Ganz ruhig bleiben, Missfallen zeigen, unsichere Passanten über Rechtsextremismus aufklären und sich nicht provozieren lassen – das ist wichtig für alle, die morgen an der Gegen- Demonstration zur Wahlkampfaktion von „ProNRW“ teilnehmen. Denn wenn man falsch reagiert und es zu Tumulten kommt, haben Pro NRWler erreicht, was sie wollen: noch mehr Aufmerksamkeit.

Pro NRW schürt gezielt Ausländerhass und Angst vor Überfremdung. Auf einer Tour durch zahlreiche nordrheinwestfälische Städte macht die rechtsextremistische Partei morgen, 1. Mai 2012, um 17.00 Uhr in Bergisch Gladbach halt. Die Veranstaltung “Freiheit statt Islam” wurde ordnungsgemäß angemeldet und musste deshalb von der Polizei genehmigt werden.
Der Bus von Pro NRW wird auf der Rechtsabbiegespur vor dem Finanzamt am Refrather Weg stehen.

In der Moschee schräg gegenüber ist um 17.30 Uhr Gebetsstunde, deshalb müssen die Populisten ihre Lautsprecher – kaum aufgebaut – nach Anweisung der Polizei auch schon wieder leise drehen.

Die Gegenveranstaltung ist genau gegenüber, in der Einfahrt zum Kreishaus (Ausländerbehörde) geplant. Hier noch mal die mit der Polizei abgesprochenen Spielregeln für alle, die kommen, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen:

  • Es handelt sich um einen überparteilichen „stummen“ Protest (also unterhalten soll man sich schon, aber keine Megaphone, keine Reden) gegen Rechtsextremismus.  Keine Wahlwerbung für Parteien mitbringen und verteilen, keinerlei Druckwerke, es darf kein Fetzen Papier hinterher auf dem Parkplatz liegen;
  • Transparente oder Plakate als deutliches Bekenntnis gegen jede Art von Rassismus sind möglich, aber Äußerungen in Schrift oder Bild dürfen keinen beleidigenden Inhalt haben! Natürlich auch nicht zu einer Straftat aufrufen!
  •  Falls Betttücher:  bitte nicht an Eisenstangen oder dicken Holzlatten befestigen! Keine Tomaten oder Eier werfen! Keine Fackeln oder Lautsprecher mitbringen;
  • Der fließende  Verkehr darf nicht behindert werden – eine Menschenkette von Ausländerbehörde zur Moschee ist leider nicht möglich, da der Radweg und die Zufahrten zum Privathaus und zum Fußweg frei bleiben müssen; auf die Ordner hören;
  • Habe ich alles? Ach ja, keine Waffen…; lieber Prosecco!
  • Die Versammlung  dauert maximal bis 19 Uhr; die Versammlungsleiterin  kann die Demo vorher für beendet erklären.
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Doro Dietsch

War lange beim WDR, arbeitet heute im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Ehrenamtlich enagiert für die CDU-Mittelstandsvereinigung, Kultkino und Rotary. Verwitwet. Drei erwachsene Töchter.

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