Die Mountainbike-Anlage im Nussbaumer Wald ist durch eine Abrissverfügung plötzlich in die Öffentlichkeit geraten. Reporterhund BamBam war zufällig vor einer Woche vor Ort, Frau Wirrkopf hat den Zustand vor Beginn der Abrissarbeiten dokumentiert. Eine Fotoreportage. 

Schon oft hab ich mit Frauchen diese große Anlage im Nussbaumer Wald gesehen aber wir sind immer nur dran vorbeigegangen, wenn ich unten im Bach Käsis gefischt habe. Heute sind wir dort hingegangen und ich zeig euch mal, was die Dirt Stylers dort alles gebaut haben und wo sie mit ihren BMX-Rädern rauf- und runtersausen.

Hinweis der Redaktion: Frau Wirrkopf und ihr Reporterhund BamBam sind als Bürgerreporter schon seit langem Mitarbeiter des Bürgerportals, unterwegs mit Kamera und einem geschärften Blick für ihre Umgebung. Diese Fotos entstanden vor gut einer Woche, als die Welt im Wald in Nussbaum noch in Ordnung schien. Aufgrund der aktuellen Entwicklung hatten wir den Beitrag noch nicht veröffentlicht, wollen jetzt  aber den Zustand dokumentieren, gegen den jetzt von Amts wegen vorgegangen wird. Alle Infos zur Abrissverfügung finden Sie hier.

Auf dem Weg dorthin hatten Frauchen und ich zunächst ganz lange Beine. Und dann kamen die ersten, kleinen, aus Erde geschichteten Hügelchen. Das sah noch nicht gefährlich aus.

Auf der anderen Seite ging es aber schon tief runter und das blaue ist eine dicke Matte als Prallschutz.

eine scharfe Kurve
die Kurve von der anderen Seite

Als wir um die nächste Ecke bogen, sahen wir alle diese hohen, gefährlichen Rampen. Wie kommt man da rauf? *ohrkratz*

Ich hab eine Schulterhöhe von ca. 63 cm. Das ist also ganz schön hoch!
Und so kommen sie mit den Rädern da rauf!
Und jetzt schaut euch an, was sie dort alles aus Holz gebaut haben:
Sie haben alles sehr ordentlich!
Ich konnte keinen Schmutz und keine Abfälle finden.
Überall können sie gemütlich sitzen.
Und Abwechslung haben sie auch.
Manche Rampen sind gesichert …
… gegen Abrutschen.
Prallschutz an einem Baum
Drölfzig große und kleine Erdhügel als Sprungschanzen.
hölzerne Sprungschanzen
Für jeden Schwierigkeitsgrad ist etwas dabei.
 
Ich durfte auch ein bisschen über die Rampen toben.

Als wir wieder weggingen haben wir noch diese Anlage mit Felsbrocken gefunden. Holperstrecke für die ganz Harten.

Da kommen sie runter,
auf diese Absprungrampe,
und weiter den Hang runter.

Das ist eine spannende Anlage. Wir haben noch Hundefreunde getroffen, die dort oft spazieren gehen. Sie haben uns erzählt, dass die Kinder und Jugendlichen total nett und rücksichtsvoll wären, wenn dort Spaziergänger und Hunde vorbeikommen. Es gäbe überhaupt keine Probleme mit ihnen und es würde Spaß machen, ihnen zuzuschauen. Da müssen wir dann noch mal hin, wenn da Action ist.

