Vor allem der Autoverkehr verursacht in Bergisch Gladbach Lärm

Dauerstau in Bergisch Gladbach

In einem Beitrag hatte Klaus Hansen die Option „Autobahnzubringer über die Bahndammtrasse” als Lebenslüge verworfen. Seine Argumentation will der Autobahnzubringer e.V. nicht so stehen lassen.

Wir dokumentieren das Antwortschreiben des Vereins im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Hansen,

Sie sprechen von Lebenslügen über den Bahndamm. Gestatten Sie, dass wir Sie auf Unwahrheiten dieser angeblichen Lebenslügen hinweisen.

1. Dass in fünf Jahren der Verkehr wächst, sehen wir auch so.

2. Der erste Teil des Autobahnzubringers ist bereits im Landesstraßenbedarfsplan gelistet!

3. Die endgültige Stecke des Autobahnzubringers plant Straßen NRW und ist noch nicht fertig. Sobald hier genaue Pläne vorliegen, haben die Bürger die Möglichkeit zum Einspruch, zur Äußerung von Bedenken. Bereits jetzt Lamento schreien geht nicht.

4. Keiner spricht von Umsiedlung der BASt und der dort untergebrachten Autobahnpolizei.

5. Sie geben keine Antwort auf die unmöglichen Belastungen der Bürger in Refrath und entlang der Bensberger Straße. Denken Sie hier an „St. Florian“?

6. Neue Straßen ziehen Verkehr an. Das ist richtig, denn sonst würden diese nicht benötigt. Aber Sie verringern den Verkehr auf anderen Strecken und das nicht im Verhältnis 1:1. Durch neue Straßen wird bestehender Verkehr optimiert und minimiert.

Hintergrund:
Klaus Hansen: „Über den Bahndamm zur Autobahn” ist eine Lebenslüge
Gemeinsame Petition für die Bahndammtrasse
Alle Beiträge zum Thema Bahndamm finden Sie hier
Debatte in der Facebook-Gruppe „Politik in BGL”

7. Neues Denken ja, aber Frachthof an der Autobahn?? Wer soll Träger einer solchen Einrichtung sein, wer soll die Kosten für erneutes Umladen, für möglich verspätete Anlieferung, für Schäden die hier entstehen, bezahlen. Bitte denken Sie diesen Vorschlag bis zum Ende durch.

8. Unter der Erde bauen? Ja wir könnten versuchen den 2. Teil des Autobahnzubringers in dieser Bauart fertig zu stellen. Hier sind nur wesentlich höhere Kosten die Folge. Beim Ausbau der A4 vom Kreuz Köln-Ost Richtung Osten auf 6 bis 8 Spuren, der in der Diskussion ist, könnte man hierüber nachdenken und auch über die finanzielle Beteiligung der EU.

Fazit ist, sehr geehrter Herr Hansen, wir brauchen eine Antwort auf die Bewältigung des wachsenden Verkehr, wir brauchen eine vernünftige Anbindung der Gewerbe/Industriegebiete von Bergisch Gladbach.

Unsere Stadt braucht Handel, Gewerbe und Industrie, denn ohne wird der Kämmerer die Ansprüche der Bevölkerung nicht annähern befriedigen können.

Helfen Sie konstruktiv mit.

Mit freundlichen Grüßen,

Reinhard Kenfenheuer, Schriftführer, Autobahnzubringer e. V.

_____________________________________________

Hinweis der Redaktion: Der Autobahnzubringer e.V. versteht sich als überparteiliches Forum und Initiative. Als seine Aufgabe definiert er, die Vorbereitung zur Planung und Realisierung von Verkehrslösungen in der Stadt Bergisch Gladbach zu unterstützen. Vorsitzende des Vereins ist Cornelia Lübbe-Roggen, Stellvertreter sind Heinz P. Hinterecker und  David Roth. Weitere Vorstandsmitglieder sind Reinhard Kenfenheuer, Marcel Drack, Manfred Haesemann und
Wolfgang Maus.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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4 Kommentare

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  1. Werter Herr Kenfenheuer,

    ich bin nur einfacher Bürger und weiß Gott kein Fachmann. Das muss man auch nicht sein, um Ihre auf immer gleichen Argumenten ruhende Allheilmittelforderung „Bahndamm“ als kaum durchführbar zu entlarven.

    – Selbst wenn es stimmen würde, dass „der erste Teil des Autobahnzubringers bereits im Landesstraßenbedarfsplan gelistet ist“, so versichere ich Ihnen, dass diese vermaledeite Straße über den Bahndahm gegen den sich immer mehr konzentrierenden Widerstand der Bürger gebaut wird. Oder halten Sie an Ihrer seltsamen Umfrage fest?

