Die Reisegruppe besucht die Künstlerin Orna Ben Ami (Mitte).

Im Oktober sind 23 Bürger und Bürgerinnen zu einer Begegnungsreise nach Israel und Ganey Tikva, der israelischen Partnerstadt von Bergisch Gladbach, aufgebrochen. Einige der Mitreisenden sind schon Mitglieder im Ganey Tikva Verein und waren schon einmal in Israel, für die allermeisten aber, sollte es die erste Reise nach Israel sein.

Die überaus herzliche Verbindung zu unserer Parnerstadt in Israel wurde schon im Moment der Ankunft in Tel Aviv deutlich: Ruthy Vortrefflich, die seit Jahren die Brücke zwischen den Partnerstädten, die Schüleraustausche koordiniert und für die internationalen Verbindungen für die Stadt Ganey Tikva tätig ist, kam extra zum Flughafen gereist um die Gruppe zu begrüßen!

Wir wurden von einer Vertreterin des israelischen Reiseveranstalters noch vor dem Zoll empfangen und gleich nachdem wir unser Gepäck erhalten haben, lernten wir auch unsere Reiseleiterin, Frau Regula Alon kennen.

Der Bus stand bereit und schon ging die Fahrt los zu unserer ersten Station: Jerusalem. Dort sollten wir uns die nächsten drei Nächte und Tage ein Bild machen können von der Einzigartigkeit der Stadt mit historischen Städten, der Besonderheit seiner Bewohner und die Bedeutung für die drei monotheistischen Weltreligionen.

In Jerusalem hält die Welt den Atem an

So besuchten wir gleich am nächsten Morgen die Stadt Davids mit den Ausgrabungen, die auch heute noch immer wieder Neues offenbaren, die größte archäologische Ausgrabungsstätte der Welt wird scheinbar nie vollständig fertiggestellt werden! Wir wanderten durch die Altstadt von Jerusalem, vom Ölberg kommend durch das Damaskustor und streiften einige der Stationen Jesu auf der Via Dolorosa.

Auch der jüdischen Neustadt statten wir einen Besuch ab, wanderten durch das armenische Viertel, vorbei an Klagemauer, Felsendom und natürlich durfte auch ein Besuch der Grabeskirche, dem wichtigsten Heiligtum der katholischen Kirche, nicht fehlen. Immer wieder umgaben uns die orientalischen Gerüche und Spezialitäten des Marktes im arabischen Teil der Stadt.

Auch die neuzeitlichen Sehenswürdigkeiten Jerusalems besuchten wir, so ging es am nächsten Morgen zur Knesset, dem israelischen Parlament und dem “Schrein des Buches”, wo wir die faszinierenden Schriftrollen vom Toten Meer bewundern konnten und natürlich besuchten wir auch das Dokumentationszentrum von Jad Vashem, das den Ermordeten des Dritten Reiches gedenkt. Besonders beeindruckend empfanden die Teilnehmer die Halle der Kinder, die von den Nazis ermordet wurden.

Bürgermeister Nicolas Khamis (Mitte) freute sich über den Besuch

Von Jerusalem aus statten wir auch unserer palästinensichen Partnerstadt Beit Jala einen Besuch ab und wurden freundlich von Bürgermeister Khamis empfangen.

Ein besonderes Highlight war das Gespräch mit Maj. Arye Shalicar. Mehr über diesen ungewöhnlichen Mann lesen Sie in diesem Beitrag:

Lernen Sie Arye Sharuz Shalicar kennen. Und Israel

Die Tage in Jerusalem schlossen wir mit einer Nachtfahrt durch die Stadt, einem Besuch bei der nächtlichen Klagemauer und zum Ölberg, von wo man einen einzigartigen Blick auf die Altstadt hat, ab.
Die nächsten beiden Tage verbrachten wir am See Genezareth und besuchten den Berg der Seligpreisung, die Brotvermehrungskirche, Kaparnaum und machten eine romantische Bootsfahr bei Sonnenuntergang über den See – ein unvergessliches Erlebnis.