Das sollten Sie wissen:

Mountainbiker müssen „Schwarzbauten” abreissen

BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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15 Kommentare

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  1. Ich finde es gut das es sowas gibt ich fahre auch selber und es gibt nicht viel gute Fahrrad Strecken für gute Fahrer öfters muss man sehr weit mit dem Auto fahren und als Kind muss man seine Eltern dann immer fragen und die haben auch nicht immer Lust zb. Von Köln nach Winterberg 2 h zu fahren es ist besser wenn man draußen ist und Spaß beim Rad fahren hat als wenn man betrunken und bekifft im Park ist weil man keine Möglichkeit hat was zu machen. Bei uns im Wald gibt es so genannte Wald Freunde die sagen das wenn wir ein paar Löcher buddeln wo man die Erde her kriegt für die Sprünge das die kleinen Wurzeln kaputt gehen und die Bäume um fallen aber sie selber fahren gemeinsam mit dem Förster mit ein Bagger in den Wald um uns den Kindern die Sprünge kaputt zu machen da mit wir nicht mehr fahren können den Spott gibt es schon so lange über 45 Jahre und es hat keinen interessiert aber sobald man ein paar Größere Rampen baut weil man besser wird und höher springen will kommen die mit dem Bagger rein und das schon zum 3. mal

  2. Danke für den tollen bebilderten Beitrag. Die Abrissverfügung muss rückgängig gemacht werden. Das ist so eine super Anlage. Stört niemanden und Klasse Freizeiterlebnis für die Jugendlichen. Wo soll diese denn sonst aufgebaut werden? Der Platz in Nußbaum ist ideal.
    Delia Zeyer

  3. Ich finde es echt schade das sich nach JAHREN erst Beschwerd wird lass die jungs doch da fahren die tuen doch keinem was.Ich finde es cool was die Jungs Jahre lang aufgebaut haben!!!!!!!!!!

  4. Ich bin fix und fertig,
    da gibt es coole Jungs und Mädels, die was sinnvolles machen. Sport, Spaß, Hingabe, Eigen
    initiative, Umgang mit anderen Menschen, Konversation usw. usw. Die lernen richtig was fürs
    Leben. Die sind draußen an der frischen Luft. Ja klar, ist schon besser, wenn man mit so
    einer virtuellen Brille vorm Gesicht die tollsten Abenteuer erleben kann. Man muß garnichts mehr tun, einfach nur degeneriert in dat Ding sehen. Klasse! Irgendwann kann man nicht mehr sprechen und sich nicht mehr bewegen. Dann geht man irgendwann kaputt und das wars. Die Angehörigen können ja dann virtuell an der Beerdigung teilnehmen.
    Nein, das ist kein Witz von mir. Das wird bald so sein.
    Die Jungs und Mädels haben richtig was geleistet. Einfach genial. Die sollten vom Bundespäsidenten was verliehen bekommen. Echte Vorbilder.
    UND DANN SO WAS!! Mein Gott, gibt es nichts besseres zu tun?
    Ja, ich bin selber Radfahrer und natürlich auch in meiner Meinung eingefärbt, aber ich kann mir nicht vorstellen, das es Leute gibt, die die Leistung der Biker schlecht finden.
    Also Was Soll Das?
    Bitte schreibt weiter über diese Angelegenheit und sucht euch einen Anwalt, vielleicht kann der da was machen.
    Mein Motto: Fahr Rad, bis du kaputt bist !
    Bin schon 48 Jahre, mal sehen wie lange das noch geht.

  5. Das ist lebende Jugendkultur über Generationen hinweg sowas ist für einen Stadtteil ein Traum. Hier wird Demokratie gelebt und Respekt auf allen seiten. Da kann doch jeder Bürgermeister nur von träumen und muss es unterstützten. So muss es Lösungswege geben mit dennen die da agieren ohne eine derartige dumme Konsequenz wie strafen zu finden. Wo gibt es den noch für jugendliche sozialraum mit einer gewissen Autonomie ….und es funktioniert wunderbar ” den sie wissen was sie tun”  

  6. ich möchte gerne an alle apelliren die diese Strecke und die jungen kennen Die dort fahren
    Bitte nicht nur verfolgen sondern was dagegen tun
    Ich bin selber leidenschaftlicher mtb bzw downhill Fahrer und die Möglichkeiten (legal) zu fahren sind sehr begrenzt Da die meisten nicht das Geld haben mal eben nach Winterberg oä zu fahren
    Helft das diese Strecke erhalten bleibt!
    … Sonst sterben die restlichen Jugendlichen aus Die noch draußen bauen und zusammen Spaß haben… Und immer mehr Kinder landen vor der Konsole…. (ich selber spiele auch an der Konsole aber durch das Rad fahren ist es sehr viel weniger geworden!)