    – Meinen Sie wirklich alle Probleme einer 30 m breiten Straße auf einem bisher 10 m breiten Bahndamm beseitigen oder für zuführenden Straßen Häuser in Altgladbach abreißen zu können, um mitten durch die Stadt Schneisen zu legen?

    – Wenn Sie die Argumentation Herrn Hansens „Lamento“ nennen, dann ist das Gerede der Bahndammlobby Sand in die Augen streuende Desinformation. Das, was Sie in Ihren Statements an Wahrheiten weglassen ist mehr, als Sie an Fürsprache bringen.

    – Ihre ganze Gegenrede zu Herrn Hansens Vorschlägen zeugt von der Ignoranz, die wir in Bergisch Gladbach und gerade die von Ihnen als Alibi herangezogenen Mitmenschen „in Refrath und entlang der Bensberger Straße“ satt haben. Übrigens ist die Aufzählung der beiden Gebiete mal wieder typisch für einen Gladbacher. Was Bensberg jetzt schon erleidet und mit einem Autubahnzubringer Ihrer Vorstellung erleiden müsste, ist Ihnen völlig gleichgültig.

    – Neuem Denken zu folgen kann man bei Ihrer Eingleisigkeit nicht verlangen. Wenn Sie sich jedoch einerseits als Heiland aller vom Verkehr Gebeutelten apostrophieren, sollten Sie andererseits mal ab und zu innehalten und über andere Ideen nachdenken, damit Sie wenigstens mitreden können und nicht nur negieren müssen.

    – Ja, wir brauchen eine Lösung, und zwar viel schneller, als Sie Ihren Bahndamm bebauen können. Und das Gewerbe und die Industrie, die den Kämmerer veranlassen sollen, auch Ihre Ansprüche zu befriedigen, werden sicher nicht in der Mitte unserer Stadt ihrem Geschäft nachgehen können.

    Rolf Havermann

  2. Sehr geehrter Herr Kenfenheuer,
    verehrte Menschen beiderseits der Stadtgrenze,

    ich bitte um Erlaubnis, dass ich mich aus „Mülheim am Rhein“ zu diesem Gladbacher Komödienstadel äußern möchte:

    Weil, hier wohnen die Menschen, die von dem Herrn Krüger sen. mit seinem LKW-Verkehr in Erzwingungshaft genommen werden, damit dieser damit seine Privatstraße durchgesetzt bekommt.

    Aber – alles schön der Reihe nach:

    Da gibt es den Verein Autobahnzubringer e.V..

    In dessen Umfeld tritt Herr Krüger sen. nicht auf – zumindest nicht offiziell im Vorstand oder Impressum.

    Dabei wurde Herr Krüger sen. wundersamerweise anlässlich eines Pressetermins dieses Vereins und des Fördervereins Rechtsrheinisches Kölns mit abgelichtet und die Bürgervereinigung Holweide spricht von der gemeinsamen Einladung der Firma Krüger und des Autobahnzubringers e.V..

    Damit stellt sich die Frage, wer der Verein Autobahnzubringer eigentlich ist und welche Ziele seine Mitglieder haben.

    Zu Herrn Kenfenheuer finde ich eine Seite „fk-logistik.de“ einer Spedition „Friedrich Kenfenheuer“, die jedoch erloschen ist.

    Dabei sind gerade die Straßen-Speditionen und die ihnen zu Teil werdende exorbitante steuerliche Subventionierung des LKW-Verkehrs doch die erklärten Lieblinge bundesdeutscher Mittelstandsförderung.

    Ein LKW fährt die Straße 100.000 mal stärker kaputt als ein PKW – aber, die LKWs bezahlen bei weitem nicht ihre Wegekosten. Eben das – leider nicht so bekannte – Gesetz der vierten Potenz: http://www.zeit.de/2011/31/Stimmts-Strasse

    Deshalb werden die Straßen für die LKWs in Gladbach für Herrn Krüger sen. nicht von diesem bezahlt, sondern von uns allen. Dank unserer Steuergeschenke kann Herr Krüger sen. seine Transporte billigst abwickeln.

    Selbst der „Interessenvertretung der Autofahrer“ war dies egal – der ob seines einnehmenden Wesens zurückgetreten gewordene ADAC-Präsident Peter Mayer war schließlich selber Spediteur und Mitglied im CDU-Wirtschaftsrat – und da glaubt doch keiner, dass er so dumm wäre und sich für die Autofahrer den Ast absägen wollte, der ihn und seine Firma mit unserer Staatsknete wunderbarst am Leben hält.

