Theaterstücke und Musicals sind Teil der Heidkamper Kulturtage

Schon wieder sind zwei Jahre vergangen, und die nächsten Heidkamper Kul­turtage stehen vor der Tür. Das große Kulturfestival, das von der Evangeli­schen Kirchengemeinde Zum Frieden Gottes veranstaltet wird und auch mit dem BOPP geehrt wurde, ist längst eine feste Bergisch Gladbacher Größe.

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Fast drei Wochen lang bieten die Kulturtage den Besucherinnen und Besuchern, die übrigens auch aus weit entfernten Regionen kommen, Ausstellungen, Kon­zerte, Lesungen, Theatervorstellungen, kulinarische Veranstaltungen. All dies angeordnet rund um die Gottesdienste ab dem Reformationstag (31.10.) bis zum Buß- und Bettag (19.11.).

Traumwelten – zwischen Spiritualität und Kunst

Traditionell stehen die Heidkamper Kulturtage unter einem Motto. In die­sem Jahr lautet es „Traumwelten“ – und entsprechend ranken sich die Ver­anstaltungen um die verwandten Themen Fantasie, Weite, Visionen, und sie treffen damit in diesem Jahr besonders ausdrucksvoll die Verbindung zwischen Spiritualität und Kunst.

Dies setzt sich auch in den Got­tesdiensten fort, die wie immer einen geistigen Leitfaden des Mottos mit ent­sprechenden Bibeltexten und Predigten widerspiegeln. So das Thema „Jakob und die Himmelsleiter“, „Josefs Träume“, Hesekiels Traum vom Totenfeld, Martin Luther Kings be­rühmte Rede „I have a dream“ und „Das neue Jerusalem“. Die Gottesdienste werden musikalisch begleitet.

Als großes Gemeindeprojekt, an dem sich viele beteiligt haben, wird in der Kirche Zum Frieden Gottes ein riesiger Traumbaum errichtet – als deutli­ches Symbol für das Festivalmotto.

Miniaturtheater mit fünf Bühnen

Die Theateraufführungen führen den Ge­danken im Reich der Märchen weiter: „Nussknacker und Mausekönig“ – das berühmte Märchen nach E. T. A. Hoffmann – wird aus nächster Nähe zu er­leben sein: in einem außergewöhnlichen kleinen „Miniaturtheater“ mit fünf Bühnen, auf denen die Handlung mit insgesamt 200 künstlerisch anspruchs­voll gestalteten Papierfiguren inmitten phantasievoller Bühnenbilder darge­stellt wird. Wegen der Abmessungen der Bühnen kann jede der 12 Vorstellun­gen nur von etwa 20 Zuschauern besucht werden.

Beliebtes Romanisches Café wieder da

An eine andere Tradition erinnert das „Romanische Café“. Von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik stand vis-à-vis der Gedächtniskirche ein berühmtes Berliner Künstlerlokal mit Stammgästen wie Stefan Zweig, Erich Kästner, Billy Wilder oder Erich Maria Remarque – heute ein kultureller My­thos, der auf den Kulturtagen wieder lebendig wird.

In der Heidkamper Vari­ante wird sich der Gemeindesaal mit vielen Ausstattungselementen in dieses Café verwandeln, so dass schon der Raum ein Kunstwerk an sich sein wird. In dieser Atmosphäre gehen die Besucher auf eine literarisch-musikalische Zeitreise zwischen Kaiser und NS-Diktatur. ­Wie bei den Kulturtagen üblich, spielt die Literatur im Rahmen von Lesun­gen eine große Rolle.

Mit „Meine Schönen – A singing Affair“ durch die Zeiten. Sie singen Schlager, Klassik und Oper

Die musikalischen Veranstaltungen bieten eine große stilistische Band­breite. Ein klassisches Barockkonzert, ein Kammerorchester und Instrumentalkonzerte werden erklingen. Susanne Rohland-Stahlk leitet auch „The Way“ – ein Musical in neuer Form aus der Feder der amerikanischen Gos­pelmusikerin Adrienne Morgan Hammond. Das Stück ist eine einzigartige Kombination aus Konzert, Videoinstallationen und Geschichten, die insgesamt auf hochemotionale Weise die Stationen des Lebensweges schildern. Die Auto­rin wird in Heidkamp selbst Regie führen.