  7. Das es so etwas heute noch gibt. Ich fühle mich an meine Jugend (vor 60 Jahren) erinnert, als wir in selbstgebauten Hütten im Wald gespielt haben.
    Das ist doch heute nicht mehr zeitgemäß!! So was kann man doch heute viel sicherer virtuell zu Hause am PC “erleben”. Also weg mit dem Wald und allem was drin ist. Das bringt zudem den Profit, den wir unbedingt für eine gesunde Gesellschaft benötigen.

  8. Dieser Spot war extrem wichtig für Bergisch Gladbach, unter Aderem zur Entspannung und Entzerrung sozialer Brennpunkte der Stadt. Neben der sportlichen Aktivität war es ein außergewöhnlich gutes Miteinander zwischen Jung und Alt, zwischen Sportlern und Zuschauern, zwischen Wanderern und Bikern. Hier wurden Werte und soziales Miteinander vermittelt und gelebt. Bergisch Gladbach verliert einen Spot Konsequenzen durch die Zerstörung noch nicht abzusehen sind. Sicher ist aber das man davon ausgehen kann, das die vielen biker bestimmt weiter biken werden…die Frage ist nur wo…vielleicht auf anderen “illegalen Trails”, aber das steht auf einem anderen Blatt.

  9. Auch ich verfolge diese Geschichte mit allergrößtem Erstaunen. Diese Ecke im Nußbaumer Wald gehört seit bestimmt 20 Jahren zu meiner Joggingstrecke. Ich bin im Sommer wie im Winter 5 Mal in der Woche hier und habe schon oft den Bikern zugeschaut und bin immer nur gut gelaunten, sehr freundlichen und äußerst rücksichtsvollen jungen Menschen begegnet, die viel Freude auf ihren Bikes haben und hatten………und jetzt werde ich die Story sehr gespannt weiter verfolgen….

  10. Ich wohne seit 24 Jahren in Nußbaum und gehe regelmäßig im Nußbaumer Wald spazieren.
    Sämtliche positiven Schilderungen und Kommentare kann ich nur ausdrücklich bestätigen! Statt froh zu sein über jeden nicht sinnlos vor dem PC abhängenden oder am S-Bahnhof zugedröhnt herumlungernden Jugendlichen! Echt total schade. Warum kann man das nicht auf dem kleinen Dienstweg legalisieren?

  11. hat der Kreis keine anderen Aufgaben und Probleme zu lösen?
    Die Kids und ihre Anlage stören doch niemanden,ausser den ewig Nörgelnden

  12. Eine Abrissverfügung?? Zu Zeiten von Cyber, Welan & Co??
    Ich bin sprachlos!!
    Kommt dann da ein Flatbildschirm hin??
    Sorry – Bergisch Gladbach enttäuscht mich zuletzt immer wieder!!

  13. Eine tollere Anlage kann man ja wohl nicht mehr bauen. Da gibt’s ein paar (Jugendliche) mit sinnvoller und vorbildlicher Freizeitgestaltung und dann kommen ein paar bornierte Grosskopferte und reissen das ganze wieder ab. Was stimmt mit dieser Welt bloss nicht mehr??? Wetten dass…: kurz nach Abriss kommen die Harverster im Interesse der Holzwirtschaft und machen den Wald platt?

  14. Ja nur das in dem Artikel einiges nicht stimmt. Es wird so dargestellt, als ob die Rampen extrem gefährlich sind. Das waren sie nicht, da sie massiv gebaut wurden. Das Unfallrisiko bekm befahren hat jeder selbst zu tragen. Die bauten haben keinen dritten gefährdet.

  15. vielen lieben Dank für diesen schönen, bebilderten Beitrag.
    Er gibt es so wieder, wie es ist.