Der Landesbetrieb Straßenbau NRW ist Befürchtungen von Politik und Wirtschaft entgegen getreten, für die notwendige Sanierung der Autobahnbrücke bei Untereschbach müsse die A 4 komplett gesperrt und der ganze Verkehr über Land zur Anschlussstelle Moitzfeld umgeleitet werden. „Es ist allen Beteiligten klar, dass eine Sperrung der A 4 nicht in Betracht kommt“, heißt es in einem Schreiben des Landesbetriebs an die CDU in Overath.

Den Erläuterungen zufolge soll die Brücke bis 2022 wahrscheinlich in zwei Abschnitten neu gebaut werden. Nachdem das Bauwerk durch ein Gerüst von unten abgestützt worden ist kann der gesamte Verkehr über verengte Fahrspuren auf der einen Brückenhälfte geleitet werden; später wechselt der VErkehr auf die andere, neu gebaute Seite.

Damit sind die Sorgen der Kommunen Overath, Rösrath und Bergisch Gladbach sowie der Wirtschaftsverbände, die Bauarbeiten würden den gesamten Verkehr im Bergischen Land, die Pendler und die Unternehmen der Region massiv belasten, vom Tisch. Die Brücke wird werktäglich von 60.000 Fahrzeugen genutzt.

„Wichtigste Lebensader des Bergischen darf nicht verengt werden”

Rainer Deppe

Damit könne die Region „zunächst einmal aufatmen”, erklärte Rainer Deppe, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter der CDU. Dennoch sei weiterhin Wachsamkeit notwendig, denn „die wichtigste Lebensader des Bergischen Landes dürfen wir weder sperren noch künstlich einengen”.

Er verlangt, dass auch während der Bauphase für den Verkehr in beide Richtungen jeweils zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Bei der Planung dürfe es keine Denkverbote geben.

Konkret regt Deppe an, dass der Landesbetrieb Straßen eine schmale Behelfsbrücke baut, über die  der Verkehr zweispurig in eine Fahrtrichtung (etwa in Richtung Köln) geführt wird, während er in Richtung Overath über zwei der bisherigen Fahrbahnen fließen würde.

Ausbau auf sechs Spuren vorziehen

Darüber hinaus schlägt Deppe vor, dass Overath und Straßen.NRW Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsministerium aufnimmt – um den erst für nach 2030 geplanten Ausbau der A4 zwischen Moitzfeld und Untereschbach auf sechs Fahrspuren vorzuziehen. Dann müsste jetzt keine provisorische Brücke gebaut und später wieder abgebaut werden. 

Bei allen weiteren Schritten, so Deppe weiter, müssten die Kreise Rhein-Berg und Oberberg, die Städte Overath, Rösrath und Bergisch Gladbach sowie die IHK und die Kreishandwerkerschaft in die Planung einbezogen werden. 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Bin mal gespannt, ob diese Zusage, „dass eine Sperrung der A 4 nicht in Betracht kommt“ auch noch nach den Landtagswahlen Bestand hat!