Markus Bollen ist Fotograf und Hobby-Imker. Er hat das Bienenweiden-Projekt in Bergisch Gladbach initiiert.

Markus Bollen ist Fotograf und Hobby-Imker.

Wer die Bienen retten will muss breit ansetzen. Nach diesem Motto hat der Bensberger Markus Bollen ein weites Bündnis auf die Beine gestellt, dass die Bergisch Gladbacher dazu bewegen will, jede Ecke der Stadt zum Blühen zu bringen. 

Als junger Bursche durfte Markus Bollen einem Imker über die Schulter schauen und den Honig direkt aus der Schleuder trinken. Seither ist der Bensberger Breitformat-Fotograf ein Bienenfreund, seit zehn Jahren hegt und pflegt er eigene Völker. Früher als viele anderen hat er sich über das Verschwinden der heimischen Vögel, Insekten und eben auch Wildbienen Sorgen gemacht. Anders als viele anderen macht er etwas.

Unter dem Motto „Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch. Jede Blüte zählt!“ hat Bollen eine breite Koalition von Bergisch Gladbacher Akteuren unter der Führung des Bienenzucht-Vereins versammelt, die sich jetzt dem Insektentod von der Basis her entgegen stellt.

Das simple Konzept: Die Initiative kauft geeignete Sämereien und verteilt sie in kleinen Tüten mit genauen Anleitungen. Damit die Bürger in ihren eigenen Gärten „Bienenweiden” anlegen und so für die Menge und Vielfalt an Nahrung sorgen, die die Wildbienen (und andere Insekten) brauchen. 

Wie dringend das ist wurde spätestens mit den Berichten über das Insektensterben klar:  Ehrenamtler des Entomologischen Vereins Krefeld hatten nachgewiesen, dass in den vergangenen 27 Jahren in NRW mehr als 75 Prozent der Insekten verschwunden sind.

Bollen hatte aber schon viel früher angesetzt und Mitstreiter für seine Idee gesucht. 

Christian Walter (Bensberger Bank), Gabriele Gieraths („Wir für GL”), Hans Sorger (Oberodenthal), Landrat Stephan Santelmann, Bürgermeister Lutz Urbach, Michael Melchior (Oberodenthal) , Wolfgang Besgen (Bienenverein), Markus Bollen, Jan Suchowsky (Koziol), Robert Kargl (Bienenverein), Birgit Althaus (Victor Rolff Stiftung), Lars Winking (StadtGrün), Christoph Demmer (Lebenshilfe-Werkstätten)

Das eindrucksvolle Ergebnis demonstrierte er jetzt bei einem Termin in seinem Atelier im Schatten der Bensberger Nikolaus-Kirche: 

  • Bürgermeister Lutz Urbach und Landrat Stephan Santelmann verkünden dort das informelle Ziel, Stadt und Kreis zu den bienenfreundlichsten in NRW zu machen.
  • Das städtische Gründflächenamt StadtGrün experimentiert schon länger auf seinen Randstreifen, hat die Grünflächen am neuen Turbokreisel bereits zur Bienenweide gemacht und will auch bei der Umgestaltung des Bensberger „Stadtgartens” im Rahmen des InHK Bensberg große Flächen dafür zur Verfügung stellen.  Dort soll es u.U. auch Bienenkörbe geben.
  • Auf Kreisebene stehen die Naturschutzbehörde und die Biologische Station Rhein-Berg mit ihrer Expertise beratend zur Verfügung, sagt Landrat Santelmann. Wichtig sei, dass regionales Saatgut zur Verwendung kommt, das an die Verhältnisse des Bergischen Landes angepasst ist und dass die heimische Tierwelt profitiert.
  • Für den Verein „Wir für Bergisch Gladbach“ kündigte Vorstandsmitglied Gabriele Gieraths an, beim nächsten Spielplatzaufräumtag auch ein Wiesenstück für die spezielle Blumenmischung vorzubereiten.
  • Der Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach stellt sein Know-how zur Verfügung; er vermittelt unter anderem Patenschaften für Jungimker. Sogar das „Leasing” von Bienenvölkern für den eigenen Garten ist möglich.
  • Die Bensberger Bank hatte schon als Spenderin einer Schleuder für den Imkerverein ihr Interesse an Bienen gezeigt und ist Sponsor der Aktion. 
  • Unternehmer Rolf Kürten von K-L Druck und das Bestattungshaus Koziol haben eine Förderung zugesagt.
  • Ehrenbürgerin Roswitha Bethe hat ihren Garten, in dem auch zwei Bienenvölker stehen, schon bienenfreundlich umgestaltet. Zudem wird die Bethe Stiftung alle Spenden verdoppeln.
  • Die Victor-Rolff-Stiftung fördert Projekte zum Naturschutz im Regierungsbezirk Köln und war der erste Geldgeber der Aktion.
  • Praktische Unterstützung giben die Lebenshilfe Werkstätten in Refrath. Sie füllt das Saatgut in kleine Tütchen um, erläutert Leiter Christoph Demmer. Die Werkstatt hat zudem ein Team behinderter Menschen, die für einen fairen Preis die Vorbereitung der Flächen erledigen können.