Weitere Mitwirkende sind die Quirl-Singers, verschiedene Gemeindegruppen und die Marco-Diefenbach-Band. Au­ßerdem wird das Publikum durch Lieder einbezogen, die leicht mitzusingen sind. Weitere musikalische Akzente sind das Programm „Schlaflos“, mehrer Vokalensensemble und Salonmusik füllen den Abend mit Musik aus der Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert.

„Musikalische Gelage“

Vielfältig ist auch die kulinarische Seite der Kulturtage: Am 2.11. findet das „Musikalische Gelage“ statt – eine musikalische Reise durch Europa mit den dazu passenden Spezialitäten. Für die Musik zur Untermalung ist gesorgt Im „Café Antique“  bieten die „Bäckerinnen der Ge­meinde“ selbst gebackene Kuchen nach den verschiedensten Rezepten an im Cafe an, das sich an diesem Tag in eine Konditorei verwandelt. Dazu gibt es ein kleines Programm mit Szenen aus dem „Nussknacker“-Minitheater.

Wie immer erwartet das Pu­blikum am Vorabend des Kulturtage-Endes ein Festessen mit einem Vier-Gänge-Menü mit unterhaltenden Einlagen in den Menü-Pausen.

Das ganze Programm im Detail:

Freitag, 31.10., 19.00 Uhr: Festlicher Reformationsgottesdienst

„Jakob und die Himmelsleiter“ Musikal. Begleitung : Ev. Kantorei  Bergisch Gladbach – anschließend Vernissage, Ver-Führung zur Kunst –

eine Begegnung mit Bildern, Texten und kunsthandwerklicher Arbeit in Kirche und Gemeindezentrum mit bildnerischen Arbeiten von Heide Heesen und Gisela Werner. Der „Traumbaum“, Ergebnis monatelangen gemeinschaftlichen künstlerischen Schaffens von Jung und Alt, zieht sich durch die Kirche. Lassen Sie sich (ver-)führen. Eintritt frei – Spende erbeten

Samstag, 1.11., 19.00 Uhr: Concertino & Consorten :

„Aus der Seele muss man spielen…“

2014 jährt sich der 300. Geburtstagvon Carl Philipp Emanuel Bach, dem 2. Sohn von Johann Sebastian Bach. Im Gratulationskonzert erklingen Instrumentalkonzerte von Vater und Sohn. Es spielen Aska Zasada, Cembalo Günter Fellmann, Monika Schwermer, Violine; Stefan Weinand, Viola; Mathias Hudelmayer, Violoncello Leitung: Susanne Rohland-Stahlke. Eintritt: 10,00 €

Sonntag, 2.11., 10.00 Uhr

Gottesdienst : „Josefs Träume“ Musikal. Begleitung: Schüler der Städt. Max-Bruch-Musikschule

Sonntag, 2.11., 18.00 Uhr: Musikalisches Gelage“

Die Kantorei Sander Heide präsentiert  einen bunten Reigen Madrigale rund um die Themen Trinken und Essen, Lieben und Leiden, Sich-Finden und Scheiden und soll die Zuhörer wie bei einem ausschweifenden Gelage (noch) nicht mit Wein, sondern mit Klängen trunken machen, bevor dann im Anschluss an das Konzert alle eingeladen sind, weltlichen Genüssen zu frönen. Eintritt: 10,00 €

Montag, 3.11., Dienstag, 4.11. und Montag, 17.11., 17 / 18 / 19 Uhr Sonntag, 9.11., 15 / 16 / 17 Uhr: „Nussknacker und Mausekönig“

Alle Termine dieser Reihe sind ausverkauft! Es werden aber weitere Termine gesucht, s.u. bei den Kommentaren.

Papiertheaterinszenierung auf 5 Bühnen von E. T. A. Hoffmanns berühmtem Märchen, begleitet von der bekannten Musik von Peter Tschaikowsky. Das romantische, spannende und traumhafte Abenteuer der kleinen Bürgertochter Marie Stahlbaum ist keineswegs nur etwas für Kinder, Zuschauerinnen und Zuschauer von 9 bis 99 werden an dieser faszinierenden Art des Geschichtenerzählens ihre Freude haben. Eintritt: Erwachsene 10,00€ Kinder (bis 12 J.) 5,00€ 

