Unbekannte Täter haben in der Nacht im Siebenmorgen in Refrath einen Geldautomaten in einer Bankfiliale  in die Luft gejagt. Im Gegensatz zu vielen anderen Fällen waren die Räuber erfolgreich, sie gelangten an die Bargeldvorräte des Automaten und konnten entkommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Am Haus entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 100.000 Euro. Die Statik des Hauses scheint nach Angaben der Polizei nicht beeinträchtigt zu sein, so dass die Bewohner bleiben können.

In der vergangenen Nacht waren gegen 3:25 Uhr Anwohner der Straße Siebenmorgen durch einen Explosionsknall aus dem Schlaf gerissen worden, berichtet die Polizei weiter. Die Zeugen beobachten drei Personen, die  in einem dunklen Audi Kombi in Richtung Autobahn flüchteten. Es gelang sogar das Kennzeichen abzulesen. Wie sich schnell herausstellte, waren die Kennzeichenschilder jedoch kurz zuvor in Köln entwendet worden.

Bei der Tatortaufnahme fanden die Beamten einen vollständig zerstörten Vorraum der Bank vor. Glaseinsätze von Fenstern und Türen waren aus den Rahmen gesprengt. Der Geldautomat war ebenfalls stark beschädigt – die Täter konnten an das eingelagerte Bargeld gelangen.

In den vergangenen Wochen hatten einige Banken in Bergisch Gladbach angekündigt, zur Sicherheit für solchen Überfällen die Vorräume mit Geldautomaten nachts zu schließen. Allein im vergangenen Jahr hat es in NRW rund 60 Sprengungen gegeben. In Bergisch Gladbach hatte es bislang keine Sprengung gegeben, in Kürten jedoch bereits zwei.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um mehrere Banden handelt, die ihre Basis in den Niederlanden haben.

Das war offenbar auch bei der Sprengung in Refrath der Fall. Im Rahmen der Fahndung wurde der flüchtige Audi noch einmal kurz in Roermond am niederländischen Grenzübergang gesichtet. Weitere Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg.

Zeugen, die weitere sachdienliche Angaben zu der Tat, den Tätern oder dem benutzten Audi machen können, werden gebeten, sich unter 02202 205-0 zu melden.

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