Nikolaus und Knecht Ruprecht sind bald wieder unterwegs. Und die lieben Kleinen freuen sich über Süßes,  während die mit schlechtem Gewissen eher mit gemischten Gefühlen auf den Nikolaus und seine Begleitung warten….

Sieht man mal davon ab, dass die Schwemme der bunten Weihnachtsmänner zur frühen Zeit nicht immer die Freude der Einkaufenden beflügelt, kann am Nikolaustag jedoch eine spezielle Überraschung (die  Erwachsenen und auch Kleinen) besonders erfreuen.  Glücklich, wer einen ganz besonderen Nikolaus in seinem Päckchen entdeckt.

Einen Weihnachtsmann, der nicht im gewohnt/intensiven glänzenden roten Gewand einher kommt. Vielmehr einen Bischof in  transparentem Cellophanpapier verpackt ist und den Blick freigibt  auf verlockende Schokolade in sattem Braun und zarten Weiß.

Dieser kunstvoll zubereitete Bischof stammt wahrscheinlich aus der Konditorei Kroppenberg. Denn: „Nikolaus als Pfarrpatron von Bensberg hat es verdient, dass man ihm die christliche Fahne hochhält, so Hermann Kroppenberg.“

Die Geschichte erzählt vom Nikolaus  – dem Bischof von Myra in Kleinasien. Die Zeit seines Wirkens ist nicht überliefert. Verbrieft ist aber, dass in der Ostkirche seit dem 4./5. Jahrhundert und in der Westkirche seit dem 7./8. Jahrhundert Legenden über diesen Heiligen erzählt wurden. So heißt es: Von Nikolaus könne angenommen werden, er habe das Böse besiegt und den Menschen gezeigt, dass das Gute siegreich bleibt.

Der Nikolaus unserer Tage steht für  Geschenke und Kommerz wird aber immer noch als Heiliger verehrt. In Bari wird auch heute noch der Reliquien des heiligen Nikolaus am 9. Mai gedacht. Die Verehrung des Nikolaus lässt sich bereits im 7./8. Jahrhundert in der Westkirche nachweisen.

In der Backstube Café Kroppenberg in Bensberg, Eichelstraße 13 -15 , nahe dem Fachwerkhaus  werden die „echten“ Weihnachtsmänner gegossen. In Formen, die zum Teil aus Belgien stammen und mit einer Schokolade verarbeitet, die köstlich schmeckt.

Für Hermann Kroppenberg ist nicht nur die Qualität der verarbeiteten Materialien sehr wichtig, sondern auch, dass die Kakaobohne für die Superschokolade nicht per Kindersklave und Schokomaffia produziert wird. Die in der Backstube verwendete Schokolade kommt aus dem Anbau bäuerlicher Klein- und Familienbetriebe.

Im Familienbetrieb wird bei der Produktion des Weihnachtsmannes  größter Wert darauf gelegt, dass der wirkliche Heilige Nikolaus von Myra im Fokus steht und nicht der „Weihnachtsheini“ , wie der Konditormeister ihn nennt.

Dieser „Weihnachtsheini“ ist für Hermann Kroppenberg eine Werbefigur, die sich zwar aus unterschiedlichen Nikolausbräuchen entwickelt hat und hauptsächlich auf die Traditionen und Entwicklungen im Osten zurückgeht, dann in Amerika übernommen wurde und wunderbar ins Farbkonzept von Coca-Cola passte.

Der Bensberger Konditor stellt die Nikolausfiguren in unterschiedlichen Bildern und Größen her. Dabei kommt die dunkle Vanuatu-Edelkuvertüre und die Vollmilch-Ausgabe zum Einsatz.  Die Handschrift des Hauses ist die hauchdünne Marmorierung mit weißer Schokolade, die nicht nur schön aussieht, sondern auch in Verbindung mit der herben, dunklen Schokolade eine zarte, süße Köstlichkeit ist.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.