Mittwoch, 5.11., 19.00 Uhr: Märchen für Erwachsene

Träume sind Schäume So heißt es in dem alten Sprichwort! Ist das wirklich so? Auf den Traumpfaden der Märchen werden wir geführt von unseren altbekannten Märchenerzählerinnen und –erzählern. Sie geleiten uns durch das kosmische Labyrinth zwischen schlafen und wachen. Musikalisch begleitet uns Birgit Bendfeld am Klavier. Eintritt: 10,00 €

Donnerstag, 6.11., 15.00 Uhr: Konditorei Kulturtage:

Duftender Kaffee und selbstgebackener Kuchen nach alten Familienrezepten, dazu ein kleines Unterhaltungsprogramm…Genießen Sie einen gemütlichen Nachmittag im stilvollen Ambiente. Eintritt: frei

Freitag, 7.11., 20.00 Uhr: Ein Abend im Salon der Madame Julie Siebecker

Silvia Nitsche-Mayr mit FriederikeZumach, Roman Salyutov und Michael Winkler entführen Sie in die Welt der Salonmusik der Belle Epoque. Eintritt: 10,00 €

Samstag, 8.11., 20.00 Uhr: …und ein Tröpfchen Herzblut mit Rum

Ein Abend im Romanischen Café.

Gisela Werner, die das „Romanische“ Ambiente gestaltet hat, und Silvia Nitsche-Mayr mit Roman Salyutov und Michael Winkler gehen mit ihrem Publikum auf eine literarisch-­musikalische Zeitreise in das Berlin zwischen Kaiser und Führer. Eintritt: 10,00 €

Sonntag, 9.11., 10.00 Uhr: Gottesdienst: Hesekiel träumt

(Hesekiel 37, 1-14) musikal. Begleitung: Singkreis

Dienstag, 11.11., 20.00 Uhr: „Bettgeschichten“

„Meine Schönen – A singing Affair“ mit einem Programm durch die Zeiten mit Schlagern, Klassik, Liedern aus den20ern zwischen Oper und Andrew Sisters. Eintritt: 10,00€

Mittwoch, 12.11., 20.00 Uhr: Lesung: Die Orpheus-Prophezeiung

„Ein alter Geheimbund, eine tödliche Verschwörung und die Suche nach einem verborgenen Ort…“

Oliver Buslau liest aus seinem Roman, dazu erklingt Musik mit dem Gitarrenduo Josef Heiliger und Friedrich Herweg. Eintritt: 10,00 €

Freitag, 14.11., 20.00 Uhr: Eierlikör & ABSINTH

Schlaflos…“ Lieder durch die Nacht

Schlaflos – jeder kennt ihn, diesen Zustand, der so viele Facetten hat. Ruhelosigkeit, Fressattacken, Verzweiflung, ungeahnte Kreativität, Drogen oder einfach nur stilles Leiden in der Dunkelheit. Sinister – Sanft – Somnambul – Sehnsüchtig – Subtil – Sentimental -Ein Kaleidoskop nächtlicher Lebensillusionen. Mit Silvia Nitsche-Mayr (Gesang), Roman Salyutov (Klavier) und Michael Winkler (Bass). Eintritt: 10,00 €

Samstag, 15.11. und Sonntag, 16.11., 18.00 Uhr: „The Way“ – Musical in neuer Form

aus der Feder der amerikanischen Gospelmusikerin Adrienne Morgan Hammond. Songs und Textpassagen markieren Stationen, Themen, Emotionen des Lebensweges. The Way ist generationenübergreifend, Jung und Alt kommen zusammen  und teilen Erfahrungen ihrer Lebensabschnitte. Freuen Sie sich auf eine große Show mit den QuirlSingers, verschiedenen Gemeindegruppen, der Marco ­Diefenbach-Band, raumgreifender Inszenierung, Video-Installationen u.v.m. unter der Leitung und Regie von Adrienne Morgan Hammond und Susanne Rohland-Stahlke. Eintritt: Erwachsene 15,00 €/10,00 € Kinder bis 12 Jahre 7,50 €/ 5,00 €

Sonntag, 16.11., 10.00 Uhr

Gottesdienst: I have a dream (Martin Luther King)

Aktuelle Informationen auf der Website

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1 Kommentar

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  1. Liebes Redaktions-Team,

    alle “Nussknacker”-Veranstaltungen sind bereits ausverkauft!!

    Wir werden in naher Zukunft weitere Aufführungen anbieten. Sobald die Termine feststehen, sage ich Bescheid.

    Mit herzlichen Grüßen
    Gesine Böttcher