Der DRK-Einsatz in Sand erfordert viel Organisation

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des DRK beim Einsatz in Bergisch Gladbach-Sand

Bergisch Gladbach ist kein Einzelfall, sondern nur ein konkretes Anschauungsbeispiel für alle Städte in Deutschland: überall bemühen sich Verwaltungen, Verbände und Bürger mit wachsender Verzweiflung, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen und zu versorgen. Dabei geht oft unter, dass auch die Helfer Hilfe brauchen. Hier setzt eine Veranstaltung der Thomas-Morus-Akademie gemeinsam mit der Caritas an.

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„An vielen Orten unterstützen Menschen die Neuankömmlinge bei der Bewältigung ihres Alltags und der Orientierung in der neuen Heimat”, schreibt Akademie-Leiter Wolfgang Isenberg. „Doch die Helferinnen und Helfer stoßen oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, meist ausgelöst durch die Erfahrungen der Schicksale der Flüchtlinge oder der organisatorischen Hürden bei den Hilfsaktionen.”

Die öffentliche Debatte, sagt Isenberg, erschöpfe sich in der Frage, wo die Flüchtlinge leben sollen. Dem setzt die Akademie eine Tagung unter dem Titel „Hoffnungen auf neue Lebensperspektiven – Flüchtlinge in Deutschland- Flüchtlinge und Helfer sprechen über Hürden, Hoffnungen und Ziele.” entgegen.

Wir dokumentieren die Einladung der Thomas-Morus-Akademie:

Auch die Städte Nordrhein-Westfalens beherbergen inzwischen zehntausende Flüchtlinge und täglich werden es mehr. Auf dramatische Weise führt der Einwanderungsdruck vor Augen, dass wenige tausend Kilometer entfernt Krieg, Armut und Terror für unhaltbare Lebensumstände verantwortlich sind.

Mit welcher Hoffnung kommen die Neuankömmlinge etwa nach Deutschland und was finden sie tatsächlich vor, was hat die Flucht von ihnen abverlangt und wie fühlen sie sich, hier angekommen?

Darauf geben Flüchtlinge bei einer Offenen Akademietagung der Thomas-Morus-Akademie und dem Cartiasverband für die Stadt Köln eine Antwort:

Hoffnungen auf neue Lebensperspektiven – Flüchtlinge in Deutschland
Samstag, 29. August 2015
im Caritaszentrum Köln-Kalk
und Flüchtlingshotel „Arena One“

Aber auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer, seien sie haupt- oder ehrenamtlich tätig, werden ihre Situation und ihre Anliegen bei dieser Tagung zur Sprache bringen und mit Flüchtlingen wie Teilnehmern gemeinsam diskutieren.

Denn immer öfter stoßen die Helfer an ihre Grenzen. Sei es bei den organisatorischen Hürden, etwa eine Unterkunft bereit zu stellen, Minderjährige zu versorgen oder eine Arbeit für die oft hochmotivierten Neuankömmlinge zu finden.

Schließlich muss auch die Flut der freiwilligen Helfer koordiniert werden, die etwa wissen wollen, an wen man sich wenden, wie und wo mit angepackt werden kann.

Gesprächspartner/innen sind:

  • Bekir und Faruk Bulut, Geschäftsführer und Hotelbesitzer, Köln
  • Monika Clouth, Initiatorin der Kalker Willkommensinitiative „Miteinander Mensch sein“, Köln
  • Flüchtlinge, die in Köln leben
  • Ali Ismailovski, Vorstand Flüchtlingsrat NRW, Flüchtlingsberater im Café Zuflucht, Aachen
  • Katharina Montens, Caritasverband für die Stadt Köln
  • Susanne Rabe-Rahman, Leiterin Caritas-Zentrum, Köln-Kalk
  • Michael Strucken, Arbeitsvermittler und Migrationsbeauftragter der Agentur für Arbeit, Köln

Anmeldungen
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach,
Telefon: 02204 408472, akademie@tma-bensberg.de.

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