Lutz Urbach überreicht Klaus Heider (r.) die Ehrennadel in Silber

Lutz Urbach überreicht Klaus Heider (r.) die Ehrennadel in Silber

Der geistige Vater der „Bergischen Erzählkonzerte für Kinder“, Klaus Heider, hat die Ehrennadel in Silber verliehen bekommen. Damit ehrt die Stadt Bergisch Gladbach einen außergewöhnlich engagierten Musiker und Pädagogen.

Klaus Heider rief mit den Erzählkonzerten ein kulturelles Großprojekt für Kinder im Grundschulalter ins Leben und wirkte seit jeher im Hintergrund als Arrangeur und Produzent der musikalischen Beiträge. Neben professionellen Erzählern und Musikern, band er auch den künstlerischen Nachwuchs in den kreativen Prozess mit ein.

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In den ersten beiden Jahren, in denen die Veranstaltungen noch als „Bergisch Gladbacher Erzählkonzerte“ bekannt waren, setzte sich der 73-Jährige derart für die finanzielle Ausstattung ein, dass es allen Kindern ermöglicht wurde völlig kostenfrei an den Aufführungen teilzuhaben. Dank Sponsorengewinnung konnte er so auch den Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang ermöglichen. Den neuen und aktuellen Namen „Bergische Erzählkonzerte für Kinder“ erhielt die Konzertreihe erst 2012/2013, als das vorbildliche Konzept erweitert wurde.

Klaus Heider zieht die Kinder in den Bann der Musik. Villa Zanders

Der engagierte Pädagoge war über 35 Jahre am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium tätig und Dozent an der Musikhochschule Köln mit dem Fach „Improvisation/Arrangement“ im Bereich Schulmusik. In seiner über 30-jährigen Konzerttätigkeit als Tenor und Altus arbeitete er mit allen bedeutenden Interpreten für Alte Musik zusammen. Darüber hinaus ist er Mitglied des „Kölner Vokalconsort“ und des Ensembles „Ludus venti“.

Nach Beendigung des schulpädagogischen Dienstes verstärkte Klaus Heider seine kompositorische Tätigkeit im Bereich Kammermusik und Musik für Kinder. Er ist Autor bei verschiedenen Buchprojekten wie beispielsweise „Die große Musikschule“, „Das große Buch der Kinderlieder“ oder „Die neue Keyboardschule“.

Vor einigen Jahren, um 2004, begann Klaus Heider mit den Planungen seiner großen schulübergreifenden Projektarbeiten. Mit der Einführung der OGS ging es ihm zunächst darum, für die Nachmittagsstunden den Kindern einen neuen motivierenden Zugang zu Kunst und Kultur anzubieten. Insbesondere wollte er die Musikerziehung im Grundschulalter fördern.

Diesen Ansatz erweiterte er dann mit der Kreation eines schulformübergreifenden Musiktheaters. Mehrere Grundschulen, junge Solisten, und Instrumentalisten der Rheinischen Musikschule, Schulorchester und Theatergruppen von weiterführenden Schulen und die Kreativitätsschule kooperierten.

Dies war ein Ansatz, den es zuvor in Bergisch Gladbach nicht gegeben hatte. Für Klaus Heider ist es dabei entscheidend, nicht allein die Kinder und Jugendlichen zum Mitsingen und Mitmachen bei dem einen Projekt zu bewegen, sondern sie nachhaltig für Kunst und Kultur zu interessieren.

Den Zugang der Kinder insbesondere zur klassischen Musik zu schaffen, ist Herrn Heider ein wichtiges Anliegen. Letztlich möchte er mit dazu beitragen, ein künftiges kulturinteressiertes Publikum heranzuziehen.

Das erste Projekt, welches Klaus Heider produzierte, wurde 2007 auf die Bühne im Bürgerhaus Bergischer Löwe gebracht: Das Musical „Gespensterball“ – Musiktheater für Jung und Alt zum Zuschauen und Mitmachen.

Er hat ein Netzwerk von Vereinen und Künstlern zusammengeschlossen, um alle Erfahrungen und Kompetenzen im Einsatz für die Kinder und Jugendlichen auf eine möglichst breite Basis stellen zu können.

Auch mit dem Kulturbüro und dem Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach arbeitete er eng zusammen, die das Projekt veranlassten, mit seiner Hilfe ein kommunales Gesamtkonzept für kulturelle Förderung von Kindern und Jugendlichen zu erstellen und sich damit beim Land NRW zu bewerben.

200 Akteure aus zehn Bergisch Gladbacher Schulen wirkten beim „Gespensterball“ mit. Die Premiere kam nicht nur bei den 1.300 hiesigen Zuschauern sehr gut an, es erfuhr auch bei Aufführungen in Düsseldorf, Aachen, und Köln große Resonanz und Würdigung.

Für dieses Projekt wurde Klaus Heider vom Land Nordrhein-Westfalen 2008 beim Wettbewerb „ Künstlerinnen und Künstler begegnen Kindern und Jugendlichen“ ausgezeichnet.

2009 wurde das zweite schulraumübergreifende Bühnenprojekt der Stadt Bergisch Gladbach aufgeführt: „Brasiliano“, eine südamerikanische Revue. Text, Musik, Produktion und Leitung: Klaus Heider.

Auch hier gelang es ihm wieder, durch eigene gute Vernetzung in der Stadt Bergisch Gladbach viele Menschen zu gewinnen und zusammen zu bringen. Wiederum wirkten 200 Akteure aus neun Bergisch Gladbacher Schul- und Kultureinrichtungen mit.

2011, nach einjähriger Planung, entstand das dritte schulformübergreifende Projekt „Ein tierischer Tag“, ebenfalls ein landesweit beispielhaftes Kooperationsmodell unter Klaus Heiders Leitung in Bergisch Gladbach. Neun Schulen waren daran beteiligt.

Mehr Informationen:
+ Klaus Heider: Kontakt, 
Biographie, Projekte
+ Videoaufzeichnungen der Stücke
+ Das aktuelle Programm 
der Erzählkonzerte 

Das vierte große Musiktheaterprojekt war das Musical „Ritter Rost“, aufgeführt im März 2013 im Bürgerhaus Bergischer Löwe und in Köln, im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz.

Auch hier wirkten wieder unter Heiders Gesamtleitung zahlreiche Bergisch Gladbacher Einrichtungen mit, ergänzt durch Kölner Grundschulen, dem Humboldt-Gymnasium Köln und die „The Voice Factory/Pop- und Musical-Akademie Köln“.

Seine hochwertige künstlerisch-kreative Arbeit für Kinder und Jugendliche bereichert außerordentlich das Bergisch Gladbacher Kulturleben und ist zudem ein Aushängeschild der Stadt. Daher hat der Rat der Stadt Bergisch Gladbach entschieden, dass Klaus Heider mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet wird.

Die Verleihung durch Bürgermeister Lutz Urbach findet im Rahmen eines Erzählkonzertes in der Schalterhalle der Kreissparkasse Köln, Hauptstraße 208-210, am Donnerstag (12.12.2013) um 16 Uhr statt.

Gemeinsam mit dem Kinderchor und der Bläsergruppe der Max-Bruch-Musikschule sowie mit dem Sprecher Ulrich Steiner gibt Klaus Heider an diesem Tag das Stück „Der Schweinachtsmann”. Der Eintritt ist wie immer frei.

Ritter Rost – das Finale

Pressestelle Stadt BGL

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