Peter Apel (Stadtkinder) stellt das Konzept im Jugendhilfeausschuss vor

Bergisch Gladbach will „digitale Modellstadt” werden, weniger bekannt ist jedoch, dass die Stadt bereits jetzt (eine von 22) Modellkommunen der NRW-Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ ist. Das zahlt sich zunächst für Heidkamp aus, soll aber die Spielplätze der ganzen Stadt verändern. 

Finanziert durch das Land hat das Planungsbüro„ Stadtkinder” das Konzept „Heidkamp: Leben und Spielen im Quartier“ entwickelt. Stadtkinder-Chef Peter Apel stellte das Ergebnis am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss vor und stieß bei den Fraktionen auf Begeisterung. „Die Stadt wieder bespielbar zu machen” solle zuächst Heidkamp verändern und rasch darüber hinaus wachsen, sagte Christian Buchen für die CDU.

Das Konzept wendet sich ab von „Gerätespielplätze, die in 15 Minuten abgespielt und von den Kindern gar nicht selbstständig erreicht werden können”, erläuterte Apel. Perspektivisch gehöre in jedes Wohnquartier ein „Naturspielraum” und möglichst auch ein Generationenpark.

Bislang wurde vor allem eine Bestandsaufnahme geleistet, aber auch ein konkreter Katalog von Maßnahmen entwickelt. Die allerdings bislang relativ kleinteilig sind – und eher eine Wunschliste darstellen.

Unter anderem soll der kleine Spielplatz an der Richard-Zanders-Straße aufgewertet und gereinigt werden.  Dafür brachte CDU-Mann Buchen den Verein „Wir für GL” ins Spiel. Der Spielplatz an der St.-Josef-Straße könnte durch ein Urban-Gardening-Projekt aufgewertet werden. Straßen und Kreuzungen sollen kinder-freundlicher werden. Auf die Frage, was realistischerweise wann umzusetzen ist bliebt Claudia Werker, in der Stadtverwaltung für das Projekt zuständig, vage. 

Finanziell umgesetzt werden die Projekte durch einen eigenen Haushaltstitel. Dafür sind bislang aber noch keine Summen genannt worden – und auch nicht in der aktuellen Haushaltsplanung enthalten. Zudem, so die Stadtverwaltung, gebe es für diese Aufgaben in NRW zahlreiche Fördertöpfe. 

Die Details finden sich in im Konzept, das hier heruntergeladen werden kann

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Schön, dass dieses Konzept so viel Beifall bekommt – ist ja auch eine tolle Idee. WIe gut hier die Verantwortlichen verschiedener Bereiche zusammenarbeiten, sieht man dann ja am neuen Gerätespielplatz (!) am Forumspark, der irgendwie so gar nicht in dieses Konzept passt.
    Aber der Forumspark liegt ja auch nicht in Heidkamp…