Die Mahnwache in Heidkamp 2015 (Archivfoto)

Zur „Mahnwache gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit” laden Gewerkschaften und der Verband der Nazi-Verfolgten für Samstag an der Kirche St. Joseph ein.

Schon seit 27 Jahren erinnert diese Mahnwache in Bergisch Gladbach an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als in deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt und vernichtet wurden. Das Signal für die industrielle Massenvernichtung von Menschen jüdischen Glaubens war gegeben.

Der 9. November sei auch eine Mahnung für die Gegenwart, denn Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus seien noch lange nicht überwunden, heißt es in dem Aufruf: „Die Mordserie der NSU, Brandanschl.ge auf Flüchtlingsunterkünfte, neonazistische Aufmärsche und rechtsextreme Gruppierungen in Räten und Parlamenten mahnen uns, dass der Schatten der Vergangenheit immer noch auf der Gesellschaft lastet.” Der Titel der Mahnwache zeige, dass es um mehr gehe, als um eine reine Erinnerungskultur: „Aus der Vergangenheit lernen und Brücken in die Zukunft bauen. Es geht um ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in sozialer Gerechtigkeit.”

Die Mahnwache beginnt am 11. November um 11 Uhr, an der Kirche St. Joseph, Lerbacher Weg 2 in Heidkamp.

Die Eröffnung übernimmtWalborg Schröder für den VVN-BdA, dem nach eigenen Angaben „überparteilicher Zusammenschluss von Verfolgten des Naziregimes, Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen”.

Danach sprechen

  • Vizebürgermeister Josef Willnecker (CDU),
  • Saim Basyigit, Vorsitzender des Integrationsrats, ,
  • Patrick Graf, Sprecher der Initiative „Bergisch Gladbach gegen Hass”,
  • Reimund Smollen für das DGB-Netzwerk Rhein-Berg

Das Transparent gibt die Aufschrift der Gedenktafel zum ehemaligen Stella-Werk wieder. Archivfoto von 2015

Im Anschluss an die etwa einstündige Mahnwache findet ein kurzer Schweigemarsch zur Gedenktafel am ehemaligen Stella-Werk statt. Die Nationalsozialisten  hatten auf dem Gelände der Stella-Werke in Heidkamp ein wildes KZ betrieben, Menschen gefoltertet und in den Tod geschickt.

Ausführliche Informationen zu den Stella-Werken finden sich auf der Website der Stadt.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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