    Und damit die ADAC-Mitglieder dies nicht merkten, wurde ihnen Sand in die Augen gestreut. „Der Autofahrer als Melkkuh des Staates“.

    Ehrlicher wäre wohl ein Satz gewesen „Ottilie und Otto Maximalverzichten schenken den Spediteuren die Straßen und Brücken zum Kaputtfahren.“

    Wer so viel Geld von der Allgemeinheit geschenkt bekommt, will selber gar nicht darüber nachzudenken, seinen Zucker anders nach Bergisch Gladbach gefahren zu bekommen als auf der Bergisch Gladbacher Straße und die Fertigprodukte ebenso von dort weg zu transportieren.

    Dabei geht es aber auch anders – in Orbe in Schweizer Kanton Vaud befindet sich das Kaffeewerk der Firma Nestlé. Man muss diese Firma nicht mögen – aber, egal ob durch google earth oder http://www.geo.admin.ch/, dem Informationsportal des Bundes der Schweizerischen Eidgenossenschaft – diese Einblicke nach Orbe strafen Krüger sen. Lügen.

    Bei Nestlé steht der ganze Hof und der Bahnhof davor voller Bahnwagen; die LKWs kann man hingegen an einer Hand abzählen.

    Weil – die Schweizer erlauben sich, den LKW-Verkehr stärker an den von ihm verursachten Kosten zu beteiligen. Und der Wechselkurs des Schweizer Franken zeigt wohl, dass dies so ganz verkehrt nicht sein kann.

    Der an uns allen verdienende Krüger sen. ließ uns jedoch wissen, dass Zucker, Kaffee und Bahn sich nicht vertrügen – klar, wenn die Infrastrukturkosten der Straße alle, nur nicht Herr Krüger sen. bezahlen, klammert man sich daran fest.

    Anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes wollte er für uns sogar eine U-Bahn bauen oder die Strunde schiffbar machen.

    Bei diesen seine Mitbürger nicht ernst nehmenden Äußerungen dann auch noch – wie Herr Kenfenheuer am Schluss seines Briefes – eine konstruktive Mitarbeit einzufordern, spricht nicht gerade für die Ehrlichkeit dieses Angebot und die Sender dieser Botschaft. Und natürlich auch nicht für den Autobahnzubringer e.V..

    Die Gegner des Autobahnzubringers aus Gladbach und Bensberg haben es bisher leider auch nicht geschafft, diesen offensichtlichen Widerspruch aufzulösen – die Krüger-Straße könne ja durch Dellbrück und Holweide laufen, erfuhr man von dort statt dessen.

    Mit dem Heiligen Sankt Florian macht man sich jedoch in der Region keine Freunde.

    Weil entlang der Strunde Menschen leben wollen, die nicht nur Krügers Verkehr bezahlen, sondern auch noch aus Dankbarkeit von diesem mit Dreck, Krach, Erschütterungen und Unfällen überzogen werden, haben diese erkennbar hilflos nach dem vergifteten Angebot des Autobahnzubringer e.V. gegriffen.

    So ist es Krüger sen. und dem Autobahnzubringer e.V. vorerst gelungen, Bürger gegeneinander auszuspielen, indem man ihnen das Möhrchen vorhält, dass die Krüger-Straße Erlösung bringen können würde.

    Mit Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung und Prozessen bis hoch zum Bundesverwaltungsgericht könnte diese Straße in den nächsten 25 Jahren durchgekämpft werden.

    Dabei liegt die Lösung so nahe – innerhalb von drei Monaten kann im Containerterminal an der Zinkhütte der Verkehr wieder aufgenommen werden und die Krüger Fertigprodukte können von dort mit der Bahn abgefahren werden. Die dann größeren Mengen erlauben es Zander, auch wieder Container ab Gladbach zu fahren. Das derzeit brachliegende Terminal liegt direkt vor Krügers Firma.

    Für die Zuckerzufuhr – 100.000 Tonnen im Jahr oder 500 Tonnen am Arbeitstag muss hingegen Infrastruktur gebaut werden. Die Entladestation am Gleis und die Silo- und Rohranlagen werden vom Bund gefördert. Leider (oder vielleicht auch absichtlich) informiert die Industrie- und Handelskammer zu Köln nicht über diese Chance auch für Bergisch Gladbach. Damit unterscheidet sie sich von den süddeutschen Kammern.