An der Schnabelsmühle experimentiert StadtGrün bereits mit Bienenweiden.

Was können die Bürger für die Bienen machen?

Im Zentrum der Aktion Bienenweide stehen jedoch Bergisch Gladbachs Bewohner. „Wir benötigen die Unterstützung aus der Bürgerschaft“, betont Urbach.

Bergisch Gladbacher, die über Grünflächen in ihren Gärten oder über Wiesenflächen verfügen, aber auch Unternehmen, Kirchengemeinden und andere Einrichtungen mit Freiflächen, werden mit Samentüten ausgestattet. Zur Wahl sehen „Schmetterlings- und Wildbienensaum“, „Feldblumenmischung“, „Dachbegrünung“ und „Blühende Landschaft West“ – solange der Vorrat reicht.

Robert Kargl hofft als Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach auf eine breite Resonanz: „Wir benötigen diese Hilfe aufs gesamte Stadtgebiet verteilt, daher helfen auch nicht nur wenige, sondern es müssen viele mitmachen.“

Die Tüten sind beim Imkerverein (Kontakt s.u.) erhältlich. Er ist am 22. Dezember auch am Sozialstand auf dem Gladbacher Weihnachtsmarkt vertreten. Die Samentüten, immerhin mit einem Materialwert von sieben bis 14 Euro, sollen nicht wahllos ausgegeben werden, die Empfänger werden notiert. „Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit und wollen untersuchen, welche Mischungen wo zum Erfolg führen”, erläutert Kargl.

Wie kann man den Garten für Blühwiesen fit machen?

Wer Platz und ein Samentütchen ergattert hat, kann und sollte gleich loslegen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, warnt Lars Winking, Landschaftsarchitekt bei Stadtgrün. Die Flächen müssen lange vor der Einsaat vorbereitet und lange gepflegt werden. 

Handelt es sich um eine kleinere Fläche bis 100 Quadratmeter, sollte man diese schon jetzt umgraben und glatt einebnen, aufkeimende Unkräuter können so vor der Einsaat noch untergefräst werden.

Auch können vorhandene Rasenflächen in eine Blumenwiese verwandelt werden. Dort fräst oder vertikutiert man eine ausgesuchte Fläche mehrmals vor der Einsaat, ohne sie jedoch zu düngen. 

Bethe-Stiftung verdoppelt alle Spenden

Natürlich kann man den Samen auch im Fachhandel kaufen. Gärtnermeister Adolf Zirden, auch Mitglied des Imkervereins hat detailliert aufgeschrieben, welche Blumen günstig und welche ungünstig sind: „Man sollte darauf achten, wie viel Gräser und Wildblumen in Prozenten in der Mischung enthalten sind. Vor allem sollte man darauf achten, dass möglichst niedrig wachsende Grasarten in der Mischung vorkommen – und kein Lolium. Sonst werden die Kräuter und Blumen überwuchert.“

Ein Paxistipp von Lars Winking: Im Frühjahr Krokusse nehmen, keine Narzissen – und schon haben die Insekten mehr zu fressen.

