Darf ich vorstellen? Das BamBam! Ein steuerzahlender Bürger unserer Stadt.

Immer einen Schalk im Nacken.

Was zahlt er der Stadt?
Was darf er dafür?
Was tut er dafür?

Das BamBamm ist Reporterfrauchenbegleithund, Begleithund in jeder Situation des Lebens, Wanderführer, Frauchenbeschützer in der Dunkelheit, Autor, Diskussionspartner, Überlegungskünstler und Inspirationsanreger, Rollstuhlbegleithund und nicht zuletzt Psychotherapeut und Durchhalteanimateur in schwierigen Lebenslagen. Alle diese Tätigkeiten übt er ehrenamtlich aus und das seit Dezember 2008, ohne sich zu beklagen, aber jährlich Hundesteuer zahlend.

Als das wirrköpfige Frauchen noch Hartz IV bezog, waren das ermäßigte 50 Euro, wofür wir der Stadtkasse jahrelang sehr dankbar waren. Seit Frau Wirrkopf Rente auf Hartz IV-Niveau bezieht, zahlt er anstandslos den vollen Satz von 100 Euro, was sich mit Logik nicht nachvollziehen lässt und uns schwer fällt.

Der Bürger in einer der städtischen Grünanlagen.

Was darf ein solch unkompliziertes, wertvolles Mitglied der Gesellschaft sich in unserer Stadt leisten?
Wie lebt es sich als Hund in Bergisch Gladbach?

Nun, er darf fast überall dabei sein. Wenn man bedenkt, dass sogar Blindenhunde Probleme bekommen, wenn sie ihren Menschen zum Einkaufen in ein Lebensmittelgeschäft begleiten möchten oder zum Arzt, dann ist es normal, dass diese Örtlichkeiten für Hunde tabu sind.

Das BamBam und ich sind grundsätzlich ein Paket und nur in Ausnahmefällen ist Frauchen alleine zu haben. Darum freuen wir uns sehr, dass wir in allen Gaststätten und Restaurants auch als Paket willkommen sind. Ob im Brauhaus am Bock, im Bergischen Löwen, im Kaisersch Baach, im Kaffeehaus Liederkranzoder bei unserem Lieblingseisdieler “Leonardo” – der große Graue darf überall mit und weiß sich zu benehmen. Er liegt ruhig unterm Tisch, darauf harrend, dass er irgendwann auch irgendwas von diesem Tisch bekommt und wenn er nichts bekommt, ist das auch OK. Die unrühmliche Ausnahme bildet in diesem Bereich Sheplers in Paffrath. Dort verkündet der Eingangsbereich, dass Hunde nicht willkommen sind.

Er darf mit in die RheinBerg-Galerie und in die dortigen Geschäfte. Auch in die Drogerie Müller. Er darf mit in alle Apotheken, in die Post, in den Copyshop in der Grünen Ladenstraße, in alle Schreibwarengeschäfte, ins Löwencenter und ins Büro des Bürgerportals.

Die Ausnahme bildet hier der DM-Markt in der Hauptstraße. Dort wurden wir höflich gebeten, wieder zu gehen, als wir den Laden betraten. Grund: Man führe Babynahrung. Das ist nicht logisch, denn die Babynahrung dort ist gut verpackt, aber es ist das Recht des Hausherrn, das wir seit dem respektieren und bei DM nicht mehr einkaufen gehen, sondern bei der Konkurrenz. Gibt ja genug.

Eine ganz große Ausnahme ist leider auch die Stelle, der wir die Steuern zahlen: Die Räume der Stadt. BamBam darf nicht mit ins Bürgerbüro und andere Dienststellengebäude. Auch die Villa Zanders ist tabu.

Sturköpfig in der Fußgängerzone: Frauchen soll was zu essen kaufen!

Welche Gegenleistung erbringt nun das BamBam dafür?

Er macht sowohl fremden als auch bekannten Menschen Freude und bringt sie zum Lachen. Wenn er z.B. in der Fußgängerzone mit seinem Frauchen Grundsatzdiskussionen anfängt, ist das für viele Passanten klar zu erkennen, sie bleiben stehen, beobachten ihn und müssen lachen. Er lässt in seinem öffentlichen Tagebuch Menschen an seinem Leben teilnehmen und bereitet ihnen damit immer wieder Vergnügen. Ganz beliebt sind seine Zwiegespräche mit Frauchen im neuen Tagebuch oder noch schöner – weil mehr – im alten Tagebuch.

Er berichtet von seinen Wanderungen mit seinem wirrköpfigen Frauchen durch das Bergische Land, denn er sieht die Welt anders als  Frau Wirrkopf.

Er beschreibt seine eigenen Eindrücke der weiten Welt, wenn wir unsere Heimatstadt verlassen und andere Städte oder Freunde irgendwo in Deutschland besuchen.

Er ist eine beliebte Persönlichkeit bei Facebook und hat dort eine Fanpage mit derzeit 350 Freunden.

Das BamBam ist also nicht einfach nur irgend ein Hund. Man kennt ihn. Man ERkennt ihn auch; wenn wir durch die Stadt gehen oder im Bus unterwegs sind werden wir gefragt: “Ist das der BamBam?”

Man kann sagen, dass er genau wie Heidi Klum den Namen unserer Stadt in die Welt trägt und bekannt macht. Dafür müsste er eigentlich Steuerermäßigung bekommen.*zwinker*

Beim Wandern im Bergischen

Bitte? Ob man ihn streicheln darf? Ja, darf man. Aber nicht einfach so anfassen. Vorher bitte fragen!

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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3 Kommentare

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  1. Danke für die Info, Herr Hüpper!
    Dann muss ich mich da noch mal schlau machen. Ich hab damals bei der Stadt gefragt und bekam die Auskunft, dass es keine Ermäßigung mehr für mich gäbe. Weiß aber nicht mehr, wo ich gefragt habe.

  2. Liebe Frau Wirrkopf,
    nach der Hundesteuersatzung der Stadt kommen auch “Einkommensgleiche” wie ALGII-Bezieher in den Genuß der Steuervergünstigung von 50 EUR. Meines Erachtens könnten Sie sich die also sparen.

    Scheint also kein “logischer” Fehler zu sein.

  3. Lieber Kollege,

    da hat Dein Frauchen einen sehr schönen Bericht über Dich geschrieben. Bin direkt
    neugierig auf Dich geworden. Vielleicht sieht man sich einmal? Ich bin ein Irish Terrier,
    damit Du mich dann auch erkennst.

    Wauwau
    Lando