Monika und Bernd Schorghöfer

Ich erinnere mich genau. Wir waren vor Jahren im Urlaub in der Toskana und haben uns zu einem zweitägigen Besuch von Florenz aufgemacht, um uns einmal unter die vielen Touristen zu mischen und gemeinsam mit ihnen durch Florenz zu schieben, hier einen Cappuccino zu trinken, dort ein Museum zu besuchen, und überhaupt die italienische Lebensart einmal in der Stadt zu erleben.

Der Blick schweifte entlang einer breiten Straße, belebt mit Menschen und Autos, die hohen alten Häuser rechts und links, die Cafés, Sonnenstrahlen beleuchten zwischen den Häusern hindurch einen Platz mit einer großen Statue mittendrauf. Und dann hörte und sah ich es: ein Geknatter und eine große Qualmwolke, dann eine Unmenge von Rollern, die um die Ecke bogen und an uns vorbeirauschten.

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Die meisten von ihnen waren Vespen, gut zu erkennen am typischen Beinschild. Auf ihnen Menschen, bunt und luftig gekleidet, in Anzügen und schicken Schuhen, die Frauen in Kleidern und mit unter dem Helm herausschauenden und im Wind wehenden Haaren. Dann waren sie vorbei. Noch lange hatten wir das Geräusch der Zweitakt-Motoren im Ohr und den Geruch des Auspuffqualmes in der Nase.

Ein Gedanke ging mir durch den Kopf und ließ mich von da an nicht mehr los: Das möchte ich auch einmal erleben, inmitten einer solchen Menge von Rollern um die Ecke fegen, lässig vor einem Cafe zu parken, abzusteigen und den Nachmittag in der Sonne bei einem großen Eis zu genießen.

Mittlerweile haben wir uns eine alte Vespa gekauft fanden im Vespa Club Bergisch Gladbach zahlreiche Rollerbegeisterte. Meine Frau und ich fahren nun oft inmitten einer großen Anzahl von Rollern der Clubmitglieder durch unsere City, biegen mit Geknatter und einer großen Qualmwolke um die Ecke und parken lässig vor einem italienischen Eiscafé. Von dort geht es gestärkt auf eine Tagestour, die uns stets durch das Bergische Land bis teilweise tief ins Ruhrgebiet führt.

Im Übrigen feiert der Vespa Club Bergisch Gladbach im nächsten Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Dann werden Sie mehr von uns hören.

Un Gelato al limon per favore

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1 Kommentar

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  1. Sehr schön geschrieben auch wenn Clubleben nicht Jedermanns Sache sein mag.

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