Foto: Thomas Merkenich

Von der Traditionsmarke „Gohrsmühle“ der Papierfabrik Zanders ist nur noch der markante Schriftzug auf der alten Halle am Driescher Kreisel geblieben. Die Stadt hatte die Leuchtreklame vor fünf Jahren aufwendig restaurieren lassen. Jetzt sieht sie sich aber gezwungen, die Beleuchtung auszuschalten.

Mit der Eröffnung des Gleisparks hat sich das Zanders-Areal in der Mitte der Stadt deutlich belebt, gerade in den kühlen Abendstunden werden die Sitzbänke, Grünflächen, Sport- und Freizeitanlagen gut genutzt. Allerdings hat auch der Vandalismus auf dem ehemaligen Gelände der Papierfabrik massiv zugenommen.

Zielscheibe dieser mutwilligen Zerstörer war zuletzt immer wieder der Leuchtschriftzug „Gohrsmühle Zanders“ an der ehemaligen Lagerhalle am sogenannten Gohrsmühlenplatz. Zehn der teuren Leuchtelemente seien bereits beschädigt und nicht mehr funktionsfähig, teilte die Stadt jetzt mit.

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Das für die Verwaltung der Fläche zuständige Liegenschaftsmanagement des Zanders-Areals habe daher entschieden, den Schriftzug vorerst nicht mehr zu beleuchten, teilte die Stadt am Freitag mit.

Einer der Zugänge zum Gleispark führt am Schriftzug vorbei. Foto: Thomas Merkenich

Der Schriftzug war im Zuge der Eröffnung des Gohrsmühlenplatzes als erstem Zugang zum bis dahin abgeschotteten Gelände im September 2021 originalgetreu mit Neonleuchtröhren restauriert worden. Der Stadtverwaltung sei es ein wichtiges Anliegen, den Schriftzug als Teil der Bergisch Gladbacher Geschichte wiederherzustellen, hieß es damals.

Bereits in den letzten Jahren seien immer wieder einzelne Leuchtröhren mutwillig zerstört worden. In den vergangenen Wochen habe sich der Vandalismus aber deutlich verstärkt. Daher ziehe die Stadt jetzt die Notbremse, verzichte auf die Beleuchtung und prüfe weitere Maßnahmen zum Schutz des Schriftzugs sowie Möglichkeiten für eine Instandsetzung.

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  1. Das Zanders-Areal zur Stadt hin großrahmig zu öffnen, war eine schöne, ja demokratische Idee.
    Leider werden solche Angebote – hier und anderswo – schon lange nicht mehr von allen Bevölkerungsgruppen verstanden und gewertschätzt.
    Insofern waren nach Wegfall der Umzäunung – das fällt mir schwer zu schreiben – derartige sinnlose Sachbeschädigungen absehbar (und werden noch weiter zunehmen).
    „Licht aus“, das kann jetzt aber nicht die Lösung sein. Stadt und Stadtgesellschaft werden wohl wieder Geld in die Hand nehmen müssen, damit dieses wichtige Exponat Gladbacher Stadtgeschichte erhalten bleibt. Also bitte zeitnah abbauen, restaurieren und später an einer geschützteren Stelle wieder montieren!
    Wo denn? Da kann man doch mal uns Bürger befragen. Einige gute Vorschläge werden sicher dabei sein.

  2. Ich bin kein Freund von Überwachung, aber wenn hier wiederholt immer wieder der Schriftzug zerstört wurde, wieso baut man nicht ein paar Überwachungskameras in sicherer Position auf und ermittelt die Täter und lässt diese den Schaden ersetzen?

    Ich finde es schade, wenn wegen ein paar Idioten jetzt alle unter dem Ergebnis leiden müssen. Dann doch lieber die Täter ermittlen und zur Rechenschaft ziehen.

  3. Mir gefällt der Name “auf Zanders” nicht. Das habe ich in der Vergangenheit schon einmal Ausdruck gebracht. Aber wenn er nun tatsächlich offiziell geworden ist – wie ich erfahren habe – dann doch bitte groß geschrieben “Auf Zanders”.

    1. „Auf Zanders“ ist kein Name, sondern eine Ortsbezeichnung, kurz für „auf dem Zanders-Areal“. Daher schreiben wir „auf“ klein.

    2. @Herr Becker
      Ich habe die Bezeichnung “auf Zanders” anfangs auch merkwürdig unschön gefunden. Aber eine andere, bessere Bezeichnung für das Areal ist mir tatsächlich auch nicht eingefallen.

      Betrachtet man das riesige Gelände der ehemaligen Papierfabrik Zanders jedoch wie eine grosse “Insel” mitten in der Stadt, also vergleichbar mit einer Insel im Meer, kann man sich mit der Bezeichnung anfreunden. Man sagt ja auch “ich war auf Mallorca” oder “auf” Ibiza ohne es komisch zu finden ;-)

    3. Hä..? Hier geht es doch um ganz andere Probleme.

      Vandalismus, der auf uns ALLE NEGATIV dh mit zunehmenden Verlusten und Einschränkungen zurückfällt

      Keine Entschuldigung aber möglicherweise EINE „Erklärung“…na ja..:

      Ungerichtete destruktive Wut von Jugendlichen, denen keine sinnvollen Alternativen angeboten werden (?)…