Refrath ist relativ dicht bebaut; aber es kommen nur wenige neue Wohnungen hinzu. Foto: Stefan Krill

In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit 8,85 Millionen Wohnungen. Damit entfallen zwar rein rechnerisch eine Wohung auf jeweils zwei Personen. Für jeden Landesbewohner stehen durchschnittlich üppige 45,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Aber das reicht in vielen Städten dennoch nicht aus; Studenten, einkommensschwache Familien und zunehmend auch Flüchtlinge suchen händeringend nach einer Unterkunft.

Große Hoffnungen können sie sich jedoch nicht machen, denn der Wohnungsbestand wächst nur sehr langsam – im ganzen Land ebenso wie in Bergisch Gladbach. Dabei gibt es einige krasse Ausnahmen.

Nur die Mega-Wohnungen legen kräftig zu

In NRW ist nach Angaben des statistischen Landesamtes die Zahl der Wohnungen von 201o bis 2014 nur um 1,6 Prozent gewachsen. Bergisch Gladbach liegt mit einem Plus von 1,7 Prozent fast genau im Landesschnitt. Oder anders ausgedrückt: innerhalb von vier Jahren sind nur 908 Wohnungen hinzugekommen, insgesamt gibt es jetzt 54.876.

Dabei fällt auf, dass 1-Zimmerwohnungen mit plus 0,5 Prozent am wenigsten zulegten, die Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern dagegen um 2,3 Prozent. Dabei wird es sich vor allem um Einfamilienhäuser handeln.

Wohnungen werden größer, bleiben aber im Rahmen

Ganz anders sieht es in Gemeinden wie Wassenberg im Kreis Heinsberg aus, deren Wohnungsbestand um satte 7,4 Prozent stieg. In Wettringen waren es noch 6,9 Prozent, in Südlohn 5,7 Prozent. Am anderen Ende der Skala liegen Gemeinden wie Inden oder Bergneustadt, deren Bestand um 1,7 bzw. 0,4 Prozent schrumpften.

Die Wohnungsgrößen je Einwohner haben in Bergisch Gladbach deutlich zugelegt, sie stiegen von 47,9 auf 48,8 Quadratmeter. Die durchschnittliche Größe der Wohnungen stieg nicht ganz so rasch auf 96,8 Quadratmeter. Bescheiden, im Vergleich zum Spitzenreiter Stemwede (129,9 Quadratmeter), ganz ordentlich im Vergleich zu Gelsenkirchen (74,8 Quadratmeter).

Datix

Zahlen, Tabelle, Grafiken sind mein Metier. Weil mich interessiert, was sich hinter dem ganzen Datensalat verbirgt.

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