    Scheinbar nimmt auch dort Krüger sen. Einfluss als Vizepräsident der Kammer.

    Hier darf wohl auch nicht sein, was nicht sein soll …

    Mit gutem Willen könnte es in drei Jahren eine Lösung eine ebenso rechtssichere wie umweltschonendere Lösung für große Teile des Krüger-Verkehrs geben.

    Immerhin geschätzte 22 Jahre, bevor dessen Krüger-Straße fertig sein könnte.

    Aber, zumindest Pfeifer & Langen seis gedankt; bei den straßen-, brücken – und auch menschenfeindlichen LKWs verzichten der Zuckerkonzern (und Miteigentümer der Firma Krüger) für die Verkehre nach Bergisch Gladbach auf LKWs mit dem hauseigenen Werbespruch „Kölner Zucker bringt Genuss“. Hier könnte ja jemand mit „Verdruss“ oder „bestuss“ weiterdichten und so nachhaltig an dem Renommee von Pfeifer & Langen feilen …

    Die bürgerschaftlichen Anmeldungen sowohl für das Gladbacher Mobilitätskonzept wie auch für den neu aufzustellenden Nahverkehrsplan des Landes tragen die Hoffnung, dass die Bürger vor und hinter der Stadtgrenze Krüger und seinen Mitstreitern verstärkt auf die Finger sehen werden.

    Weil, wir entlang der Strunde dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen. Auch nicht mit vergifteten Krüger-Angeboten.

    Am 27. Juni 2015 wurde Frau Reker anlässlich des Stadtteilgespräches in Köln-Mülheim auf diesen Lösungsansatz angesprochen. Die Rheincargo als Eisenbahnverkehrsunternehmen, an dem auch die Stadt Köln und die Kölner Stadtwerke beteiligt sind, wurde ins Gespräch gebracht. Gleichzeitig denken wir hier laut und vernehmbar über Pförtnerampeln an den Schleichwegen nach.

    „Krüger, höre die Signale !!!!“

    Mit den besten Grüßen aus der freien Stadt am Rhein

    Heiner Schwarz
    Dipl.-Ing. Verkehrsbau

  3. Wenn man auf höchster Ebene aufhören würde Lebenslügen unters Volk zu mischen, Alle für dumm zu halten, den Bürgern einen Kreis als Quadrat zu verkaufen. Nun dann müsst man anerkennen das Deutschland nach Japan die Dichtbesiedeltes Industrienation der Erde ist(226 Einwohner/km²)
    Wenn man also diese Realität anerkennt und ein solches Land zu einem „Einwanderungsland“ macht bzw. eines werden soll nun dann müssen sie eben auch wie in Tokio in Doppelstockbetten schlafen und Atemschutzmasken tragen weil der Nachbar ihnen seine Atem ins Gesicht haucht. Jede Medaille hat eben ihre zwei Seiten und Wachstum auf der einen bedeutet immer auch schrumpfen auf einer anderen Ebene. Hier eben mehr Menschen zulasten der Lebensqualität, statt Auto Fahrradfahren und statt 80m² Wohnraum oder gar Einfamilienhaus 20m² in ner WG. Keine Angst, der Frosch wird nicht in heißes Wasser geworfen, der Topf wird sukzessiv erwärmt.
    Lange Rede keinen Sinn. Solange man nicht bereit ist von oben herab ehrlich miteinander zu diskutieren und dabei Realitäten anerkennt, stattdessen die Lüge zur realen Illusion machen und die mit einseitigem medialem Dauerfeuer unters Volk bringt. Nun so lange wird es keine Lösungen geben. Lediglich immer neue und noch größere Probleme und die dazugehörigen Heilsversprechungen von eben jenen die die Probleme erst verursacht haben.

  4. Eine Antwort von Klaus Hansen:

    Sehr geehrter Herr Kenfenheuer,

    ein paar Antworten und ein paar Fragen zu Ihrer Stellungnahme:

    Ausgangssituation

    Bergisch Gladbach 110.000 Einwohner, 60.000 PKW. Mit wachsender Tendenz. Unsere Stadt liegt damit in der Spitzengruppe deutscher Städte im Verhältnis PKW zu Einwohner. Mit den – ebenfalls wachsenden – Gemeinden rundherum also wachsender, hausgemachter Stau. Dazu hausgemachter Schwerlastverkehr durch Gewerbegebiete fast in der Innenstadt, nur in Ausnahmefällen am Stadtrand in Autobahnnähe. Können also nur eine neue Straße und ein neuer Autobahnanschluss die Lösung sein?

