Albert Eßer

Albert Eßer wurde in Gladbach geboren, aber linksrheinisch, in der Stadt der Borussia. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik in Köln und in Zürich wollte der heute 56-Jährige Lehrer werden, aber das war mit den Fächern aussichtslos. Daher machte er eine  zweite Berufsausbildung als Archivvolontär beim Landschaftsverband Rheinland in Brauweiler, als Archivreferendar beim Staatsarchiv in Detmold und an der Archivschule in Marburg.

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Seit 1993 ist Eßer Leiter des Stadtarchivs Bergisch Gladbach. Zwar lebt er mit seiner Frau und einer neunjährigen Tochter in Köln, doch komme er jeden Morgen gern über den Rhein nach Bergisch Gladbach. Er freue sich, „das Geschichtsbewusstsein der Stadt und dessen archivische Voraussetzungen in vielfältiger Weise mitentwickeln zu dürfen“. Besonders angenehm sei es, den Beruf als Historiker und Archivar „in den überschaubaren Strukturen der rheinisch-bergischen Kreisstadt in einem kleinen Team fachlich weitgehend selbstständig ausfüllen und inhaltlich gestalten zu können“.

Auch an diesem Sonntag ist Albert Eßer im Stadtarchiv in der Hauptstr. 310 im Einsatz: beim Tag der offenen Tür stellt sich das Archiv und einen Teil seiner Schätze vor – von 11 bis 16 Uhr.

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag? Mit einer langen Dusche, erst heiß, dann (kurz) kalt.

Was wollten Sie als Kind werden? Schauspieler

Und was sind Sie geworden? Geschichtenexperte

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein? Zum Italiener

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden? An den Rhein

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen? Auf die Toilette

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Ausschlafen, mit der Familie in der Natur bewegen

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Grüner Tee zum Frühstück, Espresso nach dem Essen

Lesen Sie mehr:
Website des Stadtarchivs Bergisch Gladbach
Alle Beiträge zu Bergisch Gladbachs Lokalgeschichte
Alle Fragebögen: 26 Fragen an ... 

Was ist für Sie das größte Unglück? Krieg

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist … … sich seiner selbst zu wenig bewusst.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Der Wald, der Wochenmarkt und die überschaubaren Dimensionen.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Das Zerfallen des Gemeinwesens in Ortsteile und Teilinteressen.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… ein neues Archiv in einem neuen Medienzentrum bauen, die Busverbindung von Refrath in die Stadtmitte verbessern und sicherstellen, dass das Erscheinen der Lokalzeitungen auf Dauer gesichert bleibt.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… gesund bleiben wollen.

Was war Ihre größte Leistung?
Die Herausgabe der „Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte“.

Mein großes Ziel ist es, …
… noch in diesem Jahr ein Buch mit Quellen zur Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte 1945-1990 herauszubringen.

Was ist Ihre Stärke? Denken in Entstehungszusammenhängen.

Was ist Ihre Schwäche? Unsportlichkeit

Wie sind Sie als Chef? Penibel

 … und was würden Ihre Mitarbeiter sagen? Erzählt viel und lobt wenig.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Ungerechtigkeit, Ignoranz und die um sich greifende, das Denken verunklarende Unsitte, mitten im Wort Großbuchstaben zu verwenden.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Hans Booms (1924-2007), von 1972 bis 1989 Präsident des Bundesarchivs in Koblenz.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben? Mein Vater

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Schlaf eine Nacht drüber!

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?
Frag Dich, wie es dazu gekommen ist!

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Welchen Nutzen hat ein Stadtarchiv?
Ein Archiv schafft die Möglichkeit, die Probleme der Gegenwart als historisch geworden zu verstehen und zu lösen.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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