Am 19. März hat der Vergabeausschuss der Stadt Bergisch Gladbach entschieden, den Auftrag für die Installation eines Parkleitsystems in der Bergisch Gladbacher Stadtmitte zu vergeben. Angeschlossen werden sollen acht Parkeinrichtungen mit knapp 2.000 Stellplätzen:

  • RheinBerg Galerie,
  • RheinBerg Passage,
  • Parkhaus Löwencenter,
  • Parkplatz Schnabelsmühle,
  • Parkhaus Bergischer Löwe,
  • Parkpalette Buchmühle,
  • Parkhaus am Marienkrankenhaus
  • Parkhaus am Evangelischen Krankenhaus.

Das Parkhaus An der Gohrsmühle 10 nimmt zunächst auf Wunsch des Betreibers nicht teil. Mit der Installation der (dann bereits vorgefertigten) Schilder soll im Juni begonnen werden; im Spätsommer soll die gesamte Anlage in Betrieb gehen.

Sortierung: Erst grob, dann fein

Mit der Planung des Parkleitsystems wurde ein Ingenieurbüro beauftragt. Es funktioniert nach dem auch in anderen Städten bekannten Muster:

  • Aus fünf Richtungen (Bensberg, Köln, Leverkusen, Odenthal und Kürten) wird der Verkehr zunächst „vorsortiert“.
  • Die Beschilderung beginnt an der Bensberger Straße/ Schnabelsmühle, an der Hauptstraße/ Driescher Kreisel, an Paffrather Straße/ Am Stadion, Odenthaler Straße/ am Broich und Hauptstraße/ Ferrenbergstraße.
  • Die jeweils folgenden Schilder gehen immer weiter ins Detail und zeigen am Schluss konkrete Parkeinrichtungen an, jeweils mit den aktuell zur Verfügung  stehenden Stellplätzen.

Gezählt werden die Bewegungen an den Schrankenanlagen der Zu- und Ausfahrten. Zusätzlich soll die Möglichkeit bestehen, an den Eingangstafeln über „Stadtinfo“-Module Informationen über die Verkehrslage oder Veranstaltungshinweise anzuzeigen. Insgesamt sind 30 Schilderstandorte vorgesehen.

Land bezuschusst die Investition

Die Kosten für das System belaufen sich auf ca. 330.000 Euro, die Investition wird mit 60 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen bezuschusst. Die Stadt rechnet mit Folgekosten in Höhe von 9.000 Euro im Jahr. Die Parkhausbetreiber haben eine anteilmäßige Beteiligung an den Betriebskosten in Aussicht gestellt.

Erste Anläufe schon vor 17 Jahren

Bereits 1997 hatten die städtischen Verkehrsplaner die Notwendigkeit zur Installation eines Parkleitsystems erkannt, denn die Parkplätze in der Stadtmitte waren auch damals schon stark ausgelastet, und der Parksuchverkehr nahm wie heute einen erheblichen Anteil des innerstädtischen Verkehrsaufkommens in Anspruch.

Seitdem hat sich die Parkplatzlandschaft allerdings stark gewandelt, infolge dessen wurde die Realisierung eines Leitsystems wegen anstehender Änderungen immer wieder aufgeschoben: Die  Parkeinrichtungen am Busbahnhof oder am Zollamt gibt es nicht mehr, das Einkaufszentrum Gladium wurde nicht verwirklicht, an der Buchmühle entsteht gerade zur Zeit eine Parkpalette, und die ganz großen Parkhäuser befinden sich heute in RheinBerg-Passage und –Galerie.

Die Entwicklung der Stadtmitte wurde in den vergangenen zehn Jahren mit Riesenschritten vorangetrieben, die Provisorien verschwanden nach und nach. Insbesondere durch den Bau der beiden Einkaufszentren und die Maßnahmen der Regionale 2010 die Weichen für die Zukunft unumkehrbar gestellt; an Lage und Größe der Parkierungseinrichtungen wird sich in der nächsten Zeit nichts Entscheidendes mehr ändern. Eine gute Zeit also, das Parkleitsystem jetzt zu installieren und den Verkehr in der Stadtmitte damit spürbar zu entlasten.

Pressestelle Stadt BGL

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