Das Service-Team von Engel am Dom: Dagmar Pelz, Christine Stier, Petra Kunadt und Szymek Bartoszewicz. Foto: Ute Glaser

Wenn die Arbeitswoche in den Knochen steckt und es Freitagabend wird, wird Tapetenwechsel zwar oft gewünscht, aber Anstrengung schreckt die viele Erwachsene ab. Die meisten möchten sich dann einfach nur in Ruhe entspannen.

Genau auf diese Befindlichkeit ist in Bergisch Gladbach das neue “Ausspann- und Wohlfühlangebot” im Engel am Dom zugeschnitten. Der unter diesem Namen bekannte Gemeindesaal der Gnadenkirche öffnet jeden Freitagabend von 19.30 bis 1 Uhr seine Türen für alle, die zwar relaxen möchten – aber nicht allein auf dem heimischen Sofa.

Im Engel am Dom lässt sich drinnen an kleinen Tischen oder im idyllischen Kirchhof in lässigen Lounge-Möbeln wohlfühlen. Es gibt Cocktails, Kölsch vom Fass, Sekt und andere alkoholische und nichtalkoholische Getränke. Dazu stehen auf der Karte kleine, sogenannte bierbegleitende Speisen.

Geplant ist, in Zukunft um 19.30 Uhr mit einer netten Einstimmung in den Abend zu starten: einem kurzen Text, einem Gedicht, einer Anekdote. Auch ruhige Live-Musik, die zum Charakter des „Ausspann- und Wohlfühlangebots“ passt, soll ihren Platz bekommen. So hat bereits Birgit Breidenbach im Engel am Dom gesungen, derzeit spielt Thomas Gwosdz zu Beginn des Abends am Flügel Lounge-Musik. Ansonsten kommt vor allem Pop-Musik und Jazz der 70er, 80er und 90er-Jahre aus der Konserve aus den Boxen.

Wichtig: Es gibt keinen Verzehrzwang!

Denn der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach als Träger ist es wichtig, dass jeder ungezwungen im Engel am Dom verweilen und sich entspannen kann. Allein für sich, im Austausch mit anderen Gästen oder im persönlichen Gespräch mit den Mitarbeitern. Denn das „Ausspann- und Wohlfühlangebot“ im Engel am Dom soll Menschen auf Wunsch die Chance bieten, bei Problemen, Kummer oder Glücksmomenten ein offenes Ohr zu finden.

Deshalb wird Pfarrer Thomas Werner vor Ort sein, wenn irgend möglich; Gemeindehelferin Dagmar Pelz gehört ohnehin zum Service-Team. “Zwanglose Kommunikation und kulturellen Austausch” wünscht sich der Pfarrer besonders vom lockeren Miteinander.

Das schmuck eingekleidete Service-Team wird geleitet von Szymon “Szymek” Bartoszewicz, der zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben im Pfarrbezirk eine Konzession erworben hat, um Speis und Trank vorschriftsmäßig anbieten zu können. Es soll keine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie darstellen, sondern ist als Erweiterung des kirchlich getragenen Angebots auf dem Quirlsberg gedacht.

Das offene Gemeindekonzept auf möglichst viele Füße breit aufzustellen, ist von jeher das Anliegen von Pfarrer Thomas Werner und seinem Team. Schon vor über zehn Jahren wurde dieses Modell der offenen Gemeindearbeit auf Papier festgehalten. Eine Gruppe, die bisher schwer erreichbar war: die 40- bis 70-Jährigen. Sie soll das neue Freitagsangebot daher besonders ansprechen.

Die Gemeinde hat in das neue Ausspann- und Wohlfühlangebot etliches investiert: Der Bergisch Gladbacher Künstler Michael Kramer zeichnete ein großes Wandbild für den Raum und stellte zudem als Dauerleihgabe eine metallene Deckenskulptur zur Verfügung. Gemeinsam mit Pfarrer Thomas Werner entwickelte er das Interieur für Engel am Dom. Dazu wurde eine Theke neu installiert, das Lounge-Mobiliar für den Außenbereich angeschafft, die Küche vom Obstmesser bis zum Cocktail-Shaker ausgerüstet, das Team eingekleidet, der Raum dekoriert und eine hochwertige Musikanlage angeschafft. Der Flügel ist eine Dauerleihgabe von Unternehmer Hans-Wolfgang Zanders.

Ausspann- und Wohlfühlangebot – freitags 19.30 bis 1 Uhr
Engel am Dom – an der Gnadenkirche, Hauptstraße 245, 51515 Bergisch Gladbach
Getränke, bierbegleitende Speisen, als Extras Live-Musik, kulturelle Splitter
Eintritt frei, kein Verzehrzwang!

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1 Kommentar

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  1. Ich bin -wieder einmal- begeistert von Pfarrer Werner und seinem offenen Konzept. Gnadenkirche und Co. sozusagen als Insel der Hoffnung in einer Gladbacher Innenstadt, in der an vielen Stellen Stadtentwicklung leider als Stadtabwicklung verstanden wird. Das sage ich als nicht-kirchlicher Mensch und als Nochfan von Bergisch Gladbach. Ich wünsche Ihnen, Herr Werner, und Ihrem engagierten Team weiterhin viel Erfolg.
    Engelbert Manfred Müller