„Als die Schule eingeweiht wurde, stand im Jahrbuch: Alles riecht hier so neu. Das war vielleicht das PCB, das damals roch… Heute riecht die Schule nicht neu, aber sie sieht neu aus!“, sagte Jürgen Kreft vom Architekturbüro Franken und Kreft, nach dessen Plänen das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium grundsaniert wurde. Und in der Tat: nach drei Jahren Bauzeit und sechs Millionen investierten Euro sieht das DBG außen (jedenfalls von der Hofseite) und innen (überall) wie neu aus.

Den Abschluss der Arbeiten feierte die Schule mit Gesang und Tanz (Stufe 12, Mittelstufenchor und Vokalpraktischer Kurs der Stufe 11), mit einer launigen Rede des Schulleiters Gerd Josmann (illustriert durch Bilder, die mit Beamter an die Mehrzweckhallenwand geworfen wurden) – und mit einigen Worten  der Schüler: Patricia Wyzlic (9b), Lukas Kohlenbach (Stufe 12) sowie Eliane Ntanguen und Rena Cheema (Stufe 13) berichteten zur Erheiterung des Publikums von Stromausfällen, Fehlalarmen, angebohrten Wasserrohren und eiskalten Containern, die eigentlich „Pavillons“ genannt werden sollten.

Elternvertreter, ehemalige Lehrer/innen, Vertreter der Stadtverwaltung, Ratsmitglieder waren gekommen, um zu feiern.

Mit etwas Wehmut erinnerte sich der ehemalige Förderverein daran, wie wegen der PCB-Belastung gerade neu gekaufte Bücher weggeworfen und frisch verkabelte und an der Decke installierte Beamer wieder abgerissen werden mussten…. Margit Ellerhold vom Lehrerrat berichtete von den Belastungen der Kolleginnen und Kollegen „bis zum Burn-out“.

Patricia Wyzlic, Eliane Ntanguen, Rena Cheema, Lukas Kohlenbach berichteten über die Umbauarbeiten aus der Sicht der Schüler

Alles nun zwar nicht vergessen, aber zum Glück vorbei.  Schulleiter Gerd Josmann konnte es sich allerdings nicht verkneifen, die Stadtverwaltung daran zu erinnern, dass die erste Untersuchung der Räume auf PCB damals von der Schule selbst bezahlt werden musste und diese Rechnung über 600 Euro nie erstattet wurde.

Bürgermeister Lutz Urbach reagierte flexibel: „Herr Mumdey, was sagen Sie – diesen Betrag sollten wir nun noch überweisen, oder?“ Da konnte der angesprochene  Kämmerer  schlecht „nein“ sagen.

Künstler Rolf Jahn – einst selbst Schüler dieser Schule – spendierte „Kunst am Bau“.

Doro Dietsch

Verheiratet, drei Töchter. War lange beim WDR, arbeitet heute in der Verwaltung des Düsseldorfer Landtags.

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1 Kommentar

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  1. Guten Tag, ganz gute Bericht, locker dargestellt .Nur „mit Beamter an die Mehrzweckhallenwand geworfen wurden“ Ausdruck – sollte man vielleicht was ändern – wie wärs mit Beamer:)