Die Kiditiative ist ein Bergisch Gladbacher Phänomen: Als Stimme der Kinder und Jugend war sie 1999 bei der Stadtratswahl angetreten, gewann mit 4,6 Prozent prompt zwei Mandate, die sie 2004 verdoppelte. Seither ist es ruhiger geworden, seit 2009 haben die Kids noch zwei Ratsherren – und von denen ist ihnen einer gerade verloren gegangen.

A. Voßler

Alexander Voßler, Inhaber der bekannten Kneipe Quirls, und inzwischen 35 Jahre alt, hat das Motto der Kids „motiviert statt etabliert“ auf den Müll geworfen und ist Anfang des Monats in die CDU eingetreten. Sein Ratsmandat hat er nicht mitgenommen – aber seiner politischen Karriere tut das keinen Abbruch.

Die CDU-Fraktion hat Voßler schon am 5. November einstimmig als Sachkundigen Bürger aufgenommen und wird seine Bestellung als stellvertretendes Mitglied in den Umweltausschuss für die Dezember-Sitzung beantragen, teilte die CDU am Donnerstag mit. Der CDU-Ortsverband Stadtmitte hat den Gastronomen schon für eine Ratskandidatur im Wahlkreis Stadtmitte-West für die Wahl am 25.5.2014 nominiert.

Offiziell betont Voßler, sein Übertritt gehe nicht auf Querelen mit den ehemaligen Kids-Kollegen zurück. Ihm gehe es um die politische Zukunft, die er bei den Christdemokraten sieht. Bei seiner Vorstellung in der CDU-Fraktion sagte er:

Ich freue mich, daran endlich konstruktiv arbeiten zu können, so wie ich mir produktives Mitgestalten der Stadt vorstelle“.

In der Kiditiative sah er diese Möglichkeit offenbar nicht.

Redaktion

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5 Kommentare

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  1. Ein Grund mehr nicht mehr die CDU zu wählen. Ich mag den Typen nicht, völlig arrogant und abgehoben.

  2. Lieber Lennart,

    das kann man/frau so oder so sehen. Wenn es “nur” Fabian S. mit seiner wiederkehrenden Kritik ist, dann ist die Kiditiative natürlich ziemlich “breit” (-soll kein Kalauer sein!-) aufgestellt…

    Aber wie auch immer: da in Bergisch Gladbach die CDU wahrscheinlich sowieso wieder alle oder fast alle Direktmandate einsammeln wird, freue ich mich auf eine weitere Wahlperiode mit dem Ratskollegen Alexander Voßler.

    :-)

  3. Peter, was ist weit daran hergeholt, wenn jemand Politik in GL gestalten will und daher zur CDU wechselt? Schau Dir bitte mal die “Kritik” der KIDs genauer an. Das ist primär Fabian S. und nicht Alexander Voßler.

  4. Zwei Anmerkungen liegen mir auf der Zunge und finden nun ihren Weg in die Tastatur:

    1. Ein Wechsel von der oftmals eher kritischen Kiditiative just zur CDU wirkt auf den ersten Blick ein wenig “weit hergeholt”.

    2. Ich finde es grundsätzlich prima, wenn sich jemand für eine demokratische Partei oder Gruppierung engagiert.

    In diesem Sinne: auf ein gutes Wirken im Sinne der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt!