Jörg Krell, Fraktionschef der FDP

Auch für Jörg Krell ist die Entscheidung der CDU, eine Kooperation mit der SPD zu suchen, keine Überraschung; seine Erwiderung ist eindeutig: Die Minifraktion der FDP im Stadtrat werde eine „konstruktiv fröhliche“ Opposition bilden, in Sachfragen aber auch schon mal den Schulterschluss mit den Grünen suchen.

Grundsätzlich stellt der Unternehmensberater jedoch Fähigkeit und Willen einer schwarz-roten großen Koalition (GroKo) in Frage, „Bergisch Gladbachs Herausforderungen wirklich grundlegend anzugehen“. Dabei hat er nicht, wie SPD und CDU die Sanierung des Haushaltes durch Ausgabenkürzungen im Blick, sondern die Einnahmebasis.

Die Stadt, damit wiederholt Krell Forderungen aus seiner Zeit als Bürgermeisterkandidat, brauche eine stärkere wirtschaftliche Basis und vor allem eine Strukturreform der Verwaltung. Nur dadurch könnten neue finanzielle Spielräume entstehen. Während die Gewerbeeinnahmen schon wieder sinken stiegen die Personalausgaben, warnt der Liberale.

Daher sei er sehr gespannt auf den Etatentwurf von Kämmerer Mumdey – und werde sich vor allem den Personalhaushalt sehr genau anschauen, kündigt Krell an.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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