Alle Spenden auf das Konto des Imkervereins mit dem Stichwort „Bienenweide“ werden von der Bethe-Stiftung verdoppelt. Damit werden weitere Pflanzenmischungen angeschafft.  Kontodetails siehe unten. 

Imker erleben einen Boom

Im Gegensatz zu den Wildbienen geht es den Honigbienen in Bergisch Gladbach ziemlich gut. Selbst wenn, wie in diesem Frühjahr, mal eine Blühperiode erfriert, werden sie gut gefüttert. Alleine der Imkerverein Bergisch Gladbach zählt 80 Mitglieder, das sind 20 mehr als noch vor zwei Jahren. 

Gleichzeitig, so berichtet der Vorsitzende Kargl, ist der Altersdurchschnitt von über 60 auf 52 Jahre gefallen, ein Fünftel der Mitglieder seien schon jetzt Frauen. Im Schnitt besitzt jeder Imker im Verein acht Völker mit (im Sommer) jeweils rund 50.000 Bienen. Damit betreut alleine der Bergisch Gladbacher Verein mehr als 30 Millionen Bienen. 

Vorbild Oberodenthal

Das benachbarte Oberodenthal hat schon vor drei Jahren ein Bienenweide-Projekt ins Leben gerufen. Pionier ist hier Michael Melchior von der Dorfgemeinschaft Oberodenthal, die das ganze Dorf mitziehen konnte. Gerade wurde ein 4,5 Kilometer langer Bienenwanderweg eröffnet. 

„Es geht nicht nur um die Honigbiene“, betont Melchior. Von dem Projekt sollen auch die vielen anderen Insekten profitieren, so auch Wildbienen. „Jede Blüte zählt“, so lautet sein Slogan, der auch in Bergisch Gladbach verwendet wird.

Kontakte: 

Bienenzuchtverein Bergisch Gladbach
Website, Kontaktfomular
Stammtisch an jedem 3. Donnerstag im Monat, Ewige Lampe, Refrath

Projekt Bienenweide:
Markus Bollen
Tel.: 02204 22220
Mail: look@panoramic-art.de

Spendenkonto: 
Bensberger Bank, Stichwort „Bienenweide”
Iban DE38 3706 2124 0101 2830 11 

Stadt Bergisch Gladbach

Bürger, die in ihrer Nachbarschaft städtische Flächen sehen, die sie für eine Blumenwiese geeignet halten, können sich gerne die städtische Pressestelle wenden. Entweder telefonisch: 02202 – 142419 oder per Mail: pressebuero@stadt-gl.de. Am besten ist, wenn eine Patenschaft für die Fläche übernommen, das Saatgut wird gestellt.

Lebenshilfe-Werkstätten Refrath

Servicegruppe Garten- und Landschaftsbau
Dominic Schneider, 02204 921841
Mail: tb@wfbm-lev.de

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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11 Kommentare

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  1. Natürlich ist jede Biene wichtig aber nicht weniger wichtig ist jedes Kind. Und diese werden in Schlafzimmer von bezahlbarem Wohnraum in die Welt gesetzt. Sind sich eigentlich die Bienenförderer ihrer sozialen Verantwortung bewusst, wenn sie wegen einigen 100 qm Blumen vorgesehenes Land zur Bebauung für Wohnräume zunichte machen, wo doch nebenan zigtausende Qm Streuobstwiese zur Verfügung stehen.

