Die Paffrather Mulde bringt Busfahrer in Bedrängnis. Foto: Klaus Hansen

Aktualisierung 4. Oktober: Der Beginn der Bauarbeiten ist nach Angaben der Stadtverwaltung um eine Woche auf den 12. Oktober verschoben worden.

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Offiziell ist es eine „Fahrbahndelle”, im Volksmund ist von der „Paffrather Mulde” die Rede, tatsächlich handelt es sich um Bodensetzungen, die offenbar nicht in den Griff zu bekommen sind und die Straße Am Stadion immer wieder heftig in Bewegungen setzen.

Foto: Klaus Hansen

Die Fotos zeigen deutlich, wie stark das Quergefälle der Straße ist – Busse und Lastwagen drohen aufzusetzen oder neigen sich im Begegnungsverkehr gefährlich nah einander zu. Angemessen ist ein Gefälle von  bis zu 2,5 Prozent, im Moment sind es aber bis zu 8,5 Prozent.

Daher unternimmt die Stadtverwaltung Anfang Oktober einen neuen Anlauf, die Straße wieder gerade zu ziehen. Auf einer Länge von 110 Metern ab der Paffrather Straße wird die Strabag AG den Fahrbahnrand entlang des Grundstückes der Feuerwache Nord um bis zu 60 cm anheben.

Der Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite soll auf einer Länge von rund 30 Metern instandgesetzt werden.

Ursache für die Verwerfungen ist eine ehemalige Dolomitgrube, Die war in den 1960er Jahre stillgelegt und teilweise mit Papierschlämmen aus der Zanders-Produktion verfüllt worden.

Die Konsistenz dieser Schlämme, so erläutert die Stadtverwaltung, sorge für eine „kontinuierliche Senkung des Geländeniveaus”. Im Klartext: der Boden rutscht immer wieder weg.

Auf dem Asphalt sind Schrammen zu sehen, wo Busse und LKW aufgesetzt sind. Foto: Klaus Hansen

Schon 1996 war der Boden angehoben worden, der nächste Anlauf wurde 2004 unternommen, jetzt ist der dritte Versuch an der Reihe.

Die Baumaßnahme ab dem 4. Oktober wird in drei Abschnitten abgewickelt, damit immer eine  Fahrspur pro Fahrtrichtung zur Verfügung steht. Umleitungsstrecken wird es daher nicht geben.

Foto: Klaus Hansen

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1 Kommentar

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  1. Schön das die Paffrather Mulde wieder mal begradigt werden soll. Ich wundere mich allerdings nur über den Zeitpunkt. Die Mulde gibt es schon seit Ewigkeiten. Sie wird alle paar Jahre begradigt. Ich habe auch nicht gemerkt, dass es in letzter Zeit deutlich schlimmer wurde.

    Darum die Frage: Warum muss die Mulde ausgerechnet jetzt begradigt werden? Sie liegt schließlich auf der empfohlenen Umleitung U2 zur Großbaustelle “Strunde hoch 4”. Wofür hat die Stadt eigentlich einen Baustellenmanager???