Am Montag demonstrierten Anwohner vor dem Gladbacher Rathaus

Der geplante Kletterpark an der Diepeschrather Mühle entzweit die Bevölkerung. Während viele Bürger die Einrichtung einer solchen Freizeiteinrichtung durchaus begrüßen laufen die Anwohner und Naturschützer Sturm: der zu erwartende Verkehr belaste ein sensibles Naturgebiet, in dem zum Beispiel der geschützte Grauspecht brütet.

Die Politik hatte bislang die Auffassung vertreten, das Projekt des Investors Graudenz lasse sich im Rahmen der bestehenden Vorschriften durch die Stadtverwaltung regeln.

Doch die Argumente der Anwohner, die von Naturschützern und auch von Vertretern der angrenzenden Stadt Köln gestützt werden, zeigt Wirkung. Die Information, dass der Investor den Kletterpark offenbar unter dem Namen “Abenteuerpark Köln” bewerben will, stieß auf weitere Kritik.

Nachdem die Anwohner am Donnerstag im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden noch einmal ihre Argumente vorgestellt haben, kam es zu einem dramatischen Umschwung: einstimmig stimmte der Ausschuss gegen den Kletterpark und überwies das Thema mit Mehrheit in den Planungsausschuss.

Lennart Höring (CDU) erklärt den Kletterpark bereits für tot. Aber auch andere Ausschussmitglieder informierten per Twitter direkt aus dem Ratsaal:

Weitere Informationen:

Redaktion

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  1. Klare Ansage von DIE LINKE./BfBB, SPD, GRÜNE und FWG im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt Bergisch Gladbach. Diese Fraktionen sprachen sich klar gegen den Plan eines Kletterparks Diepeschrath aus. Die CDU erklärte überraschend auch ihre Ablehnung, war sich aber nicht ganz einig. Auch die KIDs deuteten an, dass sie einem Kletterpark geneigt waren. Die FDP war völlig überfahren, schwieg bei der Aussprache und hielt sich bei der Abstimmung an den großen Bruder von der CDU. Der Beigeordnete Schmickler betonte die Zustimmung der Stadtverwaltung für der Kletterpark-Projekt Diepeschrath. Ein CDU-Ratsmitglied, der in der Aussprache deutlich gemacht hat, dass er für einen Kletterpark war, hat den Saal kurz vor der Abstimmung verlassen. Er beugte sich damit wohl der Fraktionsdisziplin und wollte sich der Abstimmung wahrscheinlich entziehen. Da könnte also theoretisch noch etwas kommen, wenn die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Lutz Urbach doch durchziehen wollen. Ob die CDU und die FDP aber hinter ihrer heutige Ablehnung zurück können, bleibt aber mehr als fraglich, denn es fehlt ihnen seit heute eine Mehrheit im Rat für den Kletterpark Diepeschrath, wenn nur ein Teil der CDU oder FDP bei der heutigen Entscheidung und Ablehnung bleiben will. Einfaches Rechnen und politische Taktik spricht gegen eine Neuaufnahme des Themas durch CDU/FDP oder Verwaltung. Natürlich könnte der Planungsausschuss den Plan Kletterpark nochmal aufgreifen, aber das ist wohl kaum anzunehmen, denn sowohl CDU als auch DIE LINKE./BfBB haben sich heute dagegen ausgesprochen, das Thema weiter im Planungsausschuss zu behandeln. Die CDU hat sich zur Frage der Überweisung in den Planungsausschuss dann aber enthalten. DIE LINKE./BfBB hat konsequent gegen einen Überweisungsantrag gestimmt. Damit wollte Heinz Lang verhindern, dass das Thema wieder hochkommt. DIE LINKEN./BfBB forderte ein endgültiges Ende des Planes sofort und in diesem Ausschuss. Ansonsten stimmten SPD, GFRÜNE, FWG für eine Überweisung. Im Kern ging es beim Überweisungsantrag um die Frage, dass man den B-Plan in diesem Bereich nach 30 Jahren endlich mal überarbeitet. Die Überweisung inkl. der Ablehnung ist also nicht so zu verstehen, dass man das Projekt Kletterpark Diepeschrath weiter verfolgen will.
    Der Beigeordneter Stephan Schmickler erklärte nach das Abstimmung, dass er den politischen Willen des Rates zur Kenntnis nimmt und natürlich respektiert. Ob das Ende des Themas ist, wollte er aber nicht sagen. Ich gehe trotzdem davon aus, dass es erst mal vom Tisch ist.