Urbach gibt einen Schulstandort zum Abschuss frei – und lästert über das NCG
Jenseits der Stadtgrenze, beim Sommerfest der CDU in Rösrath (s.a. Presseschau vom 28.6.), hat sich Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach offen über die Schuldebatte in seiner eigenen Stadt geäußert  – und dürfte damit in ein Wespennest gestochen haben. Laut BLZ sprach sich Urbach dafür dafür aus, einen Standort komplett aufzugeben: “Ein Schulstandort wird frei.” Was der Verwaltung entgegen kommt, denn die fällige Sanierung wolle sich die Stadt zumindest an einem Standort ersparen. Diese Debatte komme schon im nächsten Jahr auch auf die Grundschulen zu.
Zudem äußerte Urbach sein persönliches Unverständnis darüber, dass sich Eltern, Schüler und Lehrer so stark für das  Nicolaus-Cusanus-Gymnasium einsetzen. Dabei sprach er von einer “unheimlichen emotionalen Bindung an diese Bruchbude”. Zwar wisse er, dass viele Ratsmitglieder Ehemalige des NCG sind, aber erklären könne er sich diese  “unheimlichen” Bande nicht. Urbach wörtlich: “Ich habe eher Bindungen an Menschen und Personen, nicht an Steine.” Der Bürgermeister kündigte an, dass es angesichts der sinkenden Schülerzahlen vor allem bei den  Real-und Hauptschulen Veränderungen geben werde. Das eigentliche Tauziehen um Schulen und Standorte erwartet Urbach allerdings erst für 2016.
Quelle: BLZ
Weitere Informationen:
Presseschau 28.6.2011
Debatte: Was wird aus unseren Schulen
Alle Beiträge zur Schulstandort-Debatte

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3 Kommentare

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  1. Es ist eine emotional geführte Debatte und zahlreiche Aspekte werden vermischt. Das wird in der Diskussion um Schulen und Standorte auch nicht zu ändern sein. In einem Punkt muss man Bürgermeister Lutz Urbach zustimmen. Es wird Veränderungen geben. Die Frage ist allerdings, wie man diese Veränderung im Interesse der Kinder und ihrer Bildungschancen gestalten will. Solange es genug Eltern gibt, die ihre Kinder am NCG anmelden, muss diese Schule erhalten bleiben, wenn man den Elternwillen wirklich ernst nimmt. Mit diesem Elternwillen nimmt man es in dieser Stadt aber nicht so genau, wie wir an der Diskussion um eine zweite Gesamtschule sehen, wenn jährlich fast 100 Kinder an der einzigen Gesamtschule in der Stadt abgelehnt werden. Die Standortfrage sollte sachlich diskutiert werden. Auch hier muss es in erster Linie um die Bildungschancen der Kinder und nicht um die Emotionen der ehmaligen Schülerinnen und Schüler gehen, welche im Stadtrat sitzen. Es darf nicht sein, dass die bessere und finanzstärker Lobby die Debatte auf Kosten von Real- und Hauptschuler für sich entscheidet und diese einfach ausblendet. Es gibt viele gute Argumente, die man in aller Ruhe austauschen sollte. Bisher überwiegen die Sachargumente derjenigen, die das NCG am jetzigen Standort erhalten wollen. Der Aspekt der Veränderung der Schullandschaft in Bergisch Gladbach muss in die Standortfrage einfließen. Wenn man die Real- und Hauptschulen am Kleefeld und Ahornweg zu zwei Gemeinschaftsschulen verschmelzen würde, wäre für eine Gymnasium am Kleefeld kein Platz. Wer also einen Umzug des NCG zum Kleefeld will, will auch die Schließung der dortigen Schulen und die Aufgabe von zwei erfolgreichen Schulen in dieser Stadt. Damit würden sich die Haushaltspolitiker gegen Bildungspolitiker durchsetzen, denn eine Schule weniger kostet auch weniger Geld und man könnte ein Grundstück verkaufen. Doch die Schülerzahlen geben die Aufgabe zweiter Schulen im Norden der Stadt nicht her. Dieses würde weitere Nachfrage an der Gesamtschule Paffrath erzeugen, welche dort aber nicht befriedigt werden kann. Teil einer Lösung könnte die Errichtung einer zweiten Gesamtschule in Bergisch Gladbach sein, welche aber direkte Ausswirkungen auf die Anmeldezahlen anderen Schulen hat. Denn eine neue Gesamtschule in der Stadt würde sicher von Beginn an mit mind. vier Zügen und mehr als 100 Kindern starten, die an den anderen Schulen fehlen würden. Da diese zweite Gesamtschule aber im Süden der Stadt errichtet werden sollte, würden sich die Proleme im Norden nur leicht entschärfen. Tatsächlich muss man über eine grundsätzliche Veränderung der Schullandschaft reden, denn man hat seit Jahrzehnten auf Klientelpolitik gesetzt und die Interessen der Schülerinnen und Schüler und deren Bildungschancen immer übergangen. Nun steht man vor einem Schwerbenhaufen.

  2. Entschuldigung, der erste Satz macht keinen Sinn. Er sollte heißen:
    Ob das NCG wirklich eine Bruchbude ist, ist fragwürdig. Erst vor kurzem wurden alle Naturwissenschaftsräume renoviert, modernisiert und neu ausgestattet.

  3. Die Bruchbude wurde erst vor kurzem alle Naturwisschenschaftsräume vollständig renoviert und neu ausgestattet. Vor etwa 5 Jahren wurde der Neubau errichtet, der ebenfalls sehr modern ist. Momentan läuft die Renovierung des gesamten Cafeteria- und Mensa-Trakts und der Toiletten. Natürlich wären auf Dauer einige weitere Renovierungen nötig. Würde man das Gebäude jedoch abreißen, dann wären alle Arbeiten und vor allem die hohen Kosten sinnlos gewesen, und das obwohl die Stadt doch so knapp bei Kasse ist. Dafür dass das NCG am jetzigen Standort bestehen bleibt würden wohl alle einige Mängel akzeptieren und ist der am NCG teilweise vorfindbare “Used-Look” nicht momentan modern!? Es geht allen, die für das Bestehen des NCGs sind, nicht darum, eine perfekte Schule zu haben, sondern es besteht sehr wohl eine emotionale Bindung zu diesem Gebäude, in dem Schüler, Lehrer und viele weitere Leute einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Auf den ersten Blick mag es heruntergekommen wirken, doch dies wird mit einem Blick auf die neuen Naturwissenschaftsräume wieder ausgeglichen. Und vor allem dieses nicht perfekte Äußere der Schule lässt alle eben genannten Leute sich in diesen Wänden wohlfühlen. Das NCG an einem anderen Standort würde es zu einer ganz anderen Schule machen, doch keiner der Betroffenen möchte unsere Schule verlieren.