Die Schlossstraße in Bensberg nach dem Umbau. Foto: Redaktion

Gut drei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten wird die vollständig umgebaute Schlossstraße am Samstag beim Bensberger Frühlingsfest mit einem Festakt offiziell eröffnet. Ganz fertig ist sie noch nicht; zudem sorgen die vielen Autos für Verdruss. Vor allem für Radfahrende ist die „Straße der Begegnung“ ein Problem.  

Endgültig abgenommen ist die Schlossstraße noch nicht, bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfragen. Nach wie vor sei die Baufirma dabei, einige Mängel abzuarbeiten. So müssten noch Höhenunterschiede bei einigen Einbauten (Schieber und Schächte) und anderen Stellen ausgeglichen werden, einige Bereiche würden sukzessive nachgeschlämmt.

Im Kurvenbereich der Gartenstraße habe sich das neue Pflaster verschoben und müsse noch einmal aufgenommen werden; außerdem fehlten dort noch einige Poller.

Zudem glänzt noch immer die neue Spindeltreppe durch Abwesenheit. Sie soll aber bald wieder den direkten Zugang zur oberen Ebene vor dem Bensberger Bistro erlauben. Sie ist schon sehr lange bestellt, aber noch nicht geliefert worden. Aktuell geht die Verwaltung von einer Fertigstellung Ende Juli oder Anfang August aus.

Auch der kleine, sehr modern gestaltete Spielplatz war bis Mitte der Woche nicht freigegeben worden. Hier habe zunächst die kalte Witterung einen Abschluss verhindert, nun müsse auf einen freien Termin bei der ausführenden Firma gewartet werden. Bis zuletzt hatte die Stadt gehofft, den Spielplatz bis zum Frühlingsfest öffnen zu können.

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Die Ausschilderung der Parkordnung (nur auf der rechten Fahrbahnseite darf geparkt werden) hat die Stadt leicht ergänzt: Im Bereich der Kreuzung zur Nikolausstraße stehen nun auch auf der linken Straßenseite Schilder. Aber nach wie vor nicht im weiteren Verlauf der Straße.

Die Stadt räumt selbst ein, dass das Parken auf der linken Straßenseite trotz der neuen Markierung der erlaubten Stellplätze nach wie vor ein Problem sei. Zwar sei der Ordnungsdienst täglich und „an vielen Tagen mehrfach täglich“ vor Ort und verteile Knöllchen, die Wirkung sei aber sehr begrenzt. Daher werde die Ordnungsbehörde auch weiterhin einen Fokus auf die Schlossstraße setzen und verstärkt kontrollieren.

Für eine Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs sieht die Verwaltung keinen Handlungsbedarf. Radfahrer:innen hatten darauf hingewiesen, dass sie sich bei der Nutzung der Straße gegen die Richtung der Einbahnstraße sehr unsicher fühlten. Da es keine Markierungen auf der Straße gibt, nehme der Autoverkehr die ganze Breite ein und dränge die Radfahrenden an den Rand – wo wiederum häufig Autos parken.

Zusätzliche Beschilderungen oder Markierungen, etwa durch Piktogramme oder einen Schutzstreifen, seien in der Straßenverkehrsordnung in einer Tempo 20-Zone jedoch nicht vorgesehen, erklärt die Stadt. Die Fahrbahnbreite sei zudem gemäß der technischen Regeln breit genug für die Begegnung von PKW und Fahrrad. 

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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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