Die neuen Duschen im Mohnweg

Zuletzt waren zwar die Duschen im Mohnweg erneuert worden, aber zu mehr fehlte das Geld.

Schon seit langem ist das städtische Schwimmbad Mohnweg ein großes Sorgenkind der Stadt. Der Reparaturstau ist so groß, dass bereits ein mittleres Problem zum Totalschaden führen kann. Denn Mittel für eine Sanierung oder wenigstens eine Reparatur der größten Mankos hat die Stadt nicht.

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Doch nun erscheint plötzlich ein ganz anderes Szenario am Horizont: Die Stadt plant, das Schwimmbad für 4,6 Millionen Euro komplett neu zu bauen. Finanziert werden soll das über ein Bundesprogramm, dass eine Förderung von 90 Prozent für Kommunen in Haushaltsnot verspricht.

Der entsprechende Plan wurde am Dienstag im Stadtrat vorgestellt und einstimmig gebilligt; jetzt wird der Antrag eingereicht – und alle Daumen werden gedrückt.

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Seit dem Sommer gibt es Gerüchte über ein Bundesprogramm, mit dem Berlin im Rahmen eines 10-Milliarden-Zukunftsinvestitionsplans bis zu 140 Millionen Euro in die Bereich Sport, Jugend und Kultur stecken will, heißt es in der Ratsvorlage. Prompt schlugen einige Vereine ihre Lieblingsprojekte vor: ein Kunstrasen für den TuS Moitzfeld, die Idee des DLRG für ein neues Schwimmbad, und einiges mehr. Auch Frank Samirae von der Bürgerpartei GL wies auf das Programm hin – und beansprucht nun ein Urheberrecht für die Idee zur Rettung des Schwimmbads.

Mit heißer Nadel gestricktes Programm

Erst Anfang Oktober veröffentlichte die Bundesregierung dann ihr Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur” – und setzte eine sehr enge Frist: bis zum 13. November müssen die Projektskizzen eingereicht werden.

Zudem erfuhr die Stadtverwaltung über den Deutschen Städtetag, dass nur Millionen-Projekte eine Chance haben, die über einzelne Vereine hinaus gehen und eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung haben.

Ein solches Projekt glaubt die Stadtverwaltung in der Schublade zu haben: eben der Neubau des Schwimmbads Mohnweg. Es könne umwelttechnisch Standards setzen, haben im Sinne der Stadtentwicklung große Bedeutung für den großen Stadtteil Refrath und sei eine lokale Sport- und Bildungsstätte.

Allerdings: In den offiziellen Rahmendaten heißt es auch, dass Ersatzneubauten nur in Ausnahmefällen gefördert werden.

Schon 2009 hatte der Rat einen Grundsatzbeschluss gefasst, das Bad zu sanieren – sobald dafür Geld da sein. Dafür gibt es jetzt – ganz unverhofft – eine neue Chance.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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