Die Hallen in Katterbach können bis zu 390 Menschen beherbergen

Fast 390 Flüchtlinge wohnen in den drei Leichtbauhallen der städtischen Notunterkunft in Katterbach, dort kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. So auch am Mittwoch – als sich drei Männer durch die Musik eines 19-Jährigen gestört fühlten.

Zunächst, so berichtet die Polizei, kam es zu einem verbalen Streit. Doch dann schlugen die drei Männer auf den 19-Jährigen ein, der dabei leicht verletzt wurde.

Der Konflikt drohte zu eskalieren, rund 20 Männer standen sich auf dem Ascheplatz in aggressiver, angespannter Stimmung gegenüber. Doch inzwischen hatte der Sicherheitsdienst die Polizei alarmiert. Die Beamten beruhigten die Situation mit Hilfe der Sicherheitsmänner rasch.

Die Schlafhallen sind durch leichte, aber feste Wände abgeteilt. Nach oben ist alles offen.

Die Polizisten machten allen Bewohnern klar, dass sie „mit Folgemaßnahmen” rechnen müssten – und nahmen eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung auf. Die Aufregung in der Unterkunft führte dazu, dass eine Bewohnerin kurzfristig ohnmächtig wurde; sie kam mit dem Rettungswagen in ein  Krankenhaus.

Bereits Ende November hatte es einen ähnlichen Konflikt in Katterbach gegeben, als es Streit um ein Handy gegeben hatte und sich rund 40 Syrer in zwei Gruppen gegenüber standen. Auch damals war die Polizei eingeschritten. Der Wachdienst, der im Auftrag der Stadt rund um die Uhr mit einigen Leuten präsent ist, ist angewiesen, nicht selbst zwischen die Kontrahenten zu gehen, sondern die Polizei zu rufen.

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Nach Angaben des DRK, dass die Unterkunft in Katterbach betreibt, sind vor allem die Abendstunden kritisch. Die Hallen sind zwar in Kabinen für bis zu acht Bewohner abgetrennt, aber nach oben offen und daher sehr hellhörig. Für diejenigen, die noch nicht schlafen wollen oder können steht nur ein schlecht beheiztes Nachtaufenthaltszelt zur Verfügung. Die Stadtverwaltung hatte jedoch angekündigt, so schnell wie möglich eine weitere Betreuunghalle aus Containermodulen aufzubauen.

Eine halbe Halle steht als Speise- und Aufenthaltsraum zur Verfügung

Die Zahl der Polizeieinsätze und der Anzeigen im Zusammenhang mit Flüchtlingen ist im vergangenen Jahr angestiegen. Von den insgesamt 9920 Einsätzen in der zweiten Jahreshälfte 2015 im Stadtgebiet Bergisch Gladbach standen 69 im weitesten Sinne im Zusammenhang mit Flüchtlingen, bei den Anzeigen waren es im gleichen Zeitraum 72 von 5570. Mehr Informationen zur Flüchtlingskriminalität finden Sie hier.

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Redaktion

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