Am letzten Wochenende fanden in Wetzlar die 72. Deutschen Meisterschaften der U23 statt. Trockenes, aber windiges Wetter am Samstag, strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 25° am Sonntag, ein bestens präpariertes Stadion sowie eine tollte Stimmung – Wetzlar bot den Athletinnen und Athleten ausgezeichnete äußere Bedingungen. Der TV Herkenrath war bei diesen Deutschen Meisterschaften durch Jonathan Dahlke und Stefan Höller vertreten.

Jonathan Dahlke

Jonathan Dahlke

Jonathan Dahlke lief über 3000m-Hindernis bis zur 1000m Marke in der Spitzengruppe mit, musste dann jedoch den Kontakt zu den führenden Läufern abreißen lassen und kam – wie im Vorjahr – als Neunter in 9:32,48 Minuten ins Ziel.

„Ich habe mich während des Laufs sehr müde gefühlt. Nach meinem 1500m-Lauf von Koblenz in 3:57 Minuten hatte ich gedacht, dass ich hier schneller laufen kann. Nach der langen Saison in den USA mit Cross-, Hallen- und Bahnwettbewerben brauche ich jetzt einfach eine Pause“ urteilte der Student der University of Mount Olive ein wenig enttäuscht nach seinem Lauf.

Stefan Höller

Stefan Höller

Mehrkämpfer Stefan Höller gab nur eine Woche nach seiner Rückkehr aus den USA über 400m Hürden sein diesjähriges Debüt auf deutschem Boden. Im ersten von fünf Vorläufen traf er dabei auf stärkste nationale Konkurrenz, nämlich den Fünften der Europameisterschaften des Vorjahres, Felix Franz, und den letztjährigen U23-DM-Dritten Rico Thränert.

Bei böigem Gegenwind lief der 20jährige Herkenrather das Rennen sehr verhalten an und lag nach 200m nur an sechster und letzter Position. Mit einer starken zweiten Hälfte kämpfte sich Höller noch auf Platz vier vor und qualifizierte sich mit 54,76 Sekunden für die Finalläufe. Als Endlaufteilnehmer mit der schwächsten Vorlaufzeit wurde ihm im B-Finale die Bahn eins zugewiesen, eine Bahn, die auf Grund der engen Radien sehr schwierig zu laufen und bei allen 400m-Hürdenläufer die unbeliebteste ist.

Doch Stefan Höller begann das Finale deutlich offensiver als den Vorlauf und lief bereits auf der Gegengeraden zu dem vor ihm gestarteten Andreas Kölbl (TSV Penzberg) auf. Auch den Rhythmuswechsel nach der fünften Hürde vollzog er ohne Schwierigkeiten. Trotz Anschlagens mit dem Nachziehbein an der letzten Hürde lief Höller mit 54,15 Sekunden neue persönliche Bestzeit und platzierte sich in der Gesamtwertung der beiden Finals auf Platz zehn.

Die Ergebnisse im Detail:

400m Hürden Finale
1. Felix Franz (LG Neckar-Enz) 51,57sec.
2. Rico Thränert (Schweriner SC) 52,35sec.
3. Aikan Graham (LAC Erdgas Chemnitz) 52,15sec.
4. Michael Adolf (DJK Ingolstadt) 52,58sec.
5. Robert Wolters (LG Hannover) 52,82sec.
6. PeterSeifert (ASV Sangershausen) 52,88sec.
7. Marcel Matthäs (LG Nord Berlin) 52,96sec.
8. Andreas Scheerer (MTG Wangen) 53,05sec.
9. Yannik Frers (VfL Sindelfingen) 53,18sec.
10.Stefan Höller (TV Herkenrath) 54,15sec.
11.Tim Holzapfel (LG Steinlach) 54,35sec.
12.Andreas Kölbl (TSV Penzberg) 55,69sec.

3000m Hindernis Finale
1. Philipp Reinhardt (SV Einheit Worbis) 8:53,36min.
2. Konstantin Wedel (LAC Quelle Fürth) 8:53,76min.
3. Fynn Paul Timm (LG Lüneburg) 9:02,80min.
4. Jannik Seelhöfer (SC Melle) 9:05,82min.
5. Nic Ihlow (SC DHfK Leipzig) 9:15,20min.
6. Karl Bebendorf (Dresdner SC) 9:15,71min.
7. Joshua Sickinger (LG Region Karlsruhe) 9:28,11min.
8. Felix Wammetsberger (LG Region Karlsruhe) 9:32,19min.
9. Jonathan Dahlke (TV Herkenrath) 9:32,48min.
10. Jonathan Kolks (LAZ Rhede) 9:39,43min.
11. Bernhard Weinländer (LAC Quelle Fürth) 9:39,44min.

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