendamt bewilligte Schulbegleitung unterstützt. Die Zuständigkeiten von Land, Kreis und Kommune sind komplex, die Anzahl der verschiedenen Träger enorm. 

Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung liegen vor und wurden den Ausschussmitgliedern präsentiert. Insgesamt nahmen 2204 Kinder und Jugendliche daran teil. Kurz zusammengefasst: Viele bewerten Bergisch Gladbach grundsätzlich positiv, aber insbesondere Jugendlichen fehlt es an Freizeitangeboten und Aufenthaltsorten.

Ausführliche Berichte zu den Themen Schulsozialarbeit, Schulbegleitung und zur Jugendbefragung liefern wir in den nächsten Tagen.  Alle Dokumente zum Ausschuss finden Sie im Ratsinformationssystem.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Interessant wäre es im übrigen auch, mal etwas über ME/CFS-erkrankte Kinder im Kreisgebiet zu erfahren. Wie wir wissen, steht die Schulmedizin hier noch ganz am Anfang – jedoch mit erhöhter Priorität für Kinder und Jugendliche.

    Dass die Zahlen der insgesamt Betroffenen, insbesondere der Post-Vac-Fälle durch das Paul-Ehrlich-Institut nach dem Motto “was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß”, nie wirklich erhoben wurden, ist auch bekannt.

    Über betroffene Schüler dürften jedoch Daten aus der Fehlzeitenstatistik vorliegen und sollten endlich in die Öffentlichkeit, allein um den schwer belasteten Eltern endlich auch eine Perspektive zu geben. Möglicherweise darf die Erkrankung offiziell aus DS-Gründen von der Schulbehörde nicht miterfasst werden…

    Wie hieß doch gleich eine der ersten Fernsehsendungen zu dieser Erkrankung? Richtig: “Chronisch krank, chronisch ignoriert!”.

    MfG Dieter Richter (76), betroffener Rentner