Die Junge Union Bergisch Gladbach schlägt vor, auf dem alten Bahndamm von der Kölner Straße in Bensberg bis zum S-Bahnhof Bergisch Gladbach einen Radschnellweg einzurichten und diese Planung in den FNP aufzunehmen.
  1. Mit einem Radschnellweg könnte eine bequeme und sichere Möglichkeit für Radfahrer geschaffen werden aus den Stadtteilen Frankenforst, Refrath und Gronau in die Stadtmitte zu gelangen. Derzeit gibt es zwischen diesen Stadtteilen keinen durchgehenden Radweg und angesichts der beengten Straßenverhältnisse erscheint ein solcher auch nicht anderweitig realisierbar.
  2. Die meisten Bürger nutzen das Fahrrad für kurze Strecken innerhalb ihres Stadtteils, sofern eine angemessene Infrastruktur vorhanden ist. Wir sind überzeugt, dass ein gut ausgebauter Radschnellweg innerhalb der Stadt ein Anreiz zum Umstieg auf das Fahrrad sein kann und zahlreiche Projekte in anderen Städten zeigen, dass diese Strecken sehr gut angenommen werden.
  3. Der alte Bahndamm ist eine durchgehend ebene, ampel- und kreuzungsfreie Strecke in die Innenstadt. Die Trasse noch weitgehend intakt.
  4. Am Busbahnhof kann eine sinnvolle Verknüpfung mit S-Bahn und Radstation erfolgen.
  5. Das Mobilitätskonzept der Stadt strebt eine Steigerung des Fahrrads als Verkehrsmittel an. Mit der derzeitigen Infrastruktur ist dies nicht zu erreichen.
  6. Ein Radschnellweg auf dem Bahndamm wäre im Vergleich zu Straßenbauprojekten nicht besonders planungs- und kostenintensiv. Die Trasse ist mit allen erforderlichen Brücken bereits vorhanden und breit genug. Die bestehende Randbegrünung kann weitgehend erhalten bleiben. Für die Umsetzung kann zudem mit erheblichen Fördermitteln gerechnet werden.
  7. Um einem möglicherweise zu bauenden „Autobahnzubringer“ über den Bahndamm nicht entgegenzustehen, schlagen wir vor, den Radschnellweg als „Provisorium“ umzusetzen. So könnte mindestens die Zwischenzeit sinnvoll genutzt werden.

Die JU hat eine Stellungnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingereicht. Die vollständige Stellungnahme befasst sich noch mit den Themen “Gewerbegebiete an der Datenautobahn” und “Infrastruktur für neue Gebiete” und ist im Internet abrufbar.

JU Bergisch Gladbach

Die Junge Union Bergisch Gladbach vertritt die Interessen und Anliegen der jungen Generation in GL. Mehr Infos auf www.ju-gl.de

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5 Kommentare

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  1. Hahahaha. ……ich bin Ihrer Meinung. Punkt 7 entlarvt alles. Sozusagen ein Eigentor. Ich würde Mutter durch Mama ersätzen.

  2. Sorry, bei aller meinetwegen pragmatischen Begründung: Es riecht, um nicht ein anderes Wort zu benutzen, nach Anleitung durch die Mutter. Gäbe es auch von der JU ein deutliches Plazit gegen die Bahndammtrasse, wäre der 7. Abschnitt erst gar nicht geschrieben worden.

  3. Wir haben uns für den Begriff des “Provisoriums” entschieden, um gerade nicht die alte Grundsatzdiskussion über ein Für und Wider des sogenannten Autobahnzubringers loszutreten. Dazu ist nun wirklich alles gesagt und die Diskussion bringt niemanden weiter.

    Wir sehen das Thema ganz pragmatisch: selbst wenn der Autobahnzubringer irgendwann gebaut werden sollte, wird es noch so lange dauern, dass es sich lohnt die Zwischenzeit zu nutzen – eben für einen Radschnellweg.

  4. Über die Machbarkeit einer Bahndammtrasse will ich nicht weiter schwadronieren. Für mich ist sie gestorben und nur noch Alibidiskussion für ein paar Ewiggestrige, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.
    Nun aber wirft sich die Junge Union ins Zeug und wirbt für einen Radweg auf dem Bahndamm. Das unterstütze ich gerne. Leider schmeist Sie am Ende mit dem Ar . . . wieder um, was sie 6 Punkte lang als Vorteil beschrieben hat. Man will, was Punkt 7 enthüllt, nur ein Provisorium, falls die Großen doch eine Auototrasse durchsetzen können. Anbiedernd geht es kaum. Wie alt ist man eigentlich in der Junge Union? Über 50? Sowas brauchen wir nicht. Wenn man mit den großen Jungs spielen will, muss man auch Rückgrat haben.

  5. Eine einflußreiche Lobby blockiert seit Jahrzenten nachhaltige Verkehrskonzepte!

    Auf den ersten Blick ist man überrascht von der Forderung der Nachwuchsorganisation der CDU, denn man könnte den Eindruck bekommen, dass die Junge Union sich in die Reihe der Gegner des Autobahnzubringers über den Bahndamm einreiht. Doch wer den ganzen Text liest, wird feststellen, dass dies wiedermal eine schwarze Nebelkerze ist, denn am Ende will die die JU nicht an dem Plan einer Schnellstraße über den Bahndamm rütteln, sondern die Trasse nur „provisorisch“ anderes nutzen.

    Schade eigentlich, denn grundsätzlich ist der Ansatz, den Bahndamm einer alternativen verkehrlichen Nutzung zuzuführen richtig und begrüßenswert. Gerade in Bergisch Gladbach wäre die Verbesserung der Infrastruktur für Fahrräder und E-Bikes erforderlich. Ein Schnellradweg über den Bahndamm könnte einen erheblichen Beitrag zu besseren verkehrlichen Verbindung der Stadtteile liefern und die Menschen dazu anregen auf das Rad umzusteigen und damit zu einer Entlastung der Straßen und deren Anwohner beitragen.

    Realistisch betrachtet könnte der Baubeginn für eine Schnellstraße über den Bahndamm frühstens in 20 Jahren sein und tatsächlich ist es eine Schande, dass man das Potential, die der Bahndamm hat, nun schon mehrere Jahrzehnte lang brach liegen lässt. Und da gab es einige nachhaltige Vorschläge für den Verkehr, die man längst hätte umsetzen können. Der einflussreichen lokale Wirtschafts- und Autofahrerlobby ist es jedoch gelungen alternative Nutzungsmöglichkeiten und Verkehrskonzepte gezielt zu blockieren, um ihren Traum eines Autobahnzubringers gegen die Interessen des Gemeinwohls durchzusetzen.

    Auch wenn eine dauerhafte und langfristige verkehrliche Lösung für den Bahndamm deutlich sinnvoller wäre, würde eine zeitweise Nutzung als Schnellradweg sowohl wirtschaftlich als auch verkehrspolitisch sinnvoll sein, denn diese „Provisorium“ würde über ja mindestens 20 Jahre bestehen und hat gute Chance in einer dauerhafte Einrichtung überzugehen.

    Allerdings lässt die JU offen, wie sie mit dem Radverkehrs umgehen will, wenn dann doch gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger eine Schnellstraße auf dem Bahndamm errichtet würde. Die JU will dann für den Autobahnzubringer Platz machen, die Bürgerinnen und Bürger NICHT!