Die Geschichte ist spannend, wird zum Ende hin höchst dramatisch – und sie hat in den Monaten seit Drehende noch einmal an Aktualität gewonnen: Was passiert eigentlich, wenn ein Klassenkamerad die Webcams seiner Mitschüler knackt und in jedes Zimmer schauen kann?

Genau das zeigt der Film „For No Eyes Only“ auf eine zugleich witzige wie mitreißende Art und Weise.

Schon im Frühjahr 2011 hatte sich eine bunt zusammen gewürfelte Film-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums  daran gemacht einen Film zu drehen. Ursprünglich sollte das Projekt nur 3 Monate dauern, nur 1000 Euro kosten und auch nur 60 Minuten lang werden.

Hauptdarsteller Benedict Sieverding in seiner Beobachtungszentrale. Fotos: Avalon Film

Stattdessen hat es mehrere Jahre in Anspruch genommen, ein “bisschen” mehr gekostet und ist satte 97 Minuten lang geworden. Der Film war 2012 schon im Rahmen des Kultkinos im Bergischen Löwen gezeigt worden – aber das war erst der Anfang.

Als der Film letztes Jahr im September sich dann auf einmal auf dem ältesten Kinder- und Jugendfilmfestival LUCAS in Frankfurt sogar gegen Oscar-nominierte Konkurrenz als “Bester Jugendfilm” durchsetzen konnte, begann eine Reise, die sich die jungen Filmemacher rund um Regisseur Tali Barde, Kameramann Louis Bürk und die Hauptdarsteller, Benedict Sieverding und Luisa Gross nie erträumt hätten.

Einige Preise, Festivals und Länder später, sowie dem Prädikat “besonders wertvoll” der Deutschen Film- und Medienbewertung, kommt der Film „For No Eyes Only“ jetzt sogar in die deutschen Kinos. Bundesweiter Start ist am 27. November 2014. In Bergisch Gladbach läuft der Film dann auch im Cineplex in Bensberg, täglich um 17.30 Uhr und sonntags und montags um 20:15 Uhr.

Am Montag, 19 Uhr, wird der Trailer beim Kultkino zum Start des Festivals „Nahaufnahme“ gezeigt, Hauptdarstellerin Luisa Gross kommt ebenfalls in den Bergischen Löwen. Alle Infos zum Festival

Übrigens diente Alfred Hitchcocks Klassiker “Das Fenster zum Hof” als Inspiration und Vorbild für den Jugendkrimi. Er soll jedoch  kein Remake sein, sondern eine moderne Interpretation. Er liefert das Porträt einer Generation, in der das Internet nicht mehr wegzudenken ist und unser Leben untereinander und miteinander bestimmt. In einer Zeit, in der anonyme Identitäten entstehen, Privatsphäre immer transparenter zu werden scheint und persönliche Daten das neue Tauschgut sind.

Schauspielerische Bestform: Luisa Gross und Benedict Sieverding

Die Geschichte im Überblick: Wegen eines Hockeyunfalls ist Computer-Nerd Sam mit einem Gipsbein an seinen Schreibtischstuhl gefesselt. Gerade als seine Langeweile droht ihn fast umzubringen, stößt er im Internet auf eine Hack-Software, die es ihm ermöglicht auf fremde Webcams zuzugreifen.

Schnell wird der sozial eher zurückgezogene Teenager zum heimlichen Voyeur und erfährt alles über die intimsten Geheimnisse und Fassaden seiner Mitschüler. So zum Beispiel auch, dass der geheimnisvolle Neue in der Schule, Aaron, anscheinend ein Problem mit seinen Eltern hat. Als dieser plötzlich eines Abends ein Messer in seinem Zimmer versteckt und anschließend von den Eltern jegliche Spur fehlt, wird Sam misstrauisch.

Tali Barde spielt nicht nur den Bösewicht “Aron”, er hat auch das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und den Thriller produziert.

Gemeinsam mit Klassenkameradin und seinem heimlichen Schwarm Livia versucht er auf eigene Faust dem Ganzen auf den Grund zu gehen… doch schon bald geraten die beiden dabei in brenzlige Situationen…

Mehr wird nicht verraten. Doch, soviel: das Team um Tali Barde und Louis Bürk arbeiten längt an einem neuen Projekt, dem Kurzfilm „Dot“, den sie über ein Crowdfunding erfolgreich finanziert haben. Hier ein Blick hinter die Szenen:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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