    1. Welcher Teil eines Autobahnzubringers von wo bis wo ist im Landesbedarfsplan als Priorität gelistet? Hier hilft eine kleine Zeichnung, geben Sie bitte etwas preis von Ihrem Herrschaftswissen.

    Spekulationen vorbeugen

    Auch wenn die genaue Streckenführung in der Verantwortung des Landes liegt: Sie werden sicher Vorstellungen davon haben, wie die Streckenführung laufen kann, soll, muss, denn der Bahndamm ist vorhanden und er endet irgendwo. Dort muss es dann ja irgendwie weitergehen.

    2. Um Spekulationen vorzubeugen, könnten klare Antworten helfen:

    2.1 Wie geht es dann weiter?
    2.2 Sollte es einen Kreisel an der Kölner Straße geben (z.B. Flächenbedarf)?
    2.3 Sollte der Anschluss ein neuer Anschluss sein (auch hier Flächenbedarf)?
    2.4 Wenn ja, wo könnte er liegen, wenn nicht bei der BaSt und der Autobahnpolizei?
    2.5 Wie könnte eine Streckenführung durch das Gewerbegebiet an der Kölner Straße oder durch die Wohnsiedlungen aussehen?
    2.6 Welchen Platzbedarf hat ein Autobahnanschluss nach Ihren Vorstellungen?
    2.7 Oder sollte die Kölner Straße bis zur Auffahrt Frankenforst als Autobahnzubringer ausgebaut werden?
    2.8 Wie wird der Lärmschutz in dem betroffenen Gebiet aussehen?

    Es wäre hilfreich, wenn Sie Ihre Überlegungen der konkreten Möglichkeiten in eine konkrete Karte oder eine konkrete Google-Aufnahme maßstabsgerecht einzeichnen könnten. Hier auf die noch nicht vorliegende Planung des Landes zu verweisen, ist etwas kokett. Ihre Initiative wird doch eine Vorstellung von der Realisierung haben.

    Mehrdimensional Lösungen suchen

    Meine Antwort auf die wachsende Belastung habe ich mit dem Hinweis auf den Frachthof und die entsprechende Zulieferung, mit dem 2. S-Bahn-Gleis, dem Ausbau des ÖPNV und der Radwege gegeben. Ihre eindimensionale Fixierung auf den Autobahnanschluss reicht nicht. Und ihre Aussagen zum Frachthof sind überraschungsfrei: Wie zu erwarten nur Bedenken, statt konstruktiv die Möglichkeiten zu eruieren. Die Schweiz wird es uns vormachen. Mein Tipp: Lösungen suchen statt Bedenken zu formulieren.

    Ganz wichtig: Die Zeitdauer

    Sie haben in Ihrer Antwort keinen zeitlichen Rahmen genannt. Deswegen als Multiple Choice zum Ankreuzen: Mit welcher Zeitdauer rechnen Sie? Unter Berücksichtigung der Einsprüche, der Ausschreibungsverfahren, der tatsächlichen Bauarbeiten?

    Fertigstellung der Planung für die ganze Straße durch das Land NRW
    o in 1 Jahr o in 3 Jahren o in 5 Jahren ?

    Baubeginn nach Ausschreibungen
    o in 3 Jahren o in 5 Jahren o in 7 Jahren?

    Wann gibt es Ihres Erachtens freie Fahrt für freie Bürger über die neue Straße?
    o in 9 Jahren o in 12 Jahren o in 15 Jahren?

    Und was ist bis dahin? Dauerstau auf der Dolmanstraße, In der Auen, Kölner und Bensberger Straße? Auch da fehlt es in Ihrer Antwort an konkreten Aussagen. Nur eine Forderung aufzustellen statt realistisch zu planen, heißt, den vielen betroffenen Menschen Sand in die Augen zu streuen. Darauf bezieht sich übrigens die Aussage „Lebenslüge“. Und was ist denn überhaupt, wenn Naturschützer bei der geplanten Streckenführung eine seltene, gefährdete Tier- oder Pflanzenart entdecken?

    Was die Stadt braucht

    Sie haben ja so Recht: Unsere Stadt braucht Handel, Gewerbe und Industrie mit einem gesunden Steueraufkommen. Aber nicht zu Lasten der Menschen, zu Lasten der Umwelt, zu Lasten der nachfolgenden Generationen. Wir müssen kreativ und offen sein für jede Chance, wachsenden Verkehr zu verhindern. Wir müssen den Verkehr verändern. Also: Neu denken. Ideen sind gefragt.

    Mit freundlichem Gruß, Klaus Hansen