  2. Jeder Schritt zur Erhaltung der Natur ist zu begrüßen. Ob jedoch die Bienen die letzten Bauplätze in Lückerath besiedeln müssen, obwohl 20 m daneben mehrere 10 000 qm Streuobstwiese zur Verfügung sind, das soll der humane Geist beantworten. Wovon nicht gesprochen wird, es ist einigen Anwohner gelungen die freie Sicht ins Grüne zu erhalten. Ich finde, dass hat bei der vorherrschenden Wohnungsnot Skandalcharakter

  3. Wer ist schon nicht für Natur. Aber in Lückerath wo riesige Wiesen bepflanzt mit Streuobst auf den einzig möglichen Bauflächen eine Bienenweide anlegen, bei dieser vorherrschenden Sorge um einen bezahlbaren Wohnraum, das lässt schon Raum für kritisches Denken. Hier hätten mindestens 6 bis 7 Familien ein Einfamilienhaus bauen können. Hier scheint mir eher der Wunsch nach Ausgrenzung statt nach dem Gesumme der Biene Maya den Ausschlag gegeben zu haben.

  4. Lieber Herr Bollen, wir haben seit 1940 einen Garten von 5000 qm in dem es grünt, blüt und die die Bienen summen. Sie scheinen sich wohl zu fühlen, denn beschwert hat sich noch keine. Können Bienen natürlich auch nicht. Aber Menschen können das. Leider werden sie aber nicht gehört. Als Anwohner des Anger- Parks liegt mir gegenüber ein riesiges Freigelände bestens für Bienenwiesen geeignet. Stattdessen ist die Bienenwiese auf die z.Z. einzigen möglichen Bauplätze gelegt worden. An meinem Garten steht geschrieben,” Liebst Du Mensch und Tier”, dann sei willkommen mir. Lieber Herr Bollen, finden Sie nicht, dass der Mensch auch eine Art ist die geschützt werden muss. Jedenfalls ist mir lustiges Kindergeschrei genau so lieb wie das Summen der Bienen. Für mich hat das Anlegen der Wiese ein Geschmäckle, welches ich zu deuten weiß.

  5. Eine tolle Aktion. Mitmachen ist für mich selbstverständlich, da ich bereits seit 2 Jahren dabei bin, unseren Garten bienenfreundliche zu gestalten. Die Unterstützung der Lokalpolitik ist mitunter ein guter Motor für die Aktion, nur fehlt mir nachwievor die eindeutige Stellungnahme der amtierenden Amtsherren und Damen gegen Glyphosat und Neonicotinoide. Als Wähler und Bürger sollten wir daher die aktuelle Petition für ein nationales Verbot der Umweltgifte unterstützen. Das kann man hier tun: https://www.change.org/p/bundesregierung-stoppen-wir-glyphosat-jetzt-in-deutschland-so-wie-in-frankreich-auch

  6. Samen für die Bienen zu streuen, eine großartige Idee. Wenn unser Bürgermeister diese Aktion unterstützt, so streut er damit lediglich Sand in die Augen der Wähler! Die Beiträge zu diesem Thema von Herrn Eßer und Frau Meinhardt sprechen Bände. Lesenswert ein Kommentar des RBN zum Thema “Schutz von Freiräumen”, von dem u.a. die Bienen – würde dieser Schutz dann gewährt – enorm profitieren würden.
    https://in-gl.de/2016/03/14/der-flaechennutzungsplan-muss-freiraeume-schuetzen/
    Liest man die offizielle Stellungnahme des RBN zum FNP, so wird einem klar, dass die Stadt dabei ist, unsere Natur in nicht unerheblichem Maße zu zerstören. Unserern amtierenden Politikern geht es in erster Linie um wirtschaftliche Interessen und nicht um den Schutz der Natur, der – nicht nur für die Bienen – so dringend notwendig wäre. Es liegt an uns Bürgern, die Politiker aufzufordern, endlich ein Gesamtkonzept für die Stadt zu entwickeln, das dem Anspuch “Bewahrung der Schöpfung”, dem sich doch besonders die Politiker der CDU verpflichtet fühlen sollten, Rechnung trägt.

