Die beiden Fahrer, Hildegard Allelein und zwei Fahrgäste

Seit Samstag gibt es einen neuen Service im Zentrum: Ein kleiner Shuttlebus verbindet S-Bahnhof und Markt, dessen Haltestelle zur Zeit durch die Bauarbeiten zu „Strunde hoch vier“ nicht im Linienverkehr angefahren wird.

Damit soll vor allem Menschen mit Behinderung, Senioren und auch Eltern mit kleinen Kindern der Weg durch die Innenstadt zum Konrad-Adenauer-Platz erleichtert werden. Aber auch alle andere Bürgerinnen und Bürger können mitfahren, soweit noch freie Plätze verfügbar sind. Wer künftig auf den City-Shuttle wartet, sollte Ausschau halten nach dem Schriftzug: Inklusion / Luther-Bus (LuBu)

Der Kleinbus mit acht Sitzplätzen verkehrt mittwochs und samstags, also zur belebtesten Markt- und Einkaufszeit, zwischen 10.00 und 14.00 Uhr etwa alle 30 Minuten ab Bussteig 7 des Busbahnhofs bis zum Konrad-Adenauer-Platz (Eingang Fußgängerzone) und zurück, bei Bedarf auch öfter. Eine Bedarfshaltestelle ist zusätzlich auf der Paffrather Straße in Höhe des dortigen Sanitätsgeschäftes eingeplant.

Die Idee, in der Zeit des großen Umbaus in der City dieses Angebot einzurichten, kam aus den Reihen des Blinden- und Sehbehindertenvereins Rhein-Berg und wurde vom städtischen Inklusionsrat aufgegriffen. Ein täglich verkehrender Bus wäre die Ideallösung gewesen, war aber aus finanziellen Gründen nicht umzusetzen: Die Verkehrsbetriebe verfügen nicht über einen kleinen barrierefreien Bus, ebenso müsste extra ein Fahrer eingestellt werden. Und die Stadt hat für einen solchen Service keine Mittel im Haushalt vorgesehen.

Thomas Werner, Hildegard Allelein, Willi Schmitz, Willy Carl, Barbara Brauner, Josef Willnecker

Die städtische Behindertenbeauftragte Hildegard Allelein setzte sich also mit Pfarrer Thomas Werner von der evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach und Jürgen Münsterteicher, dem Betreuer des „Special Team“ beim SV Ommerborn-Sand, zusammen; gemeinsam wurde die folgende Lösung gefunden:

Die Kirchengemeinde stellt ihren Achtsitzer-Seniorenbus zur Verfügung, so dass keine Investitionen in ein Fahrzeug notwendig werden. Auch die Besetzung des Fahrersitzes wird von dort aus koordiniert.

Spenden zur Finanzierung der laufenden Kosten haben die Entsorgungsdienste Bergisch Gladbach GmbH (EBGL) und die Stadtverkehrsgesellschaft mbH – beide stadteigene Gesellschaften – zugesagt.

Die Bethe-Stiftung verdoppelt die gespendete Gesamtsumme. Als Verkehrszeiten wurden die meistfrequentierten Tage der Woche vereinbart, nämlich die Markttage in der City. Die Laufzeit ist zunächst bis Ende 2016 befristet – bis dahin, so haben die Organisatoren gerechnet, reichen die zugesagten Gelder aus. Einnahmen werden jedenfalls nicht erzielt – der Transport mit dem Luther-Bus ist für die Mitfahrenden kostenfrei.

Spenden willkommen! Bethe verdoppelt

Ende 2016 wird aller Voraussicht nach die Busspur am Markt für den regulären öffentlichen Nahverkehr noch nicht wieder geöffnet sein, sondern noch weitere Monate wegen der rund um die City stattfindenden Bauarbeiten gesperrt bleiben. Deshalb rufen die Organisatoren die Bevölkerung auf, den „Luther-Bus“ mit Spenden zu unterstützen. Die Bethe-Stiftung hat auch hier die Verdoppelung zugesagt; die Unterstützer erhalten durch die Stadtverwaltung eine Spendenbescheinigung.

Sollte unterm Strich auf dem durch die Stadt Bergisch Gladbach eingerichteten Spendenkonto noch ein Überschuss verbleiben, ist der nicht umsonst gegeben worden: Mitorganisator Jürgen Münsterteicher freut sich dann für seinen SV Ommerborn-Sand über einen Zuschuss zu dem Projekt „Naturrasenplatz“, das durch den Verein selbst finanziert werden muss und für das jede Unterstützung höchst willkommen ist.

Auf welches Konto gespendet werden kann, wird ab Anfang kommender Woche auf den Internet-Seiten der Stadt Bergisch Gladbach – www.bergischgladbach.de– veröffentlicht und kann beim Pressebüro der Stadt unter den Telefonnummern 02202 142302 und 142241 erfragt werden.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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