Im vorderen Bereich des Busbahnhofs brennen nur wenige Lampen

Angeblich muss man in unserer Stadt als Frau im Dunkeln keine Angst haben. Das rede ich mir immer ein, wenn ich ohne Hund unterwegs bin. Aber ich vermeide es, wo immer ich kann. Das schränkt mich sehr ein: da ich bin auf den Bus angewiesen bin werden damit alle Abendveranstaltungen problematisch.

Wenn ich dann doch mal abends unterwegs bin wird mir auf dem Rückweg manchmal ganz schön mulmig. Später am Abend fahren die Busse fast alle nur noch stündlich. Langes Warten ist dann nichts Ungewöhnliches.

Wenn es dann dort wenigstens hell wäre! Ist es aber nicht. Die Fotos zeigen, wie man an unserem Busbahnhof im Dunkeln sitzt. Um 18:30 Uhr war es noch relativ hell, weil die RheinBerg-Galerie mit ihrer Weihnachtsbeleuchtung viel Licht spendet. Aber auch um diese Zeit saßen dort schon Betrunkene.

Das nächste Foto zeigt den Blick vom „Platz der Partnerstätte” vor dem Marktkauf auf den Gang der Bussteige 8 bis 14. Ich habe mir Mühe gegeben, die Belichtung so hinzubekommen, dass sie der Realität entspricht. Die Fotos sind also nicht dramatisiert. 

Schon ganz schön dunkel, oder?

Das Licht am Ende des Tunnels ist die Fahrradstation. Wenn dort niemand mehr ist, ist der Tunnel da hinten schwarz. Dabei gibt es dort 28 Lampen. Und zwar oben an allen 28 Pfeilern wie auf dem nachfolgenden Foto. Von 28 vorhandenen Lampen funktionieren gerade noch acht (!) Stück.

Vier im hinteren Bereich. Bussteige 8 und 9

Zwischen dem vorderen Bereich (Foto ganz oben) und dem hinteren Bereich brennt keine einzige Lampe.

Auf der Seite, wo die Busse halten und die Fahrgäste sitzen, sieht es nur wenig besser aus. Hier sollte an allen 28 Pfeilern eine Lampe unten brennen.

Die Bussteige der Linen 436 und 222/227 haben aber keine einzige Beleuchtung auf dieser Seite mehr. Alle anderen Bussteige haben wenigstens noch eine von vier Lampen. Der eine oder andere hat sogar zwei, die noch funktionieren.

Aber selbst wenn alle Lampen funktionstüchtig wären: Den Fahrplan lesen kann man im dunkeln nicht ohne Kerzenlicht, Taschenlampe oder, wie ich heute gesehen habe, mit dem Licht der Handys.

Mehr Licht gibts nicht für den Fahrplan. Sehen Sie ihn?

Und DA würde ich ohne Hund niemals warten wollen. Mein Sicherheitsgefühl verabschiedet sich an solchen Orten.

Der Bahnsteig an der S-Bahn gegenüber ist dagegen fast taghell. Obwohl da auch nicht alles brennt, was brennen könnte.

Fühlt sich jemand verantwortlich für all das Licht, das es dort nicht gibt? Wer ist da zuständig? Die Stadt? Die Bahn? Die Wupsi?

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(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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1 Kommentar

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  1. In diesem Zusammenhang ist auch der Blick nach Bensberg notwendig:

    Trotz mehrerer Hinweise an die Stadtverwaltung und Zusagen für eine schnelle Überprüfung und Reparatur ist auch die Beleuchtung im Bereich des ehem. LÖWEN Centers leider defekt bzw. nicht ausreichend. So sind im Bereich der Treppenaufgänge von der Schloßstrasse zum Parkdeck bzw. zum Marktplatz nicht alle Lampen bei Dunkelheit im Betrieb, was nicht nur das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt sondern auch zu Verunsicherungen führt, da wegen der Dunkelheit Treppenstufen nicht gesehen sondern nur “ertastet” werden können.

    Es wäre sehr schön und im Interesse der vielen Bürger, die die Treppenaufgänge benutzen und bis zu den Bauarbeiten für die Neue Marktgalerie auch weiter nutzen werden, wenn die Stadtverwaltung kurzfristig alle vorhandenen Lampen wieder repariert und dafür sorgt, dass diese mit Einsetzen der Dunkelheit eingeschaltet werden.

    Bereits vorab ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen innerhalb der Stadtverwaltung von
    Harro Bunke, Bensberg