  7. Eine wunderbare Initiative! Und wenn doch auch der eine oder andere Landwirt dazu gebracht werden könnte, eine seiner Weiden in eine herrliche Blumenwiese zu verwandeln.

    Ich selber versuche mit meinem “naturbelassenen” Garten, in dem von Januar bis Dezember etwas blüht, Beeren und Samen satt vorhanden sind, Vögeln und allem, was “kreucht und fleucht” den Tisch zu decken. Keine Pestizide, kein Kunstdünger. Im Winter bleiben die Blütenstände , auch wenn’s ungepflegt aussieht.
    Trotz allem ist auch hier der massive Vogel- und Insektenrückgang schmerzhaft spürbar. Fühle mich wie David gegen Goliath.

    Wie schön, wenn jetzt viele Davids den Kampf gegen Beton, Glyphosat, etc. aufnehmen.

  8. Tolle Aktion!! Das kann „Grau Glattbach“ nur gut tun wenn was Buntes blüht.
    Schön dass sich unser Bürgermeister auch dafür engagiert. Er hat nun mal den Job widersprüchliche Intressen zu vertreten und irgendwie zu integrieren. Sein Job ist: sowohl als auch.
    Ich hoffe, dass viele mitmachen.
    Stadtgründer kann aber auch nicht immer warten bis alles verblüht ist, denn dann schaffen sie es überhaupt nicht mehr die Grünflächen einigermaßen in Ordnung zu halten. ( Mehr Flächen – weniger Personal)
    Ein Vorschlag: Verblühen lassen, danach pflegen, mit ausreichendem Personal.

    Möge vieles aufblühen!!

  9. “Auch Leberwurst kann Krebs auslösen”

    Diese Weisheit verkündete eben unser CDU Landtagsabgeordnete Rainer Deppe als ich mit gut 20 Campact Aktiven versucht habe, ihn dafür zu gewinnen sich für ein NEIN zur Glyphosat-Zulassung in Brüssel stark zu machen.

    Glyphosat ist richtig dosiert harmlos, meint Deppe. Ein beweisbarer kausaler Zusammenhang zwischen Arten- und Bienensterben und dem weltweiten massiven Glyphosateinsatz muss erst bewiesen werden.

    Ich fände es herrlich, wenn die oben beschriebe Aktion Erfolg hat. Eigentlich müsste StadtGrün aber schon seit 2 Jahren alle neu bepflanzten Flächen als Blühstreifen und Bienenweide anlegen. Für diesen Antrag der Grünen gab es im Rat eine Mehrheit. Nur die Resultate fehlen.
    Wenn gemäht wird, bevor die Blüten ihre Samen auswerfen können, ist das ganze Konzept für die Katz.
    Vielleicht könnten die Mitarbeiter von StadtGrün, die sicher nicht mutwillig handeln, beim Imkerverein mal einen Lehrgang machen. Davon würde ich mir am meisten versprechen.

  10. Lustig. Oder eher auch nicht: der Flächennutzungsplan wandelt massiv Flächen in Bauland um und fördert damit das Bienensterben. Der gleiche Bürgermeister, der massivsten Flächenverbrauch befürwortet stellt sich jetzt als Schutzpatron der Bienen dar? Aha…

    Das passiert halt, wenn man Probleme ohne durchdachtes Gesamtkonzept angeht. Die Bürgerinnitiativen bemängeln das seit über einem Jahr, teilweise sogar seit mehreren Jahrzehnten!

    Biotope wie der alte Bahndamm sollen zudem geopfert werden, damit mehr LKW schneller in die Innenstadt kommen. Da hilft es den Bienen natürlich ungemein, wenn man einen Kreisel bienenfreundlich gestaltet. Inmitten von massivsten Abgasen und Feinstaub.

    Wird bestimmt dann ein leckerer Honig…

    Wann wachen die Herren Politiker mal auf und hören mal auf ihre Wähler? Wenn die letzte Biene an Stickoxyden verreckt ist? Hoffentlich nicht…