Werner Gatzer ist der Bergisch Gladbacher mit der höchsten Regierungsverantwortung  – als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium dient das SPD-Mitglied derzeit seinem Minister Wolfgang Schäuble ebenso loyal wie zuvor Peer Steinbrück.

Gatzer soll von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das Amt des Landesfinanzministers angeboten bekommen haben, was er jedoch nach einem Gespräch mit Schäuble abgelehnt haben soll.

Denn der 53jährige Berufspolitiker ist nach Stationen in Nürnberg und Köln zwar auch privat längst in Berlin angekommen, seinem Heimatort Bergisch Gladbach (und dem 1. FC Köln) ist der bekennende Rheinländer aber nach wie vor eng verbunden.

Los geht’s. Kurze Fragen, knappe Antworten.

Herr Gatzer, wie starten Sie in den Tag?
Der Tag beginnt mit einer Tasse schwarzen Kaffee.

Was wollten Sie als Kind werden? Tierarzt

Und was sind Sie geworden?
Jurist, zurzeit in der Funktion eines Staatssekretärs im Bundesministerium der Finanzen

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Das Gaffelhaus in der Nähe des Berliner Gendarmenmarkts.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Ich nutze das vielfältige Kulturangebot, das die Stadt zu bieten hat.

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Wenn sollen wir als nächstes befragen?
Wollen Sie den Fragebogen selbst beantworten? Mail an info@in-gl.de

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Einmal im Jahr für ein paar Tage in die Berge in Südtirol, am liebsten aber mit meiner Frau.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Morgens in einem See schwimmen, der in der Nähe meines Hauses liegt, dann ausgiebig frühstücken, ohne Termine den Tag verbringen und abends nach Berlin oder Potsdam.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Kaffee, Bier und Wein.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Das größte Unglück für mich wäre, wenn meiner Familie etwas zustoßen würde.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… und bleibt meine Heimat, auch wenn ich schon länger nicht mehr dort wohne.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt? Das Dreigestirn.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Bergisch Gladbach leidet wie viele Kommunen an fehlenden Finanzmitteln. Dies behindert die Entwicklung einer Stadt.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
Bessere finanzielle Ausstattung, der Rest kommt dann von alleine.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… wäre ich gern Präsident des 1. FC Köln.

Was war Ihre größte Leistung?
Ich denke, dass der berufliche Werdegang meine größte Leistung war, wobei eine große Portion Glück dazugehörte. Privat bin ich stolz darauf, dass es mir mit meiner Frau gelungen ist, vier Kinder in ein Studium zu führen.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Man erleidet im Laufe der Entwicklung sowohl beruflich als auch privat Niederlagen und begeht auch Fehler. Keine Niederlage war so groß oder der Fehler so schlimm, dass es mich aus der Bahn geworfen hätte.

Mein großes Ziel ist es, …
… beruflich, einen Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung vorlegen zu können. Dies ist aber ein langer Weg.

Was ist Ihre Stärke?
Meine Kollegen und Bekannten sagen, meine Ausgeglichenheit, auch in Stresssituationen.

Was ist Ihre Schwäche? Süßigkeiten.

Wie sind Sie als Chef?
Ich denke, dass es schlimmere Vorgesetzte gibt.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen? siehe Antwort zuvor

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Über eine Heimniederlage des 1. FC Köln. Das war in der letzten Zeit zu häufig.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Ein bestimmtes Vorbild im Beruf habe ich nicht. Die Einführung der Sozialversicherung in Deutschland durch Bismarck halte ich aber für ein vorbildliches Projekt.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Ich denke, dass für jeden die Eltern im Privatleben ein Vorbild gewesen sind.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Der Ratschlag meines Vaters, Rechtswissenschaften zu studieren.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Meinen Kindern rate ich, Beruf als Berufung zu verstehen und sich nicht von anderen Aspekten leiten zu lassen.

Bonusfrage: Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Würden Sie wichtige Entscheidungen in Ihrem Leben, die Sie getroffen haben, heute anders treffen?
Antwort: Nein.

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

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