Das internationale Team

Fünf Umzugskartons, gefüllt mit warmen Winterschuhen – so startete die Aktion “Schuhe für Bulgarien” 2009. Kurz vor Weihnachten schickten wir damals die ersten Pakete mit der Post nach Bulgarien. Wir waren damals mächtig stolz, in wenigen Tagen, so viele Schuhe gesammelt zu haben.

Lächelnd blicke ich heute auf die Anfänge zurück und bin voller Dankbarkeit, dass wir alleine in diesem Herbst 50 Tonnen Hilfsgüter entgegennehmen durften. Das übersteigt bei weitem dass, was wir damals zu träumen gewagt hätten.

Die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach und Umgebung ist enorm. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei und sammeln schon das ganze Jahr für die Aktion. Die Qualität der Spenden ist hoch und wenn es auch hier und da ein paar kleine Ausrutscher gibt, so haben die meisten Spender doch im Blick, dass wir Menschen versorgen, die noch nicht einmal das Notwendigste zum Leben haben und neben Unterkunft und Essen, vor allen Dingen warme Kleidung für den Winter benötigen.

Hildegard Knoch-Will

So haben wir in diesem Herbst zuerst den Flüchtlingen in Bergisch Gladbach die Möglichkeit gegeben, sich für den Winter einzukleiden. Denn auch sie haben, wenn sie zu uns kommen, nur wenige Habseligkeiten und sind dankbar für warme Kleidung und feste Schuhe.

Viele waren von der Aktion so begeistert, dass sie direkt mit angepackt haben und uns im ganzen Aktionszeitraum unterstützt haben. Ein besonders Highlight war die Fahrradspendenaktion. 70 Fahrräder hat das Team, der Gruppe “Neue Heimat Bergisch Gladbach” gecheckt und repariert und den glücklichen neuen Besitzern gegeben.

In der BELKAW-Halle werden die Flüchtlinge mit Kleidung ausgestattet

Da uns in diesem Jahr besonders die Flüchtlinge am Herzen lagen, haben wir auch in Bulgarien neue Kooperationspartner gefunden. Einer der drei LKW fuhr nach Sofia, dort haben die “Council of Refugee Women in Bulgaria” die Verteilung in den Flüchtlingscamps rund um Sofia übernommen und die “Harmanli Refugee Camp Play School”, nahe der türkischen Grenze, hat vor allen Dingen Schul- und Spielsachen erhalten, um den Unterricht weiter gestalten zu können.

Unsere langjährige Partnerorganisation “Der treue Verwalter” in Bulgarien leistet nach wie vor hier eine hervorragende Arbeit. Über 1000 Kinder und ihre Familien sind mittlerweile in einem festen Programm eingebunden. Darüber hinaus findet eine gute Vernetzung mit anderen Organisationen statt, die ebenfalls humanitäre Unterstützung erhalten.

Und es gäbe noch so viel zu erzählen! Wer also mehr wissen und noch mehr Bilder sehen möchte, ist herzlich eingeladen, auf unsere Internetseite zu blicken.

Lesen Sie mehr:
Alle Beiträge über Schuhe für Bulgarien
Website „Schuhe für Bulgarien”
Facebook-Gruppe „Neue Heimat Bergisch Gladbach”

So sage ich ganz herzlichen Dank allen SPENDERN für Kleidung, Schuhe, Ranzen und allem, was das Herz höherschlagen lässt. Danke dem super TEAM, das täglich zur Stelle war und sich auf jede Situation eingestellt hat. Danke unserem Bürgermeister LUTZ URBACH für seine Schirmherrschaft, der BELKAW für die Halle, RÜCKSPIEL für die Spielzeugspenden, LEBENSWERT für den Dankeschön-Gottesdienst und JOHNSON CONTROLS samt seiner Logistikpartner für die Fahrten nach Bulgarien.

                                                                                         Dankeschön Feierabend mit dem Team 2015

Ohne all diese wunderbaren Menschen, wäre dieses Projekt in seiner Größe nicht möglich!

Nach der Aktion ist vor der Aktion, wir wünschen uns, dass es bald weitergeht und wir besonders den Flüchtlingen in Bergisch Gladbach noch gezielter unter die Arme greifen können.

Hildegard Knoch-Will

Hildegard Knoch-Will ist freiberufliche Imageberaterin und Knigge-Trainerin. Ihr Praxisbewährtes Fachwissen gibt sie als Dozentin, Coach und Buchautorin weiter. Seit dem Jahr 2000 ist sie ehrenamtliche Sammelstellenleiterin der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und war 2009 erstmalig bei der...

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2 Kommentare

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  1. An keiner Stelle habe ich gehört und gelesen, dass die bulgarische Schuhindustrie auch nur ein paar Schuhe für das überleben der Romas zur Verfügung gestellt hätte. Auch habe ich von keinem Flüchtling gehört, der nach oder durch Bulgarien geflohen ist, dass er Geld erhalten hätte um sich neue Schuhe zu kaufen. Darum geben was das, was wir hier im Überfluss haben den Menschen die nichts mehr haben und hoffen damit ihr Leben etwas einfacher zu machen. Und ich meine, das ist das mindeste was wir tun können und tun sollten!

  2. Was hier als humanitere Hilfe gepriesen wird, macht eigentlich die bulgarische Schuhindustreie
    kaputt, weil weniger Schuhe gekauft werden.