Seit Jahren veranstaltet der Ganey Tikva Verein Weinabende mit Romana Echensperger, MW und nun gab es endliche die Möglichkeit, eines der von Romana empfohlenen Weingüter, das Tulip-Weingug in Kfar Tikva, zu besuchen: Eine Weinprobe um 10 Uhr morgens bei Temperaturen über 30 Grad sind eine besondere Herausforderung!

Das sagen Teilnehmer der Reise:

Renate Hastrich: „Jetzt habe ich noch mehr Interesse an Israel und einen differenzierteren Blick auf die politische Situation. Ich werde begeistert Fotos zeigen, von Land und Leuten und dem Erlebten erzählen.“
 
Angelika K.: „Ich konnte ein besseres Verständnis für die politische und gesellschaftliche Situation der Israelis gewinnen und der Aspekt „Städtepartnerschaft“ hat jetzt für mich einen höheren Stellenwert“.
 
Hans-Peter Bergner: „Kompliment für die Auswahl der Programmpunkte sowie die gesamte, umsichtige Organisation der Reise!“
 
Gernot und Brigitte Sch.: „Israel kennenzulernen, war unser Wunsch und dieser wurde uns vollumfänglich erfüllt. Wir haben viele herzliche Begegnungen mit interessanten Menschen erlebt“

Vom See Genezareth fuhren wir zurück an die Küste, um Tel Aviv, unser nächstes und letztes Ziel auf der Reise, zu entdecken. Auch hier erwartete uns ein vielseitiges Programm, durch das unsere wunderbare schweizer Reiseführerin wie gewohnt, sehr kompetent und unterhaltsam führte: Zunächst besuchten wir den Rabin-Platz, die Stelle, an der Yizhak Rabin ermordet wurde und die Hoffnung auf Frieden in der Region für viele am Ende war.

Weitere Stationen waren natürlich Sarona, das schöne Viertel der Deutschen Templer, das Bauhaus-Viertel, der Rothschild Boulevard mit den historischen Bauten, Jaffa mit der Altstadt und dem Hafen und noch Vieles mehr.

Wir besuchten auch Orna Ben Ami, die Künstlerin, die für unsere Stadt die Skulptur geschaffen hat, die seit 2016 am Heilsbrunnen steht, in ihrer Werkstatt!

Riesiger rostiger Schlüssel für die Freundschaft

Dann endlich fuhren wir nach Ganey Tikva, wo uns Ruthy im Rathaus empfing und uns mit ein paar Informationen zu unserer Partnerstadt versorgte, bevor wir mit dem Bus zur Meitar-Highschool fuhren, einer überaus modernen und beindruckenden Schule allerhöchstem Standard.

Diese Schule wird ab 2018 den zweiten Schüleraustausch mit einer Schule in GL beginnen. Die bisherige Partnerschaft zwischen OHG und der Junior-Higschool wird um die Meitar-Highschool und der IGP erweitert!

Zu Besuch in der High School

Selbstverständlich besuchten wir auch unserern Jáchad, die Skulptur, die Helmut Brands geschaffen hat und die seit 2016 auf dem Bergischs Gladbach Square steht.

Eine sehr aufregende, unglaublich interessante und inspirierende Reise ging zu Ende, alle Teilnehmer versichterten uns, dass ihre Erwartungen mehr als erfüllt wurden und dass sie nun viele Dinge anders sehen.

Der Termin für die nächste Reise steht schon fest: Vom 11. bis 21.10.2018 wird es die nächste Begegnungsreise geben – Vormerkungen nehmen wir schon jetzt gerne entgegen. Kontakt

Der komplette Bericht ist auf der Seite des Ganey-Tikva-Vereins zu lesen.

Petra Hemming

geboren in Düsseldorf, Vater war Gründer der Städtepartnerschaft Haifa-Düsseldorf, erster Schüleraustausch mit Gymnasium in Haifa 1979, Gastfamilie vom Holocaust betroffen, Beziehung entwickelte sich zum Gastvater langsam, aber zur Austauschschülerin Hana sofort intensive Freundschaft, die bis...

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